Familie A.

Familie A. "Mein Tagebuch"

Alpträume - meinefamilie.at
23. September 2016

Unsere Tochter hat Alpträume


„Nicht schon wieder!“ Mitten in der Nacht ertönt lautes Gebrüll aus dem Kinderzimmer: Unsere vierjährige Tochter hatte regelmäßig Alpträume. Sie zappelt, schreit wie am Spieß, ist nicht ansprechbar und kaum zu beruhigen. Und das fast jede Nacht – was sollen wir tun?

Wir haben beobachtet: am schnellsten beruhigt sie sich, wenn wir sie zu uns ins Bett nehmen. So haben wir überlegt: Was wäre, wenn wir sie für eine gewisse Zeit zu uns ins Zimmer nehmen?

Einerseits war die Befürchtung, wenn wir ein Kind zu uns nehmen – wollen dann nicht alle zu uns? Fühlen sich die anderen benachteiligt, werden eifersüchtig auf sie? Andererseits war ein Kind in unserem Schlafzimmer nicht gerade das, was mein Mann wollte – er bevorzugt den ungestörten Schlaf mit möglichst wenig Kindern im Zimmer. Erst kürzlich hatten wir unser Baby erfolgreich „ausgesiedelt“…

Zeit bei den Eltern

Im Gebet haben wir gemerkt: Wir sollen nicht aus Angst vor der Eifersucht der Geschwister einem Kind etwas vorenthalten, was es gerade braucht. Und auch nicht aus Sorge um den eigenen Schlaf. So hat mein Mann ein Zusatzbettchen gebaut und wir haben sie zu uns genommen.

Der Protest der Geschwister ließ nicht lange auf sich warten – aber wir haben erklärt: „Jedes Kind braucht etwas anderes. Die Laura braucht jetzt in der Nacht unsere Nähe, und die wollen wir ihr geben.

Es geht nicht darum, dass alle Kinder das Gleiche bekommen – sondern jedes Kind das, was es gerade braucht!

Das haben sie eingesehen und gut akzeptiert.

So war sie einige Monate bei uns im Schlafzimmer – es hat ihr gut getan, sie fühlte sich geborgen, und der Schlaf hat sich beruhigt. Und dann (nach ungefähr einem halben Jahr) wollte sie selber wieder ins Kinderzimmer. Bei den Geschwistern war es einfach lustiger am Abend.

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EIN ARTIKEL VON
  • Familie A.

    Wir sind Familie A. und leben am Stadtrand von Wien. Verheiratet seit 1993 haben wir bald Kinder bekommen. Und weil das Leben mit Kindern sooo schön ist, haben wir inzwischen sechs davon! Familie ist unsere Berufung, und das Know-How dafür haben wir in Schönstatt gefunden. Sechs Kinder – da erlebt man einiges, da kann man was erzählen! Und weil wir jetzt seit bald zwei Jahren die Nächte (meistens) wieder durchschlafen können, haben wir wieder Kapazitäten frei. So referieren wir auf Familientagungen, schreiben für die Zeitschrift Familie als Berufung und neuerdings für meinefamilie.at – unseren Kindern zuliebe anonym.


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