25. November 2016

Babysitter tun Eltern und Kindern gut

Babysitter tun gut - meinefamilie.at

Warum es Eltern und Kindern von Anfang an gut tut, hin und wieder getrennte Wege zu gehen. Ein Babysitter stärkt die Paarbeziehung und bereichert auch das Kind.

Für viele junge Eltern ist es anfänglich eine große Herausforderung, ihre Kinder der Obhut anderer Menschen anzuvertrauen. Vor allem in der Freizeit, wenn es nicht sein „muss“. Bei beruflichen Verpflichtungen sind Tagesmutti und Kindergarten selbstverständliche „Babysitter“. Der Anfang ist auch da für beide Seiten nicht leicht und immer wieder mit Tränen verbunden. Doch es muss es ja sein.

In der Freizeit gibt es keinen Zwang – und viele Paare sind unzertrennlich mit ihren Kindern verbunden. Doch auch wenn Oma & Opa oder Onkel & Tante nicht um’s Eck wohnen, ist es für Eltern und Kinder in mehrfacher Hinsicht wichtig, immer wieder getrennte Wege zu gehen. Eltern sind ein Paar, das immer wieder an die Zeiten als Liebespaar anknüpfen sollte: mit einem gemütlichen Abend beim Lieblingsitaliener oder einem entspannten Thermenwochenende. In der Mediation erlebe ich immer wieder Paare, die es oft jahrelang nicht geschafft haben, sich vom Alltagsstress loszueisen. Irgendwann kommen sie dann drauf, dass sie nur mehr über organisatorische Notwendigkeiten reden und nichts mehr von ihren Gefühlen, Träumen, Hoffnungen wissen und einander fremd geworden sind.

Partnerschaft ist ein Dauerauftrag.

Fremdbetreuung - meinefamilie.at
Wichtig für Eltern: ein Abend zu zweit.

Geschenksidee: Babysitter-Gutscheine

Auch wenn gelegentlich noch eine Geige am Himmel hängt, so sollte diese doch immer wieder gespielt werden. Gute Gespräche, die wieder Nähe und Vertrautheit schaffen gelingen nicht auf Knopfdruck. Schon gar nicht, wenn der ganz persönliche Gesprächsfaden schon recht dünn geworden ist. Also wäre es fein, wenn Freunde oder Familienmitglieder jungen Eltern gleich anlässlich der Geburt des ersten – und natürlich auch aller anderen Kinder – Babysitter-Gutscheine schenken, damit sich die frischen Eltern auch auf der Paarebene nicht aus den Augen verlieren.

Es kann gut tun, gelegentlich Jeans und T-Shirt  im Kasten zu lassen und statt dessen wieder einmal Kleid und Krawatte zu aktivieren. So gelingt es vielleicht auch leichter, sich wieder als Mann und Frau und nicht als Mama und Papa zu begegnen.

Es kann auch die Spielregel vereinbart werden, dass über alles gesprochen werden darf, nur nicht über den Nachwuchs.

Fremdbetreuung bereichert die Kinder

Aber auch für die Kinder ist es eine große Bereicherung, mit anderen Menschen Spaß zu haben und sich bei anderen Menschen geborgen zu fühlen. So lernen sie, sich auf neue Situationen einzulassen, anderen zu vertrauen. Es versteht sich ja von selbst, dass bei neuen Babysittern zuerst einmal gemeinsam mit den Eltern geschaut wird, ob die Chemie stimmt. Dann spüren die Kinder, dass die Eltern mit einem guten Gefühl weggehen, dass dies etwas ganz Selbstverständliches ist und kein Grund für Angst und Unsicherheit. Werden die Kleinen von vertrauten Menschen wie Oma und Opa betreut, kann der Paarlauf der Eltern natürlich länger dauern. Sicherlich ist es anfangs hilfreich, wenn die Kinder in der vertrauten Umgebung bleiben können. Doch je älter sie werden, desto mehr freuen sie sich auch, wenn sie dann woanders übernachten dürfen und so auch ihr eigenes kleines Abenteuer erleben.

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Natürlich sind Kinder auch in dieser Beziehung sehr unterschiedlich. Manche gehen mit großer Offenheit und viel „Vorschuss-Vertrauen“ spontan auf andere Menschen zu, andere sind von ihrer charakterlichen Veranlagung eher scheu und zurückhaltend. Diese Kinder brauchen meist eine längere und sanftere Kennenlernphase mit neuen Betreuungspersonen. Doch auch wenn dies am Anfang holprig und schwierig ist: Eltern sollen sich nicht von diesen Hürden entmutigen lassen.

Wenn dann diese Trennungen vielleicht sogar zu einem fixen Ritual geworden sind, werden sie für allen Beteiligten zu einem Gewinn. Beide – Eltern und Kinder – freuen sich wieder aufeinander. Die gemeinsame Zeit ist nicht mehr selbstverständlich, sondern hat auch wieder einen besonderen Wert.

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EIN ARTIKEL VON
  • Brigitte Ettl

    Als gelernte Juristin habe ich mich nach Jahren im Journalismus, in der Privatwirtschaft und der Kirche (KAÖ-Forum Beziehung) als Ehe- und Familienberaterin, Psychotherapeutin, Mediatorin und Wirtschaftscoach selbstständig gemacht. Mit meinem Mann verbinden mich 28 Ehejahre und die gemeinsame Leitung einer Unternehmensberatung.


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