5. Februar 2019

Was man mit seinen Kindern in den Ferien machen kann

ferienbetreuung kinder - meinefamilie.at

Schon wieder Ferien. Schon wieder gestresste Eltern, die die Hände über den Kopf zusammenschlagen wie sie Beruf und Familie in diesem Zeitraum unter einem Hut bringen sollen. Doch es gibt auch Lösungen, die sowohl für Eltern als auch für Kinder praktikabel sind.

Zuallererst muss man sich als Vater oder als Mutter freimachen. Frei von etwaigen gesellschaftlichen Tabus, die einem immer wieder durch den Kopf spuken. Etwa: Die Eltern brauchen ihre Kinder in dieser Zeit so viel wie möglich. Oder: Man kann die Kinder nicht einfach in eine Betreuungseinrichtung „abgeben“. Oder auch: Die Kinder sollen die Ferien mit den Eltern in vollen Zügen genießen können.

Oma und Opa

Denn: Wenn die Oma fern ist, dann steht man in der Tat vor Problemen. Nicht jeder hat den Luxus, dass die Großeltern gleich um die Ecke wohnen. Manchmal muss man für die Betreuungsdienste von Oma oder Opa eine halbe Weltreise auf sich nehmen – und Oma und Opa sind nicht mehr so reiselustig, dass sie das von sich aus täten und kurzum ins Gästezimmer zuhause einziehen.

Dann bleibt eigentlich nur eine Lösung: Die Kinder verbringen die Zeit, zumal bei einem überschaubaren Zeitraum von den anstehenden Semesterferien, bei Oma und Opa. Das traumatisiert Kinder weit weniger, als überbesorgte Eltern glauben möchten. Der Ausbruch aus dem Alltag, die gänzlich andere Fürsorge der Großeltern generiert eine Ferienstimmung bei den Kindern, die arbeitende Eltern nur schwer erzeugen können.

Sich WIRKLICH frei nehmen

Ferienbetreuung: Ja, auch da gibt es gute Angebote. Der Vorteil liegt auf der Hand. Vormittag sind Kinder bei spannenden Projekten, forschen, machen Ausflüge oder ähnliches. Solche Angebote gibt es praktisch in jeder größeren Stadt Österreichs, zumal in den Sommerferien. Damit lassen sich jedenfalls sinnvoll Betreuungs-Engpässe abfedern.

Radikaler Schritt: Sich frei nehmen. Klingt banal und kommt natürlich immer wieder vor. Nur: Frei hat man dann zwar auf dem Papier, oft aber nicht im Kopf. Wer sich dafür entscheidet sich, soweit das überhaupt vom Arbeitgeber her möglich ist, sich frei zu nehmen, der sollte sich voll und ganz frei nehmen. Diensthandy aus, Termine in der kommenden Woche aus dem Kopf gestrichen, Konzentration voll auf Kinder und Familie. Die Kinder werden es einem danken.

Fazit

Die Ferien sind bewältigbar. Wichtig ist wohl auch, dass man nicht über den Kopf der Kinder hinweg entscheidet. Ab einem gewissen Alter kann man sehr gut in den Dialog mit dem Nachwuchs treten. Auch Vernunftbegabung kann man den Kleinen sehr bald attestieren. Sie verstehen, wenn sie Papa oder Mama nicht schon wieder frei nehmen können. Schließlich muss das Geld auch irgendwo herkommen. Für die Ferienzeit lässt sich womöglich auch gemeinsam ein Plan erstellen: Hälfte Oma, Hälfte Ferienbetreuung in der Stadt – oder ähnliches.



EIN ARTIKEL VON
  • Markus Stegmayr

    Als freier Journalist, Blogger und Hobby-Gastrosoph besteht mein Berufsalltag hauptsächlich aus lesen, schreiben, hören und essen. Mein Familienalltag bringt diesen Rahmen aber oft gehörig aus der Fassung. Genau darüber lohnt es sich aber wiederum zu schreiben!


Jetzt kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

meinefamilie.at