3. Dezember 2019

Auch Kinder brauchen Ruhephasen – Tipps & Ideen

Auch Kinder brauchen Ruhephasen – Tipps & Ideen

Entspann dich mal! Ist oft leichter gesagt als getan. Hier gibt’s ein paar Methoden, die dabei helfen können, dass Kinder leichter zur Ruhe kommen.

Sich einfach austoben

Ist für viele Kinder die leichteste Form sich zu entspannen. Bewegung jeglicher Art hilft dabei Stress abzubauen. Besonders förderlich ist es dann, wenn die Bewegung an der frischen Luft – im Wald, im Park, im Garten… – möglich ist. Wenn wir Erwachsenen dabei mitmachen, macht es doppelt so viel Spaß. Gleichzeitig tun wir uns auch selber was Gutes.

Yoga mit Kindern

Im Erwachsenenalter ist Yoga schon lange eine bewährte Entspannungstechnik. Viele Übungen sind auch für Kinder geeignet und einige kann man ganz leicht abändern, sodass sie auch für Kinder machbar sind. Ab ca. drei bis vier Jahren können Kinder leicht mit Yoga beginnen. Anschließend kann der Schwierigkeitsgrad und die Dauer der Übungseinheiten je nach Alter gesteigert werden. Yogaübungen sind bereits im Kindesalter gesundheitsfördernd.

Das Immunsystem und die Funktion der Muskeln, Organe und Drüsen wird gestärkt. Weiters werden die Beweglichkeit, das Gleichgewichts- und Koordinationsgefühl geschult. Und ganz nebenbei werden die Kreativität, Konzentrationsfähigkeit, Ausgeglichenheit, gesunde Körperhaltung und das Körper- und Selbstbewusstsein spielerisch gestärkt. Kinder-Yogakurse werden in ganz Österreich angeboten.

Massagen

Das Kind muss die Berührungen zulassen können. Dabei gilt folgendes zu beachten: Manche lieben leichte, sanfte Berührungen, andere brauchen festere Berührungen, dass sie sich entspannen können – wir Erwachsenen müssen beobachten und nachfragen, wie es für die Kinder am angenehmsten ist.

Massagen können mit oder ohne Material (Massagebälle, Pinsel, Bürsten, Schwämme,…), alleine oder als Partnerübung durchgeführt werden.

Viele Kinder lieben auch Massage-, Fantasie-oder Rückengeschichten. Dabei wird eine Geschichte erzählt und gleichzeitig die passenden Berührungen gemacht. Im Internet findet man zahlreiche Beispiele dafür.

Atemübungen

Bei Stress und Anspannung verfallen wir in eine oberflächliche Atmung. Mit gezielten Atemübungen lernen Kinder wieder tief in den Bauch zu atmen und sich dadurch zu beruhigen.

Sauerstoff strömt dabei in jedes Körperteil und versorgt den Körper mit neuer Energie.

Wichtig ist es auch darauf zu achten, wieder richtig auszuatmen, dass verbrauchter Sauerstoff nicht in der Lunge bleibt. Richtige Atemübungen sind erst mit  ca. 7 oder 8 Jahren möglich. Spielerische Übungen eignen sich schon früher.

Beim Pustespiel füllt man eine Schüssel mit Seifenlauge. Die Kinder bekommen einen Strohhalm. Sie atmen tief ein und blasen anschließend fest in Strohhalm. Dabei entstehen jede Menge Seifenblasen.

Mandalas Malen

Mandalas sind runde Kreisbilder mit einer immer wiederkehrenden inneren geordneten Struktur. Manche Kinder malen und konzentrieren sich dabei nahezu meditativ. Sie finden ihre innere Ruhe und Ordnung durch einhalten einer klaren Struktur. Es gibt verschiedene Schwierigkeitsstufen daher ist diese Methode für alle Kinder geeignet, die gerne malen.

Auch freies Malen oder freie Legearbeiten zur (klassischen) Musik, bieten sich zur Entspannung an.

Kinder können zur Musik mit verschiedenen Farben (Buntstiften, Wasserfarben, Fingerfarben, Wachskreiden,…) malen, was ihnen gefällt. Wichtig ist: Das entstandene gemalte oder gelegte Bild wird nicht bewertet.

Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren und gemeinsamen Entspannen.

 

 

 



EIN ARTIKEL VON
  • Bettina Fauler

    Ich lebe mit meinem Partner und unserem Sohn in Tirol. Hauptberuflich bin ich Mama, auch wenn ich Teilzeit als Sonderkindergartenpädagogin, Elternbildnerin und Trainerin arbeite. Ich erlebe einen abwechslungsreichen (Erziehungs-)Alltag, den ich gerne mit anderen teile.


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