25. Juni 2021

„ Hilfe – ich brauche Urlaub vom Urlaub!“

„ Hilfe - ich brauche Urlaub vom Urlaub!“

4 Tipps für einen garantiert gelungenen Familienurlaub!

Wer kennt das nicht – die Vorfreude auf den wohlverdienten Familienurlaub ist riesengroß. Man denkt dabei an eine entspannte Familienzeit, Sonnenschein, glückliche und sich selbst beschäftigende Kinder, einen reich gedeckten Frühstückstisch, eine tolle Zeit mit dem Partner, und obendrein noch schwimmen, ausspannen und Zeit für ein gutes Buch zu haben. So lässt es sich leicht in Vorfreude schwelgen.

Leider sieht es in der Praxis manchmal anders aus.

Unruhige und grantige Kinder beschweren sich über die lange Autofahrt, meine Bedürfnisse sind ganz anders als die Bedürfnisse meines Partners und aus der tollen Paarzeit gibt es Streit, das Urlaubsbudget wurde falsch kalkuliert und/oder statt der erhofften Sonne hat sich nun Regen angemeldet. Und aus der Urlaubsidylle wird ein Urlaubsdesaster und alles, was man sich nach dem Urlaub wünscht, ist – Urlaub vom Urlaub!

Wie kann ein Urlaubsflop vorgebeugt werden?

1.) Gute Planung im Vorhinein:

Welche Bedürfnisse und Interessen haben die Eltern? Gab es in meiner eigenen Kindheit „Urlaubstraditionen“? Wenn ja, wie habe ich sie erlebt? Was möchte ich davon mitnehmen? Was lieber lassen? Wie viel Geld haben wir zur Verfügung? Wie viel Zeit können wir uns dafür nehmen? Was bietet der Urlaubsort für unsere Kinder? Wie sieht unsere Packliste aus? Wer übernimmt welche Aufgaben? Wer organisiert das Packen? Für mehrere Personen einpacken kann ganz schön anstrengend sein. Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, dass Oma und Opa oder jemand anderes zu Hilfe kommt.

Wichtig ist, sich diese Fragen mit seinem Partner gemeinsam zu stellen und dabei um einen gemeinsamen Nenner zu ringen. Oft hilft es zu verstehen, wenn man die Hintergründe für manche Wünsche und Bedürfnisse kennt.

2.) Ein gutes Miteinander finden:

Um nicht frustriert und erschöpft aus dem Urlaub zurückzukommen, gibt es nur eine Möglichkeit und das ist, sich selbst auch ein Stück Urlaub zu „schaffen“. Das heißt, es gibt nicht Mama und Papa, die alles dafür tun, um ihren Kindern das perfekte Programm zu bieten und dabei komplett auf sich selbst vergessen, sondern jedes Familienmitglied darf und soll etwas zum Gelingen des Urlaubes beitragen. So kann beispielsweise das Selbstversorgerfrühstück von einem Erwachsenen mit Kind vorbereitet werden und die anderen Familienmitglieder können noch ein bisschen länger schlafen. Am nächsten Tag wird gewechselt.

Je nach Alter der Kinder ist es gut, auch im Urlaub eine gewisse Tagesstruktur zu finden.

3.) Welche finanziellen Mittel haben wir:

Für Familien kann es zu einer finanziellen Herausforderung werden, zu verreisen. Egal ob man am Meer, in den Bergen, am See oder Urlaub am Bauernhof macht, gibt es Möglichkeiten, günstig oder teurer zu wohnen. Um wirkliche Entspannung im Urlaub zu haben, sollte vorher das Urlaubsbudget geklärt sein. Vielleicht gibt es auch mal finanzielle Engpässe, sodass man meint, besser gar nicht in den Urlaub zu fahren. Trotzdem sehnt man sich nach ein paar Tagen Tapetenwechsel und manches aus einer anderen Perspektive zu sehen.

Dann ist es an der Zeit, kreativ zu werden. Möglicherweise kann im Alltagsbudget manches eingespart und für den Urlaub verwendet werden, es gibt Freunde/Verwandte, die als Unterkunftsgeber in Frage kommen, oder es gibt ein Haus, das über den Sommer leer steht und einen Haushüter braucht. Dabei kann auch der liebe Gott um Hilfe gebeten werden. Er könnte so manch gute Idee haben, wohin die Reise gehen könnte und wie es trotz knappen Budgets gelingen kann.

4.) Zeit für sich und die Beziehung einplanen:

Mit kleinen Kindern ist man (auch im Urlaub) den ganzen Tag beschäftigt. Dennoch ist es wichtig, sich Erholungszeiten für sich selbst und die Partnerschaft einzuplanen. Wenn es die Umstände nicht anders erlauben, lohnt es sich, dafür z.B. um 5:30 Uhr aufzustehen, eine Runde Walken zu gehen, einen Kaffee in Ruhe zu genießen oder die langersehnte ausgiebige Gebetszeit zu machen. Für die Spätaufsteher lässt sich das auch am späten Abend umsetzen. Und für eine gute Paarzeit darf der Wein auch mal vom Balkon oder der Terrasse genossen werden.

So wie in vielen Bereichen sind ein wenig Kreativität und Flexibilität gefragt. Und dem Urlaub steht mit ein wenig Planung, einer Portion Humor und Gottvertrauen nichts mehr im Wege. 



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