23. Februar 2017

Kinderwagen-Test 2017: Kippgefahr und Schadstoffe

kinderwagen test:kippgefahrundschadstoffe

Bei drei getesteten Modellen besteht Kippgefahr, vier andere Kinderwagen sind stark mit Schadstoffen belastet. Daher erhalten 7 von 12 getesteten Kinderwagen eine schlechte Bewertung im Test.

Titelbild: Kinderwagen Bugaboo, Modell Buffalo  © Stiftung Warentest

Sie sind praktisch: Die Kombi-Kinderwagen, mit denen Säuglinge als auch Kleinkinder transportiert werden können. Der Verein für Konsumentenschutz (VKI) und die deutsche Stiftung Warentest überprüften 12 Modelle auf die Kriterien kindgerechte Gestaltung, Handhabung, Sicherheit und Schadstoffe. Aufgrund der letzten beiden wurde einigen Modellen ein schlechtes Zeugnis ausgestellt.

Hoher Schadstoffanteil in Kultmarke Bugaboo

Weil Kleinkinder sich an den Griffen der Kinderwagen festhalten und daran lutschen, werden ihre Inhaltsstoffe wie beim Spielzeug streng beurteilt. Schlecht bewertet wird dabei der Luxus-Kinderwagen Bugaboo Buffalo, seine Griffe aus Kunstleder enthalten das Flammschutzmittel Tris-Dichlorpropylphosphat (TDCPP), das vermutlich Krebs erzeugen kann. Ebenso bedenkliche Inhaltsstoffe haben die Kinderwagen Bergsteiger Capri, Knorr-Baby und Teutonia Bliss. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass potenziell krebserregende Stoffe in Produkten verarbeitet werden, die sich im unmittelbaren Kontaktbereich von Kleinkindern befinden“, wird VKI-Projektleiter Christian Undeutsch in einer Aussendung zitiert und rät vom Kauf der schadstoffhaltigen Modelle ab.

Wenn die Modelle schon gekauft sind, können besorgte Eltern die Griffe entfernen oder über­kleben und die Regenhaube nicht verwenden. Zwei Jahre ab dem Lieferzeitpunkt können Kunden den Händler auffordern, den Mangel zu beheben.

bärlauch pflücken mit kindern
Modell Knorr Baby Noxxter kippt © Stiftung Warentest

Kippgefahr bei Knorr-Baby Noxxter

Gefährlich ist auch das getestete Modell Knorr-Baby Noxxter. Beim Einrichten des Sitzes sollten vier Metallstifte einklinken, doch das Einrasten ist auch schon bei zwei Stiften hörbar. Für Eltern der Anschein, der Sitz würde fest sitzen – er kippt jedoch und das Kind könnte aus dem Wagen fallen. Der Hersteller kündigte an, ab dem nächsten Modell eine Kippsperre einzubauen.

Kippgefahr erkannten die Tester auch bei den Modellen Bergsteiger Capri und Naturkind Varius Pro.

Details zum Test auf konsument.at


Jetzt kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

MeineFamilie.at