13. Juni 2019

Wie wähle ich den richtigen Taufpaten für mein Kind?


Nicht viele kommen in den Genuss seine eigene Taufpatin oder seinen eigenen Taufpaten bestimmen zu dürfen. Deshalb ist es Aufgabe vieler Eltern, eine geeignete Patentante oder Patenonkel für ihr Kind zu finden – eine Entscheidung, die sich manchmal als etwas schwierig herausstellen kann.

Es heißt, jemanden auszuwählen, der nicht nur als Zeuge der Taufe meines Kindes, sondern auch als Elternvertreter und Vertrauensperson dienen soll. Aber wer ist hierfür nun der Richtige?

Zeuge, Vorbild und Begleiter

Die Voraussetzungen der Katholischen Kirche sind relativ simpel gehalten: Die Patentante oder der Patenonkel sollte Mitglied der katholischen Kirche sein, und die Sakramente der Taufe und Firmung bereits empfangen haben. Der Taufpate verpflichtet sich mit der Ernennung des Amtes, die Eltern bei der christlichen Erziehung des Kindes zu unterstützen und den Täufling durch sein Leben zu begleiten.

Freund oder Familienmitglied?

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In vielen Kreisen ist es an sich üblich, den Onkel oder die Tante des Täuflings als Paten bzw. Patin zu wählen. Es ist allerdings nicht zwingend notwendig, ein Familienmitglied mit dieser Verpflichtung zu betrauen. Wichtig ist, dass die Eltern genug Vertrauen zu der ausgewählten Person finden – denn der Pate soll eine innige Beziehung zum Kind aufbauen. Geschwister oder Verwandte bringen eventuell den Vorteil mit sich, dass man sie regelmäßig sieht, und sie somit einfacher am Leben des Täuflings teilnehmen können.

Aber nicht jeder hat eine besondere Beziehung zu seinen Familienmitgliedern, oder überhaupt einen Bruder oder eine Schwester. Eine enge Freundin oder der beste Freund der Eltern kann ebenso die anspruchsvolle Rolle des Taufzeugen übernehmen. Was aber, wenn sich Geschwister oder Verwandte nach der Wahl eines Freundes womöglich beleidigt fühlen? Wichtig ist, dass sich beide Elternteile im Klaren darüber sind, welche Ansprüche Sie an die Patin oder den Paten ihres Kindes stellen – und ob diese Person auch den Erwartungen der Eltern so gut wie möglich erfüllen kann. Und genau diese Gründe zur Entscheidungsfindung sollen auch Familienmitgliedern und anderen potentiellen Kandidaten vermittelt werden.

Spielt Geld denn wirklich eine Rolle?

Wir leben in einer materialistischen Welt, und Geld spielt im Leben vieler eine große Rolle – selbst wenn es um den Eintritt in die katholische Kirche geht. Deshalb tendieren einige  Eltern dazu, einen wohlhabenden Taufpaten zu wählen. Viele Geschenke von der Patentante oder vom Patenonkel sind natürlich etwas Feines. Aber helfen teures Spielzeug oder Designerkleidung wirklich bei der christlichen Erziehung des Kindes? Ist es wichtiger, den Täufling finanziell zu unterstützen oder zu ihm eine innige Bindung aufzubauen? Wesentlich ist, dass Pate und Täufling auch nach der Taufe Kontakt zu einander auf Dauer pflegen – egal, ob dieser mit oder ohne Geschenken abläuft.

Beziehung zum eigenen Paten

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Bei der finalen Wahl kann dabei durchaus helfen, an das Verhältnis zum eigenen Taufpaten zu denken: War er immer für mich da? Sind wir noch immer in Kontakt? Haben wir oft eine schöne Zeit miteinander verbracht? Hat er mich in meinem Glauben unterstützt?

Wenn man sich genau vor Augen führt, was in der eigenen Beziehung zur Patentante oder zum Patenonkel besser oder schlechter hätte laufen können, kann man sich eine ungefähre Vorstellung vom idealen Taufpaten für das eigene Kind machen.

Trotz aller Pros und Kontras: Den perfekten Taufpaten gibt nicht. Man kann nur hoffen, den bestmöglichen Elternvertreter und christlichen Wegbegleiter für sein Kind zu finden, und ihm auch zu danken, da dieser Mensch ein wichtiger Teil im Leben des Kindes sein wird.


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