25. November 2019

Sockenadventkalender – Gebt einzelnen Socken eine Chance!

Sockenadventkalender

Bei uns in der Familie gibt es schon seit meiner Kindheit einen ganz besonderen Adventkalender – den Sockenadventkalender. Das ist kein gekaufter Kalender in Sockenform, sondern ein selbst zusammengestellter aus verwaisten Socken.

Ich erinnere mich noch gut an die Frage meiner Freundin: „Wieso hat deine Mama die Wäsche im Esszimmer am Fenster aufgehängt und wieso habt ihr so viele Socken?“

Wenn Lieblingssocken an ihr Lebensende gekommen sind oder der zweite von der Waschmaschine verschluckt wurde, kann das so manch Kinderträne bedeuten. Bei uns war hier immer die Rettung, dass dem verbliebenen Socken ein neues Leben als Socke im Adventkalender geschenkt werden kann.

Ich denke bei „Sockenadventkalender“ nicht an 24 schwarz-graue Herrensocken. Dass dies kein festlicher Anblick wäre, ist klar. Aber gerade mit kleinen, bunten Kindersocken sieht er wirklich schön aus.

Das Besondere am Sockenadventkalender

Der Sockenadventkalender ist bei uns aber nicht nur eine Upcycling-Idee. Das Besondere ist, dass er für die ganze Familie da ist. Jeden Tag ist ein anderes Familienmitglied an der Reihe. Angefangen wird mit dem jüngsten, reihum bis zum ältesten. Dann geht es wieder von vorne los.

Je nach Anzahl der Familienmitglieder kommt man so eben nur vier, fünf oder sechs Mal bis Weihnachten an die Reihe – dafür ist es etwas Besonderes wenn man dran ist, und man freut sich an diesen Tagen umso mehr.

Früher hat unsere Mama den Kalender für alle gefüllt. Später haben wir dies aber modifiziert: jeder füllt eine gewisse Anzahl an Socken, gerecht verteilt, so dass jeder für jeden einmal Socken füllt. So bekommt das Ganze etwas „Wichtel-Charakter“ – jedes Familienmitglied bekommt von den anderen in der Weihnachtszeit eine kleine Überraschung.

Auch die Kleinsten können schon Socken übernehmen. Diese können ja auch mit Zeichnungen und kleinen Basteleien gefüllt werden.

Die Vorfreude auf Weihnachten steigt

Bei uns gibt es nicht einmal eine Beschriftung der Socken. Tag für Tag wird eine Socke abgenommen. So wie es immer weniger Socken werden, sieht man auch, dass Weihnachten immer näher rückt. Zudem muss immer brav mitgedacht oder mitgerechnet werden, wer an der Reihe ist. Das kann natürlich auch anders gehandhabt werden: beschriftete Wäschekluppen, eine gekaufte vorbeschriftete Leine, jeder ist immer bei seinen eigenen Socken an der Reihe, die Socken werden bestickt usw.

Bisher war dies bei uns aber nie nötig. Jeder freut sich auf seine Tage und auch wenn seine Überraschungen an der Reihe sind und geöffnet werden.

Viel Spaß beim Sockensammeln und eine schöne Adventzeit!

P.S. Bei uns haben sich heimlich auch ein paar Lieblingshandschuhe, deren zweiter verschollen ist, daruntergemischt. Auch die machen ihren Job gut.



EIN ARTIKEL VON
  • Petra Schmied

    Nach meinem Lehramtstudium in Biologie- in Geographie habe ich bis zu meiner Karenz als Hortpädagogin an einem der wunderschönsten Ort in Salzburg gearbeitet. Es gibt nichts Schöneres als mit Kindern zu basteln, zu spielen und die Welt zu erkunden. Zudem bin ich als Sexualpädagogin tätig – einem Thema, das mich schon seit meiner Schulzeit begleitet. Mein Ehemann ist ein Jugendfreund von mir, mit dem ich die Leidenschaft des Handballsportes teile und gemeinsam als Jugendtrainer aktiv bin. Unsere kleine Tochter soll erst der Anfang unseres Familienglückes sein.


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