6. April 2016

Eine Leihoma erzählt

Eine Leihoma erzählt - meinefamilie.at

Leihoma Susanne Keferböck erzählt von ihrer fünfjährigen Tätigkeit als Leihoma, wie es dazu gekommen ist und was es für sie bedeutet, Leihoma zu sein.

Susanne Keferböck ist seit 2011 für den oberösterreichischen Familienverband als Leihoma tätig. Neben ihrer eigenen Enkeltochter hat sie dadurch auch zwei Leihenkerl gewonnen. Leihoma zu sein bedeutet für sie, Bereicherung zu erfahren, neue Sichtweisen zu erleben und Lebensfreude zu gewinnen. Im Interview erzählt sie über ihre Tätigkeit als Leihoma.

Wie sind Sie zum Omadienst gekommen?

Nach dem Tod meines Mannes suchte ich eine erfüllende und sinnvolle Aufgabe. Die Arbeit mit Kindern oder älteren Menschen schien mir dabei am reizvollsten. Eine gute Freundin half mir damals über diese schwere Zeit, sie war es auch, die mir den Omadienst empfahl. Und sie hatte Recht! Das Zusammensein mit Kindern war und ist die beste “Therapie” für mich.

Sie haben Familie und viele Hobbys. Trotzdem sind Sie mit Herz und Seele Leihoma. Was ist Ihre Motivation?

Das Gefühl, gebraucht und geschätzt zu werden. Liebe und Geborgenheit zu erfahren und auch zu geben.

Althergebrachte Traditionen pflegen, saisonale Aktivitäten, Wissen und Erfahrung weitergeben, das alles macht mit den Kindern so unheimlich viel Spaß und mich macht es glücklich.

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Ihr schönstes Erlebnis als Leihoma?

Strahlende Kinderaugen! Wenn ich ihnen vorlese, wir gemeinsam basteln oder einen Kuchen backen, da spüre ich die Freude und Zufriedenheit der Kinder. Das berührt mich. Schön sind für mich auch das herzliche Verhältnis zu den Eltern und die Wertschätzung, die ich von ihnen erhalte.

Wie viel Zeit investieren Sie, um Ihre Leihenkerl zu betreuen?

Beim Omadienst kann ich mir die Zeit selbst einteilen. Das ist genau das Richtige für mich, da ich ja noch viele andere Aktivitäten habe. Moritz und Fanny betreue ich zweimal pro Woche insgesamt ca. sechs Stunden. Diese gemeinsame Zeit genießen wir sehr, denn wir verstehen uns so gut und sind ein richtig tolles Team. Es freut mich, dass ich die Kinder ein Stück ihres Weges begleiten darf.

Was würden Sie Frauen sagen, um sie für den Omadienst zu begeistern?

Leihoma zu sein sehe ich als große Bereicherung. Die Beschäftigung mit Kindern ist erfrischend, herzlich und erfüllend. Meine Tätigkeit als Leihoma bietet eine der schönsten Herausforderungen für mich und schenkt mir Lebensfreude.

Dieses Interview wurde uns vom oberösterreichischen Omadienst zur Verfügung gestellt.

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