21. April 2015

Heuschnupfen: Tipps für die Pollensaison


Frühlingszeit ist Pollenzeit. Heuschnupfen ist die häufigste Allergie in Österreich. Wir haben Tipps und Hilfe für alle, die eine Pollenallergie haben.

Was tun bei Heuschnupfen?

Nicht alle Menschen können den Frühling unbeschwert genießen, denn zu keiner anderen Jahreszeit finden sich so viele Pollen in der Luft. Heuschnupfen ist die häufigste Allergie in Österreich, für viele bedeutet das jetzt tränende Augen, verstopfte Nase und ständiges Niesen.

Was ist eigentlich eine Allergie?

Eine allergische Reaktion kann man sich wie eine Fehlschaltung im Immunsystem vorstellen: Der Körper bekämpft eigentlich völlig harmlose Stoffe so, als ob es sich dabei um Viren oder andere Krankheitserreger handeln würde. Kommt es zum Kontakt mit dem Allergen – also dem Stoff, gegen den man allergisch ist – setzt das Immunsystem eine Reihe komplizierter Prozesse in Gang, um den Körper zu schützen. Das Resultat dieser Abwehrprozesse sind die meist unangenehmen allergischen Symptome.

Frühlingszeit ist Pollenzeit

Pollen gelangen während der Blütezeit von Gräsern, Bäumen und Kräutern in großer Menge in die Luft. Ist man dagegen allergisch, bewirken diese winzigen Teilchen an den Schleimhäuten der Atemwege, der Nase und den Augen eine überschießende Reaktion; es kommt zu den typischen Symptomen des Heuschnupfens: tränende und juckende Augen, Niesattacken, rinnende oder verstopfte Nase sowie Juckreiz an den Schleimhäuten.

Die Beschwerden sind stark abhängig von der Jahreszeit: Im Frühjahr sind es vor allem die Pollen von Bäumen wie Birke, Erle oder Hasel, die allergische Symptome hervorrufen, während im Sommer eher Gräser- und Getreidepollen (z.B. Roggen) und im Herbst Kräuterpollen (z.B. Beifuß, Ragweed) unterwegs sind.

Unumgänglich bei Heuschnupfen: der Besuch beim Facharzt

Wer vermutet, an einer Allergie zu leiden, sollte in jedem Fall einen darauf spezialisierten Arzt (Allergologe) aufsuchen. Es ist wichtig zu wissen, ob es sich tatsächlich um Heuschnupfen handelt bzw. wogegen man allergisch ist. Nur so ist es möglich, den jeweiligen Auslöser gezielt zu meiden oder eine entsprechende Therapie zu beginnen. Die Austestung wird mit einem speziellen Haut- sowie einem Bluttest durchgeführt.

Was kann ich bei Heuschnupfen im Alltag tun?

Ganz vermeiden kann man den Kontakt mit Pollen während der Blütezeit leider nicht. Neben der medikamentösen Behandlung der Symptome gibt es aber einige Tricks, die das Leben erleichtern können.

  • Informieren Sie sich regelmäßig auf der Seite des Österreichischen Pollenwarndienstes über die aktuelle Pollenbelastung. Dort können Sie sich zu diesem Zweck auch eine kostenlose App herunterladen.
  • In ländlichen Gebieten ist die Pollenbelastung in der Früh am höchsten, in Städten werden die Spitzenwerte zur Mittagszeit bzw. am Nachmittag verzeichnet. Generell gilt: An sonnigen, windreichen Tagen sowie vor einsetzendem Regen ist die Pollenbelastung besonders hoch. Versuchen Sie so gut wie möglich, die Aufenthalte im Freien daran anzupassen.
  • Das gilt auch für Sport im Freien: Ein Gräserpollenallergiker kann sehr wohl im Wald laufen gehen, denn das Laub hat einen gewissen Filtereffekt. Für Baumpollenallergiker ist dies jedoch keine gute Idee.
  • Lüften Sie nur zu den belastungsarmen Tageszeiten. Falls es Ihre Wohnung zulässt, lüften Sie das Schlafzimmer während der Blütezeit nicht direkt, sondern lassen Sie Frischluft nur über die anderen Räume herein. So können Sie bis zu einem gewissen Grad vermeiden, dass sich Pollen an der Bettwäsche festsetzen, die Sie dann nachts einatmen.
  • Hängen Sie frisch gewaschene Wäsche nicht im Freien zum Trocknen auf. Umgekehrt sollten Sie die getragene Wäsche abends nicht im Schlafzimmer aufbewahren.
  • Auch tägliches Haarewaschen und regelmäßiges Wechseln der Kleidung helfen, Pollen von den Wohnräumen fernzuhalten.
  • Bei starken Beschwerden hilft es, das Gesicht zwischendurch immer wieder mit kaltem Wasser zu waschen. Juckreiz und Schwellungen können so etwas gelindert und Pollen von der Haut gespült werden.
  • Auch einen Urlaub sollten Sie entsprechend Ihrer Allergie planen. Für Pollenallergiker sind Reiseziele am Meer oder in den Bergen besonders geeignet.

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  • Netdoktor

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