27. Januar 2019

Tipps, damit das Taschengeld reicht

konsequenz in der erziehung- meinefamilie.at

Ab einem gewissen Alter – ab wann und wie viel ist oft strittig – bekommen Kinder Taschengeld. Doch man darf sie damit nicht alleine lassen, sondern sollte ihnen in diesem Kontext bereits den „richtigen“ Umgang mit Geld beibringen.

Wer kennt solche Situationen nicht? Die Tochter (oder natürlich der Sohn) kommt nach Hause und sagt, dass das Taschengeld nicht reicht. Weil sie sich vor wenigen Tagen etwas gekauft hat, das sie unbedingt haben musste und von dessen Kauf sie sich nicht abbringen ließ. Es gibt aber fünf Tipps, wie man solche Situationen „entschärft“ und ganz generell den Umgang mit dem eigenen Taschengeld optimiert.

Tipp #1: Den Zusammenhang zwischen Produkt und Geldwert erklären.

Ein Produkt hat immer einen Marktwert und einen Gebrauchswert. Nur weil es so uns so viel kostet muss es für mich nicht per se wertvoll und wichtig sein. Das Kind sollte sich also eine einfache Frage stellen: Brauche ich das wirklich und bin ich bereit diesen oder jenen Geldbetrag zu investieren, um es zu besitzen und dann in Gebrauch zu nehmen?

Tipp #2: Mit Kindern über sogenannte Trends reden.

Diese Trends werden vor allem in Schulen (und natürlich auch schon in Kindergärten) geboren. Dieses oder jenes Produkt (Musterbeispiel Fidget Spinner) muss jedes Kind unbedingt und sofort haben. Dieses unmittelbare Gefühl des Sofort-Besitzen-Müssens wird noch angefeuert von einer temporären Nicht-Verfügbarkeit des Produktes. In diesem Kontext kann man seinen Kindern versuchsweise die Mechanismen der Trends erklären. Noch besser aber vor Augen halten, dass bisher (fast) jedes Trend-Produkt früher oder später in der Ecke verstaubt ist.

Tipp #3: Dem forcierten Kaufrausch widerstehen lernen.

Wenn Kinder älter werden und sich nach der Schule alleine in der Stadt herumtreiben, intensiviert sich das Problem. Zumal dann, wenn sie sich gemeinsam mit Freundinnen und Freunden durch die Stadt bewegen. Überall lauern Versuchungen. Mit Kindern sollte man über die Tipps und Tricks reden, die zum Kauf „überreden“ sollen. Wo ist die Ware platziert, wo riecht es wie, wo läuft welche Musik zu welchem Zweck?

Tipp #4: Sparen lernen.

Was selbstverständlich klingt ist etwas, das Kinder lernen müssen. Sie sind den Impulsen und Effekt der Werbeindustrie relativ wehrlos ausgesetzt (siehe Tipp 3) und greifen somit oft zu schnell zu. Umso wichtiger ist es für sie, widerstehen zu lernen. Das alles im Bewusstsein, dass das damit einhergeht, dass man sich zu einem späteren Zeitpunkt das leisten kann, was man wirklich braucht (siehe Tipp 1).

Tipp #5: Kinder zeigen, dass Konsum allein nicht glücklich macht.

Und dass es viel mehr schöne Dinge im Leben gibt. Ja, auch ein Gemeinplatz und etwas, das selbstverständlich sein sollte. Aber in Zeiten der Konsumgesellschaft gar nicht so einfach. Das gelingt womöglich mit einem Ausflug auf einen Christkindlmarkt, bei dem gar nichts gekauft, sondern einfach nur die Atmosphäre genossen wird.

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EIN ARTIKEL VON
  • Markus Stegmayr

    Als freier Journalist, Blogger und Hobby-Gastrosoph besteht mein Berufsalltag hauptsächlich aus lesen, schreiben, hören und essen. Mein Familienalltag bringt diesen Rahmen aber oft gehörig aus der Fassung. Genau darüber lohnt es sich aber wiederum zu schreiben!


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