2. Dezember 2019

Es gibt kein schlechtes Wetter – es gibt nur falsche Kleidung


Diese Worte kamen bestimmt schon jedem einmal unter. Ich persönlich kann diesem Satz meist zustimmen.

Natürlich geht es wahrscheinlich sehr vielen von uns so, dass das Wetter uns an kalten, nassen oder trüben Tagen nicht so einladend zum Hinausgehen erscheint. Besonders jetzt im Herbst und Winter lockt das Wetter die Leute oft nicht an die frische Luft.

Trotzdem kann ich von meiner und von befreundeten Familien sagen, dass es auch an solchen Tagen extrem viel Spaß draußen in der Natur macht. Erwachsene müssen sich vielleicht einen kleinen Ruck geben, um sich regen- bzw. wetterfest anzuziehen und mit den Kleinen hinauszugehen.

Was könnte man bei schlechtem Wetter im Freien unternehmen?

„Lackenspringen“:

Kinder sind meistens sofort davon begeistert, wenn sie Gummistiefel, Regenhose und Regenjacke anziehen und durch Lacken laufen dürfen. Meine Kinder lieben es, bei jedem Wetter die Natur zu genießen.

Eines meiner Kinder mag Gummistiefel überhaupt nicht, doch wenn es heißt – wir gehen „Lacken springen“, läuft es sofort in die Garderobe um die Schuhe zu holen. Manche Kinder lieben Gummistiefel, aber mein Kind würde diese nie anziehen, wenn keine Lacken zu finden sind.

„Waldspaziergang“:

Trotz matschigen Boden, lässt sich das schlechte und kalte Wetter im Wald perfekt nützen, um unterschiedliche Erfahrungen zu sammeln.

Der rutschige und weiche Untergrund stärkt die motorischen Fähigkeiten und der Regenduft im Wald ist auch einzigartig. Auf vielen Blättern und Ästen sind Regentropfen zu finden. Leiten Sie Ihre Kinder zum Suchen und somit zum Staunen an.

„Wow, hast du die glänzenden Regentropfen auf dem Blatt gesehen? Findest du noch so ein schönes Blatt?“ …

Natürlich wird man nicht ganz sauber aus dem Wald nach Hause oder zum Auto kommen. Packen Sie eine Plastiktasche für das erdige Gewand und für die verschmutzten Schuhe ein und schlüpfen Sie nach dem Spaziergang ins saubere und trockene Reservegewand.

Die Gummistiefel können nach dem Spazierengehen abgewaschen werden und die Regenhose ist auch gut waschbar.

„Fotoshooting“:

Schnappen Sie sich regenfeste Kleidung und einen Fotoapparat. Natürlich nicht, wenn es schüttet und die Kamera Gefahr läuft, kaputt zu werden.

Sollte der Fotoapparat jedoch nicht gefährdet sein, können in dieser nassen, verregneten Stimmung tolle Fotos geschossen werden.

Wie hat sich die Natur im Regen verändert? Unvergessliche  Fotos können erzielt werden, wenn sich das Licht in Regentropfen spiegelt, wenn ein Spinnennetz glitzert, Lacken Spiegelbilder zeigen oder wenn ein Stein oder ein Blatt Kreise darin zieht.

Auch spannend ist das Fotografieren in Menschenmengen. Unglaublich ist es, wie viele unterschiedliche Regenschirme im Umlauf sind. Lassen Sie die Kinder die Unterschiede entdecken. (Es gibt einfarbige, gestreifte, gepunktete, durchsichtige Regenschirme, aber auch welche mit Tiermotiven usw…)

Diese unterschiedlichen Entdeckungen bieten extrem viele Sprechanlässe für die Familie und fördern somit die Sprachkenntnisse unserer Kinder. Weiters fordern diese zu qualitativ hochwertiger Familienzeit auf.

Klarerweise ist auch die beste Kleidung an Regentagen irgendwann durchnässt und wenn es dann noch kalt ist, muss man natürlich bald wieder ins Warme. Doch was kann schöner sein als nach einem tollen Erlebnis im Freien einen heißen Tee zu kochen und diesen gemeinsam zu genießen und nochmals über das Erlebte zu sprechen.

 



EIN ARTIKEL VON
  • Elisabeth Schwab

    Ich bin stolze Mutter von zwei Kindern und von Beruf ausgebildete Kindergarten- und Hortpädagogin. Zusätzlich absolvierte ich die Ausbildung zur Volksschullehrerin. Ich liebe diesen Beruf sehr.


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