28. November 2014

Adventskalender basteln mit der Familie


Adventskalender basteln: eine Idee unserer Bloggerin Maria Lang für einen selbstgemachten Adventskalender. Plus Leseprobe aus ihrem Buch.

Ein selbst gebastelter Adventskalender, der Schokolade und Süßigkeiten nur an Sonntagen und am Nikolotag enthält, und den meine Kinder trotzdem heiß lieben! Ja, das ist möglich – hier die Anleitung, eine Leseprobe aus „Kinder, Kirche, Kuchenkrümel“.

1. Dezember, 19:35 Uhr

Heute ist der erste Dezember, das „magische“, lang ersehnte Datum des Adventbeginns. Die Kinder warten schon ganz aufgeregt darauf, ihren Adventkalender öffnen zu dürfen. Seit Bennis Geburt haben wir einen selbstgebastelten Kalender. Es ist ein aus Holz ausgeschnittener Tannenbaum mit 24 Holzstiften, auf die man jeden Tag ein Stück Christbaumschmuck aus einer der 24 beklebten Papierrollen aufhängen darf, die sich in einer Schatzkiste befinden. So wird der Baum von Tag zu Tag bunter, bis er zu Weihnachten in vollem Glanz erstrahlt. Mir gefällt diese Variante wesentlich besser als die üblichen Schoko- oder Bildchen-Kalender. Denn so haben wir im Wohnzimmer gleichzeitig eine nette Advent- und Weihnachtsdekoration.

Adventskalender basteln mit unzerbrechlichem Schmuck

Als die Buben noch kleiner waren, haben sie stundenlang damit gespielt und den Schmuck immer wieder neu umgehängt. Wohlweislich verwende ich zu diesem Zweck nur unzerbrechliche Plastikkugeln und anderen unzerstörbaren Schmuck wie Metallglöckchen und Filzsterne, damit niemand Schaden leidet. An den Sonn- und Feiertagen gibt es auch eine süße Überraschung, worüber sie sich dann besonders freuen. Vor ein paar Jahren gab’s zusätzlich für jeden Tag einen kleinen Zettel mit einer Weihnachtsgeschichte, ein andermal einen Teil einer 24-teiligen Schatzkarte, die man wie ein Puzzle zusammensetzen musste,…

Jedes Jahr lassen Georg und ich uns etwas anderes dafür einfallen. Da mir heuer die Energie für speziell ausgeklügelte Spielereien fehlt und Fritz zusätzlich einen Abenteuer-Kalender von seiner Patin bekommen hat, gibt es diesmal die einfache, ursprüngliche Variante.

Am Morgen ist unsere Zeit sehr begrenzt und so haben wir beschlossen, das tägliche Adventkalender-Ritual auf den Nachmittag zu verlegen, wenn die Kinder aus der Schule zurück sind und wir gegessen haben. Heute müssen sie noch etwas länger darauf warten, bis Papa nach Hause kommt, da wir das Ritual alle gemeinsam beginnen wollen. Sie sind sehr geduldig und durch den Besuch von Claudia, die wunderbar mit ihnen spielt, abgelenkt. Als Georg am Abend endlich da ist, helfen sie ihm, die Bohrmaschine, die gefüllte Schatzkiste und den Baum aus dem Keller ins Wohnzimmer zu tragen, wo er an der Wand befestigt wird. Die Kiste hat Georg vor vielen Jahren als Schatzkarten-Kalender für meine kleinen Brüder selber gebastelt, doch nun verwenden wir sie schon seit einigen Jahren für unsere eigenen Kinder. Das Besondere an der Kiste ist der doppelte Boden, unter dem sich jedes Jahr besondere Leckereien für den 24. Dezember befinden. Ein altes Vorhängeschloss gibt der Kiste den letzten Schliff und verhindert gleichzeitig, dass Sara gleich alles auf einmal ausräumt.

Einfache Rituale begeistern die Kinder

Benni darf heute die mit Krepppapier verzierte Klopapierrolle mit der Nr. 1 öffnen. Er zieht einen weißen Filzstern heraus und hängt ihn strahlend auf den Baum. Wie schön, dass unseren Kindern dieses einfache Ritual immer noch so gut gefällt! Sara, die heuer den Baum zum ersten Mal so richtig wahrnimmt, ist auch begeistert.

Während ich sie zu Bett bringe, löst Georg mit den Buben das erste Rätsel von Fritzis Abenteuer-Detektiv-Kalender. Sie sind ganz eifrig bei der Sache und Fritz bemüht sich sehr, alle Texte laut und verständlich vorzulesen. Ich freue mich über diesen positiven Nebeneffekt, denn Lesen macht ihm sonst noch keinen besonders großen Spaß. Ich mache ihm da nach dem Prinzip unserer Schule auch keinen Druck, doch natürlich wünsche ich mir, dass er irgendwann von selbst Freude daran findet! Ich war als Kind eine richtige Leseratte und hab die Bücher der Reihe nach nur so verschlungen…

Etwas später als sonst gehen die beiden schließlich zu Bett und Georg und ich widmen uns dem geplanten Abendprogramm: Weihnachtskarten schreiben. Einen Teil hab ich schon allein erledigt, doch heute soll der Rest drankommen. Auch wenn uns die Sache an sich nicht gerade begeistert, ist es gut, dieses Thema abhaken zu können. So ersparen wir uns unnötige Hektik vor dem großen Fest und können uns ganz auf unsere Familie konzentrieren.

Kinder, Kirche, Kuchenkrümel

Mit Gott durch meinen Mama-Alltag
Maria Lang
Neukirchener Verlagsgesellschaft mbH, 2012
267 Seiten
Fester Einband, 32 Seiten
ISBN: 978-3-7615-5953-2

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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