6. Februar 2020

Hilfe, mein Kind hat Fieber!

Hilfe, mein Kind hat Fieber!

Es gibt nichts Schlimmeres für Eltern, wenn man neben der Arbeit, dem gängigen Alltagsstress und mangelnder Freizeit feststellen muss, dass der kleine Liebling zuhause fiebert.

Dabei ist Fieber eine sinnvolle Abwehrreaktion des Körpers, die das Immunsystem in seinem Kampf gegen Krankheitserreger unterstützt.  Denn bei hohen Körpertemperaturen können sich Viren und Bakterien nicht so gut vermehren. Fieber ist also ein wichtiger natürlicher Abwehrmechanismus des Körpers, dem nicht gleich durch fiebersenkende Maßnahmen entgegengewirkt werden muss. Wichtig ist es, dass das Kind Bettruhe einhält, viel Wasser trinkt und Mama es gut beobachtet und laufend die Temperatur kontrolliert. (Ein Fieberthermometer gehört in jede Hausapotheke.)

Doch ab wann hat ein Kind tatsächlich Fieber?

Ab 37,5° bis 38,4° Celsius spricht man von erhöhter Temperatur. Auch ohne wirklich krank zu sein, kann die Körpertemperatur durchaus erhöht sein, beispielsweise wenn das Kind sehr viel herumgetollt oder Sport betrieben hat.

Wenn Ihr Kind fiebert, können Sie dies meist schon an rein äußerlichen Merkmalen feststellen: Das Gesicht ist heiß und gerötet, die Haut ist kühl und blass, die Augen wirken müde. Manche Kinder sind auch quengelig, schläfrig oder verweigern die Nahrung.

Manchmal sind Kinder aber auch trotz des Fiebers „gut drauf“ und haben gute Laune. Ein solches Kind gibt sicher weniger Anlass zur Sorge, als wenn es insgesamt einen kranken Eindruck macht.

Wie wird am besten gemessen?

Gemessen wird am besten rektal, also im Popöchen. Ratsam sind schnell messende Modelle mit flexibler Spitze. Zum Messen erst die Spitze des Thermometers mit etwas neutraler Creme oder Vaseline einfetten. Babys können gut in „Wickelstellung“ gemessen werden: Beinchen mit einer Hand hochheben und das Thermometer mit der anderen vorsichtig in das Popöchen einführen.

Fiebersenkende Mittel?

Als Mutter von 2 Töchtern (3 & 1), habe ich schlaflose fiebrige Nächte schon des Öfteren mitgemacht. Doch wann gibt man wirklich fiebersenkende Mittel? Dies hängt vom Allgemeinzustand des Kindes ab. Ist man sich unsicher, sollte man am besten Rücksprache mit dem Kinderarzt halten oder notfalls den Ärztefunkdienst kontaktieren. Ein Besuch im Spital ist in den meisten Fällen nicht notwendig.

Buchtipp

Claudia Schauflinger hat ein tolles Buch veröffentlicht „Bäuchlein-Öl und Zwiebelsocken. Kindgerechte Hausmittel Schritt für Schritt“, welches ich wirklich oft in Gesundheitsfragen heranziehe. Altbewährte Hausmittel, wie temperierte Waschung, Pulswickel oder andere Methoden, die den Organismus unterstützen, sind oftmals eine gute Alternative zu Medikamenten.

Ebenso ein Herzenstipp für Eltern ist ein Besuch bei einem „Erste Hilfe Kurs für Kinder und Säuglinge“. Oft ist es die Reaktion und die mangelnde Erfahrung, die viel Stress verursacht. Ein Fieberkrampf zum Beispiel, welches gar nicht so selten bei Kleinkindern auftritt, kann im ersten Moment richtig beängstigend sein. Einige Stunden eines solchen Kurses können optimal aufklären und vorbereiten!



EIN ARTIKEL VON
  • Katharina Zauner

    Ich bin zweifache Mädchen-Mama, seit 2015 glücklich verheiratet und lebe seit meiner Geburt in Wien. Meine Wurzeln sind aus der wunderschönen Insel Taiwan in Südostasien, wodurch auch meine Kinder trilingual erzogen werden. Als diplomierte Touristikkauffrau und selbstständige Pädagogin bin ich überzeugt von alternativ-pädagogischen Ansätzen.


Jetzt kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

meinefamilie.at ✰