13. Februar 2020

Hausarbeit als Trainingseinheit umfunktionieren!?

hausarbeit als trainingseinheit umfunktionieren!?

„Gegen alles ist ein Kraut gewachsen“, besagt eine Redewendung. „Für fast alles wurde auch bereits ein Buch geschrieben!“, sage ich. Immer auf der Suche nach empfehlenswerter Literatur, hab ich mich virtuell durch die Bücherlandschaft geklickt und wurde fündig. Der knallrote Titel des oben genannten Buches springt einen sofort an. Daneben ein Bild von einem Mann, der Staub saugt. Traumhaft!

Fitness im Alltag – So ganz nebenbei

Dieses Buch verspricht, nicht nur ein theoretisches Anleitungsbuch für ein bisschen Gymnastik zu sein, sondern einen neuen Lebensstil zu kreieren. Das Training beinhaltet nur Übungen, die sich einfach in den Alltag einbauen lassen und dennoch Kraft, Ausdauer und Koordination fördern: Vom Badputz übers E-Mail-Schreiben bis hin zum Zähneputzen – das Training findet nebenbei statt.

Zwei Fliegen auf einen Schlag

Geschrieben wurde dieses innovative Trainingsbuch von zwei Männern: Stefan Rehberger, Autor und Papa von zwei Kleinkindern, der in dieser intensiven Lebensphase nur noch wenig Zeit zum Sporteln findet und Balz Wydler, ehemaliger Schauspieler und nun Fitness-Trainer mit vielen brauchbaren Ideen, nach dem Motto: Zwei Fliegen auf einen Schlag.

Hausarbeit muss sowieso gemacht werden. Also, warum nicht gleich als Trainingseinheit umfunktionieren? Anwendbar sind diese Ideen natürlich genauso für Frauen. Hausarbeit als vielseitiges Fitnesstraining ist ein inspirierender Ansatz!

Anschauliche Illustrationen als Motivation

Zusätzlich zu den genauen Anleitungen und kleinen Alltagsgeschichten zwischendrin dienen bunte und schwarz/weiße Zeichnungen dem besseren Verständnis. Außerdem wirken die Bilder motivierend. Die beiden Männer lassen ja wirklich fast nichts aus! Es ist faszinierend, wie viele „normale“ Tätigkeiten man in wirkungsvolle Trainingseinheiten umwandeln kann!

Keine Kosten – Große Wirkung

Ein weiterer Faktor, der für diese Art des Trainings spricht: Es kostet nichts!

Man braucht weder spezielle Ausrüstung, noch teure Stunden im Fitnessstudio, sondern nur dieses Buch und die Bereitschaft, die Übungen im Alltag umzusetzen. Trainingsgeräte sind grundsätzlich alle möglichen Haushaltsgeräte wie Staubsauger, Wischmop, Tücher etc.

Toben mit Kindern – Doppelter Spaß

Ein spezielles Kapitel baut kleine Kinder als „Trainingsgeräte“ ein. Das ist nun vielleicht wirklich eher was für Papas und Onkels. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, meinen Jüngsten, mittlerweile ca. 25 kg schweren Achtjährigen durch die Luft zu wirbeln. Am ehesten klappt da die Übung „Koalabär“, wo man mit dem Kind auf dem Rücken in die Hocke geht. Andere Übungen lassen sich auch gemeinsam mit Kindern machen. Damit ist auf jeden Fall doppelter Spaß vorprogrammiert.

Hasta la vista, Schweinehund!

Nun, neugierig geworden? Das Buch bietet wesentlich mehr als nur ein bisschen Bewegung nebenbei. Es kann den gesamten Alltag total umkrempeln. Allerdings muss man zuerst mal den inneren Schweinehund überwinden, das Buch lesen, sich die Übungen zu Gemüte führen. Nicht jeder hat das Glück, Balz als persönlichen Trainer zur Seite zu haben! Aber jeder kann es ihm und Stefan gleichtun!

Von A-Z

Die Übungen sind nach dem Alphabet geordnet, aber man kann sie sich natürlich beliebig aussuchen. Wichtig ist, sie einfach zu machen und im Alltag zu integrieren.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und bekanntlich braucht es ein paar Wochen, bis sich neue Gewohnheiten festigen. Hat man diese Anfangszeit mal überstanden, geht es wesentlich leichter. Manche Übungen macht man automatisch nebenbei, wie das Zähneputzen auf einem Bein. Diese Übung würde ich z.B. gleich ganz am Anfang machen. Sie ist nicht kompliziert und funktioniert sogar mit geschlossenen Augen!

Trainingspläne für Faule und Fleißige

Für all diejenigen, die nun hop-mop-motiviert sind, gibt es hinten im Buch einige Trainingspläne.

„Zum Glück können sogar Putz- und Kochverweigerer Hopmop machen, denn gewisse Grundbedürfnisse hat jeder Mensch.“, so der Autor.

Man kann also das Training total auf die eigenen Wünsche und Bedürfnisse abstimmen. Manchmal geht es einfach nur darum, Dinge, die man sowieso tut, bewusster und achtsamer zu machen. In welchem Ausmaß auch immer, Hopmop im Alltag ist auf jeden Fall ein Gewinn!

Hop Mop – Topfit ohne Sport von Stefan Rehberger und Balz Wydler

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang
    Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Niederösterreich im Erlauftal. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nach fünf Jahren Homeschooling sind nun alle vier Kinder in öffentlichen Schulen und ich bin Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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