19. Juni 2019

Wie wähle ich den richtigen Babysitter?


Die Anforderungen an Babysitter sind je nach Familie unterschiedlich. Dabei spielen auch das Alter und die Anzahl der Kinder eine große Rolle. Doch was ist wirklich wichtig? Was sollten die Basics sein? Worauf soll ich schauen, und wonach fragen, wenn ich einen Babysitter engagiere? Gibt es Ausbildungen für Babysitter? Wenn Ja, welche?

Was muss ein Babysitter mitbringen?

Nach unterschiedlichsten Erfahrungen mit mobilen Kinderkrankenschwestern, Leih-Omas, Babysittern und Eltern-Kooperationen – in den letzten 6 Jahren – sind mir persönlich bei einem Babysitter folgende Dinge wichtig geworden:

Verlässlichkeit

  • Möglichst keine kurzfristigen Absagen, außer bei Krankheit des Babysitters!

Einhaltung der (familiären) Regeln

  • Darf das Kind mit Auto mitgenommen werden oder nicht (Fahrpraxis, Kindersitze)?
  • Umgang mit Tabak, Alkohol, Handy, Fernseher & Co. in der Betreuungszeit
  • Umgang mit der Ernährung des Kindes (eventuelle Allergien). Wie viele Süßigkeiten sind erlaubt?

Information

  • Zusätzlich zum ausgemachten Setting freue mich immer über Fotos oder Detail-Informationen, was der Babysitter gerade mit dem Kind macht. (Park, Spielplatz, etc.)

Verfügbarkeit

  • Berufliche Termine, Kinderkrankheiten oder ähnliches kommen meist kurzfristig. Wie verfügbar ist mein Babysitter? Wie oft hat und zu welcher Tageszeit hat er Zeit? Dies sollte rechtzeitig abgeklärt werden.

Aktueller Erste-Hilfe-Kurs (Grundkenntnisse der wichtigsten Kinderkrankheiten)

  • Ein aktueller Erste-Hilfe-Grundkurs sowie zusätzlich ein Erste-Hilfe-Kurs für Kindernotfälle ist für mich absolut notwendig.
(c) iStock

Erste-Hilfe-Kurse für Babysitter

Erste-Hilfe-Kurse, die auf Kindernotfälle spezialisiert sind; werden mittlerweile von vielen Vereinen angeboten. Anbei daher nur eine kleine Auswahl.

Rotes Kreuz

Samariterbund

Grünes Kreuz

Unfallhilfe Austria

Wiener Volkshochschulen

Das Rote Kreuz bietet darüber hinaus eine „BABYFIT – KOMBIAUSBILDUNG“ im Ausmaß von 35 Stunden an. Hauptinhalte sind neben dem Ersten-Hilfe-Kurs – der inkludiert ist – die richtige Pflege von Säuglingen und Kindern (Tragen, Wickeln, Füttern).

Mit Verweis auf die steuerliche Absetzbarkeit sowie die Pflichtausbildung von Kinderbetreuern seit dem Jänner 2017 bietet auch das WIFI konkret Ausbildungen zum/r Kinderbetreuer/in im Ausmaß von 35 Stunden an. Wobei der Schwerpunkt hier auf pädagogischen Themen liegt.

Das Bildungsforum Institut Dr. Rampitsch bietet Babysitter- und Au-Pair Kurse im Rahmen von 8 Unterrichtseinheiten an, die einen groben Überblick über alle Themen bieten. (Rechtliche Grundlagen, Erste-Hilfe, Pädagogik, Ernährung, Körperpflege, Spiel)

Auch das Hilfswerk bietet einen Kinderbetreuungskurs im Ausmaß von 8 Stunden an.



EIN ARTIKEL VON
  • Regina Magdalena Smrcka

    Vor meiner Karenz meines Sohnes war ich in der direkten Pflege, aber auch im Leitungsteam, für die Betreuung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen verantwortlich. Als Ausgleich dazu unterrichtete ich Kinderturnen. Derzeit vertrete ich als Texterin & Grafikerin EPUs bei ihrem Firmenauftritt. Jetzt unterstütze ich meinen Lebensgefährten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Gemeinsam haben wir einen Sohn.


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