20. Juli 2021

Papst führt „Welttag der Großeltern“ ein


Papst Franziskus führt am 25. Juli den Tag der Großeltern und älteren Menschen ein, um diese mehr zur würdigen. „Die Großeltern sind das Bindeglied zwischen den Generationen“, betont er. „Oft würden sie vergessen. Dabei sei ihre Stimme so wertvoll, weil sie die Völker an ihre Wurzeln erinnerten. Es ist wichtig, dass sich die Großeltern mit den Enkeln treffen“ – und umgekehrt, so der Papst.

Von nun an soll an jedem 4. Sonntag im Juli der Oma-Opa-Tag gefeiert werden, denn gerade in Pandemie-Zeiten dürften die Älteren nicht „beiseitegeschoben“ werden. So sind es gerade die Großeltern, die auch immer wieder die Kinderbetreuung der Enkel übernehmen und so auch im Alter für Zusammenhalt in der Familie stehen.

„Ich bin alle Tage mit dir“

In seiner Botschaft zum Welttag der Großeltern fokussiert Papst Franziskus vor allem auch die schwierige Zeit für alte Menschen im Corona-Jahr. Man solle sich bewusst Zeit für seine Mitmenschen nehmen. Durch den Besuch von Familie und Freunde zeige der Herr, dass er „alle Tage mit dir“ sei. „In dieser Zeit haben wir gelernt zu verstehen, wie wichtig Umarmungen und Besuche für einen jeden von uns sind. Wie traurig stimmt es mich, dass dies an manchen Orten immer noch nicht möglich ist!“

Omas und Opas als wichtige Stütze

Wie wichtig der Austausch zwischen Alt und Jung ist, zeigt auch das erfolgreiche Modell des Omadienstes des Katholischen Familienverbandes. Der Omadienst ist eine generationsübergreifende Kinderbetreuung, die es anstrebt, einen möglichst engen Bezug zu den Kindern aufzubauen, falls dies den eigenen Großeltern, die oft weit weg wohnen, nicht möglich ist. Aktuell betreuen mehr als 1.300 Leihgroßeltern in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Kärnten und in der Steiermark sowie im Burgenland mit großer Begeisterung ihre „Leihenkerl“.

Seit Jahren besteht eine erhöhte Nachfrage an dem Omadienst, was nicht nur die Notwendigkeit der Familienunterstützung zeigt, sondern auch deren Wertschätzung. Papst Franziskus ermutigt in seiner Botschaft zum bevorstehenden Welttag mehr Solidarität mit Senioren zu haben. Gleichzeitig ermutigt er aber auch Ältere, für Veränderungen offen zu bleiben: Ihn selbst habe „der wichtigste Ruf meines Lebens, der mich auf den Stuhl Petri brachte“, erst im Ruhestandsalter erreicht, so der 84-jährige Papst.

Was ist der Leihomadienst?

Seit vielen Jahren bringt der Katholische Familienverband junge Familien mit älteren Damen und Herren zusammen – zum Glück und Segen für alle Beteiligten. Die Eltern bekommen jene Unterstützung, die ihnen den Alltag erleichtert, die Kinder eine weitere verlässliche und liebevolle Bezugsperson. Sie holen die Kinder vom Kindergarten oder von der Schule ab, machen Hausübung mit ihnen, spielen, lesen vor, gehen auf den Spielplatz – machen eben, kurz gesagt, all das, was Großeltern mit ihren Enkelkindern machen.

Angebot

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Bei der Vermittlung achtet der Familienverband darauf, dass Leihomas, Leihopas und die Familien gut zusammenpassen, ähnliche Vorstellungen vom Leben, von Erziehung und Betreuung haben. Ziel ist es, Leihgroßeltern auf Dauer zu vermitteln – nicht nur für eine einmalige Beaufsichtigung. Schließlich soll eine echte Bindung zwischen der Leihoma, den Kindern und Eltern entstehen.


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