4. Dezember 2014

Mama muss gesund bleiben


Schnupfen, Husten, Erkältungen. In einer Familie erwischts fast immer jemanden. Wir haben ein paar Ratschläge mit denen sie Gesund bleiben.

Schnupfen macht auch vor Müttern nicht Halt

Es ist irgendwie verflixt. Da kann man noch so gut auf die eigene Gesundheit achten, das Immunsystem mit Vitaminsäften stärken, sich ausgewogen ernähren, genug Bewegung an der frischen Luft machen und ausreichend schlafen – und doch schlagen sie in der kalten Jahreszeit immer wieder hinterhältig zu, die Bakterien und Viren.

Noch vor zwei Tagen sprühte ich vor Tatendrang, heute hänge ich mit schwerem Kopf und laufender Schnupfennase herum und sprühe mir Salzwasserspray in das beleidigte Organ. „Was hab ich bloß falsch gemacht?“, frage ich mich ärgerlich. „Das muss ja nun wirklich nicht sein. Wenn die Kinder zu leicht bekleidet das Haus verlassen, laufe ich ihnen mit Hauben und Handschuhen nach, damit sie sich nicht erkälten. Aber selbst? Ich sollte ja ein gutes Beispiel abgeben – als Mama, aber besonders auch als diplomierte Gesundheits – und Krankenschwester, wie meine Berufsbezeichnung genau lautet.

Mütter müssen gesund bleiben

Leider merke ich immer wieder, dass alles Wissen nichts bringt, wenn man im Alltagsstress dann nicht konsequent genug auf sich achtet. „Das geht schon noch…“ verhandle ich oft mit mir selbst. „Und das gehört auch noch dringend erledigt.“ Dies und das erledige ich schnell nebenbei, wenn ich mir eigentlich eine Pause gönnen wollte. Und ehe ich mir dessen voll bewusst bin, stopfe ich meinen Terminkalender voll mit To-Do’s und übersehe dabei, wie sehr mich das eigentlich stresst. Und Stress ist ein Gesundheitskiller!

Selbstgemacht, der Stress, das gebe ich zu. Manche Dinge könnten wirklich noch warten. Aber ich merke, dass wir Frauen, und ganz besonders wir Mamas immer wieder diesen hohen Anspruch an uns stellen, so vieles gleichzeitig und nebeneinander zu managen. Multitasking rund um die Uhr – kein Wunder, wenn wir dann irgendwann – im wahrsten Sinne des Wortes – „die Nase voll“ haben.

Muss das so sein?

Schon seit Jahren versuche ich, der „Wintereinbruchserkältung“ Herr zu werden, mit Hilfe der oben genannten Maßnahmen. Der Erfolg ist mäßig. Irgendjemanden in der Familie erwischt es garantiert, und diese Person gibt den anderen den Schnupfen dann frisch und fröhlich via Tröpfcheninfektion weiter.

Mit Hilfe verschiedenster Hausmittelchen, die sich sehr bewährt haben, versuche ich sofort, das Schlimmste abzuwenden. Ein Schnupfen dauert, sofern er ein Schnupfen bleibt, ca. eine Woche, um wieder zu verschwinden. Es hat gar keinen Sinn, diese Zeit verkürzen zu wollen.

Salzwasserinhalationen, Erkältungsbäder und Thymiancreme zum Einreiben unter die Nase helfen, dass aus dem Schnupfen nicht eine Nebenhöhlenentzündung oder gar eine Bronchitis wird.

Hausmittel gegen den Schnupfen

Was ich sehr gerne anwende, auch bei den Kindern, ist eine „Zwiebelinhalation“. Diese ist allerdings erst für Kinder ab ca. 2-3 Jahren geeignet.

Dafür schneide ich einfach eine Zwiebel in zwei Hälften und lege diese auf eine flache Schale, die ich nahe zum Bett stelle. Klar duftet das sehr stark, doch die ätherischen Öle der Zwiebel ziehen förmlich die Entzündung aus den Atemwegen. Nach mehreren „Zwiebelnächten“ geht es einem deutlich besser. Natürlich sollte die Zwiebel jeden Tag erneuert werden.

Vitamin C hilft natürlich auch dem Immunsystem wieder auf die Sprünge (ein Zuviel bringt aber nichts, es wird nur wieder vom Körper ausgeschieden) und ein erhöhter Knoblauchkonsum (duftet allerdings auch sehr stark) hilft, die Bakterien zu reduzieren.

Die beste Waffe gegen den Schnupfen?

 Was ich allerdings für die wichtigste Maßnahme halte, ist Achtsamkeit.

Der Schnupfen ist für mich ein Signal, dass etwas in mir aus dem Gleichgewicht gekommen ist. Deshalb versuche ich in mich hineinzuhorchen, wo ich mich selbst überfordert habe, sodass es mir zu viel geworden ist. Meist liegt der Schlüssel darin, dass ich mir mehr Zeit für mich nehme. Wirkliche Zeit für mich, ohne „schnell noch mal diese Mail“ zu beantworten. Aus-Zeit. Vielleicht ist das Wörtchen „Nein!“ die beste Waffe gegen Schnupfen?

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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