27. August 2019

8 Tipps für den Kindergartenstart


Der Start im Kindergarten ist für alle aufregend und voll von neuen Situationen. Mit einigen Tipps gelingt die Eingewöhnung aber bestimmt sehr gut. Schon bald können Kinder und auch Eltern stolz darauf sein, einen großen Schritt in der Entwicklung des Kindes gemeinsam gut gemeistert zu haben.

Gemeinsame Vorbereitungen

Für den Kindergartenstart müssen einige Sachen besorgt werden. Meist brauchen die Kinder eine Kindergartentasche (evt. auch noch eine Jausenbox oder Trinkflasche), Hausschuhe oder auch einen Turnbeutel mit Turnsachen drinnen. Dabei bietet sich an diese Dinge gemeinsam mit den Kindern auszusuchen. Somit kann die Vorfreude gesteigert werden.

Bilderbücher betrachten

Es gibt viele Bilderbücher die sich mit dem Thema Eingewöhnung in den Kindergarten oder auch dem Kindergartenalltag auseinander setzen. Diese sind sehr hilfreich, um den Kindern einen Einblick in den Alltag des Kindergartens zu gewähren. Somit werden sie darauf vorbereitet, was sie im Kindergarten erwartet – gemeinsames spielen, singen, basteln, Jause essen, Geschichten erzählen, Ausflüge machen…

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Vertrautes mitnehmen

In den meisten Kindergartengruppen ist es erlaubt, dass die Kinder zumindest am Anfang etwas Vertrautes mit in den Kindergarten nehmen dürfen. Das kann das Lieblingskuscheltier des Kindes, ein Schmusetuch, ein T-Shirt das nach Mama riecht, ein Foto von der Familie oder Ähnliches sein. Dies gibt den Kindern anfangs Sicherheit und mit der Zeit können die Gegenstände zum Beispiel in der Garderobe bleiben bis sie gar nicht mehr gebraucht werden.

Übergang auch für die Eltern

Auch die Eltern sollen sich darauf vorbereiten, dass sie nun Kindergarteneltern werden und dass dieser Schritt nicht immer ganz einfach sein muss. Starke Gefühle, Unsicherheit oder auch Angst sind erlaubt. Das Personal im Kindergarten hat für Anliegen und Fragen ein offenes Ohr. Auch andere Eltern, die sich in der gleichen Situation befinden können hilfreiche Gesprächspartner sein.

Das gilt im Kindergarten, aber nicht zu Hause

Kinder können ganz klar unterscheiden welche Regeln in welcher Umgebung gelten. Man kann mit den Kindern ganz transparent besprechen, was von ihnen im Kindergarten bzw. zu Hause erwartet wird. Je klarer die Erwartungen verbalisiert werden, umso besser können sich Kinder einstellen. Kommt es trotzdem zu Rollenkonflikten zwischen Eltern und Pädagogen, gilt es diese zu klären bzw. zu besprechen, was gegenseitig erwartet wird. Auch ein Austausch über das Verhalten des Kindes in der Betreuungseinrichtungen bzw. zu Hause kann Klarheit darüber geben, wenn es zu Konflikten kommt.

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Vergleiche vermeiden

Der andere Junge zieht sich schon alleine die Schuhe an, das gleich alte Mädchen weint in der Früh nicht beim Verabschieden, … Wir Eltern tappen leicht in die Falle unser Kind mit den anderen zu vergleichen. Dabei sehen wir meist all das, was andere scheinbar besser können. Jedes Kind ist einzigartig. Jedes hat besondere Stärken, aber jedes Kind hat auch irgendwo seine Schwächen und das ist völlig in Ordnung so. Es ist von Vorteil zu überlegen, was das Kind besonders gut kann, wenn man zu sehr mit dem Vergleichen beschäftigt ist. Gerne kann man dem eigenen Kind auch mitteilen, worauf man besonders stolz ist, oder was es besonders gut macht.

Neuer Zeitrhythmus

Der Start des Kindergartens bedeutet häufig auch, dass sich der zeitliche Ablauf des Alltags verändert. Womöglich muss man früher aufstehen oder die Vormittagsjause bzw. das Mittagessen zu einem anderen Zeitpunkt einnehmen als gewohnt. Es macht Sinn, wenn man den zeitlichen Rhythmus der Kinder schon vorab langsam an den Alltag im Kindergarten gewöhnt und die Zeiten schon vorher etwas anpasst. Wenn das Essen gewöhnlich immer um 12.00 Uhr serviert wurde, es dann aber erst möglich ist um 13.00 Uhr zu Mittag zu essen, kann man jeden Tag um 10 Minuten später essen. Dies bedeutet für die Kinder eine sanfte Umgewöhnung des Alltags.

Pausen gönnen

Ein Tag im Kindergarten ist für Kinder durchaus anstrengend. Der Lärmpegel ist viel höher als zu Hause, es werden andere Erwartungen an die Kinder gestellt, man soll sich möglichst an die Gruppenregeln halten und die eigenen Bedürfnisse auch mal aufschieben. Es liegt in unserer Verantwortung auch dafür zu Sorgen, dass die Kinder nach dem Kindergarten auch genügend Pausen und Ruhephasen genießen können.



EIN ARTIKEL VON
  • Bettina Fauler

    Ich lebe mit meinem Partner und unserem Sohn in Tirol. Hauptberuflich bin ich Mama, auch wenn ich Teilzeit als Sonderkindergartenpädagogin, Elternbildnerin und Trainerin arbeite. Ich erlebe einen abwechslungsreichen (Erziehungs-)Alltag, den ich gerne mit anderen teile.


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