8. August 2019

Welches Instrument soll mein Kind lernen?

Welches Instrument soll mein Kind lernen? - meinefamilie.at

Musikmachen ist wichtig. Von der Rolle eines passiven Konsumenten werden Kinder damit zu aktiven Produzenten. Doch welches Instrument ist für mein Kind das richtige? Was passt zu ihm und seinen Eigenschaften?

Man kennt die Schauergeschichten. Das Kind hat den abstrakten Wunsch, ein Instrument zu lernen und endet dann mit einer Blockflöte in der Hand im Kinderzimmer. Von da an werden Elternohren malträtiert – zumindest bis das heißgeliebte Kind der Flöte einigermaßen vertraut klingende Tonfolgen entlocken kann.

Aber ob die Kratzgeräusche auf Cello oder Geige wirklich besser sind als die Fieptöne einer Blockflöte? Grauenvoll bleibt halt grauenvoll.

Das ist natürlich ein wenig übertrieben und unfair. Dennoch sollte man bei der Wahl des Instrumentes einiges berücksichtigen, um Frust auf Kinder- und Elternseite zu vermeiden.

Welche Eigenschaften hat mein Kind?

Eigentlich logisch, aber dennoch wichtig zu betonen: Das Instrument muss zum Kind passen.

  • Übt es gerne?
  • Hat es Ausdauer?
  • Welche Absichten hat es – sofern man diese in diesem Alter schon einschätzen kann?

Die Blockflöte als Einsteigerinstrument

Einer Blockflöte kann man, entgegen der landläufigen Meinung, mit relativ wenig Übung bald angenehm klingende Töne entlocken. Nicht umsonst ist dieses Instrument also der perfekte Einstieg in die Musikwelt, womöglich auch eine Möglichkeit zum Reinschnuppern und dann wieder Verlassen. Zudem ist die Blockflöte ein Melodieinstrument. Kinder müssen sich somit nicht mit dem Thema Akkorde beschäftigen. Die Auseinandersetzung damit kann komplex und zeitraubend sein.

Diesbezüglich ist natürlich das Klavier das „Königsinstrument“. Auf diesem kann man bekanntlich sowohl Melodien als auch Akkorde spielen, in den allermeisten Fällen gleichzeitig. Somit ist es vielleicht das kompletteste, aber auch eines der schwierigsten Instrumente. Zumindest dann, wenn man den Anspruch erhebt, es voll und ganz beherrschen zu wollen.

Was will mein Kind überhaupt?

Über allem sollte die Frage stehen: Was will mein Kind eigentlich mit dem Musikinstrument und was will es erreichen?

  • Soll das Instrument „nur“ ein netter Zeitvertreib sein?
  • Will das Kind später einmal in einem Schulorchester oder anderem Ensemble agieren?
  • Hat es gar, wenngleich auch kindliche, Pläne einer „Karriere“?
  • Wie „musikalisch“ ist das Kind überhaupt?

Instrument erlernen: Schule fürs Leben

Bei alldem muss man immer im Auge behalten, dass abseits von Instrumentenwahl, Talent oder sonstigen Aspekten das Erlernen eines Musikinstrumentes ein paar wichtige Lektionen mit auf dem Weg geben kann. Von nichts kommt nichts. beispielsweise. Oder: Wen man übt, dann kann sich das Endergebnis hören lassen. Fleiß zahl sich aus. Oder, bei einem Spiel im Ensemble: Zusammen und in der Gemeinschaft klingt alles schöner.



EIN ARTIKEL VON
  • Markus Stegmayr

    Als freier Journalist, Blogger und Hobby-Gastrosoph besteht mein Berufsalltag hauptsächlich aus lesen, schreiben, hören und essen. Mein Familienalltag bringt diesen Rahmen aber oft gehörig aus der Fassung. Genau darüber lohnt es sich aber wiederum zu schreiben!


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