9. März 2015

Hausmittel: Medizin aus der Natur

Hausmittel - meinefamilie.at

Welche Hausmittel helfen bei welchen Wehwehchen? Es gibt für fast alles geeignete Hausmittel, die eine gewisse Linderung versprechen.

Übergangszeit ist Schnupfenzeit. Jedenfalls bei mir daheim. Mein Sohn hustet, was das Zeug hält. Was ihm hilft? Nun ja, Hustensaft aus der Apotheke – aber ganz ehrlich: den will man ja auch nicht immer gleich geben. Erst recht wollte ich das nicht, als mein Kind noch ganz klein war. Vielleicht also doch ein Griff in die „Zauberkiste“, aus der schon unsere Großeltern und Eltern geschöpft haben? Hausmittel, wir kommen!

Olivenöl bei Husten

Was meine Oma noch mit Butter oder Schmalz gemacht hat, mache ich heute bei meinem Sohn mit Olivenöl: der gute alte Ölfleck.

Und so geht’s: Einige Esslöffel Olivenöl in einem Topf anwärmen, eine Stoffwindel oder ein anderes Baumwolltuch damit tränken und auf die Brust des kleinen Patienten legen (Vorsicht, dass es nicht zu heiß ist!), darauf kommt dann noch eine lauwarme Wärmeflasche und dann geht’s ab ins Bett. Gut zudecken und etwa eine Stunde liegen bleiben – dann kann der Ölfleck seine heilende Wirkung so richtig entfalten.

Thymianöl gegen den Schnupfen

Eine Freundin von mir schwört auf die Wirkung von Thymianöl. Wenn ihre Kleinen husten und schnupfen, tränkt sie Stoffwindeln in Wasser, gibt einige Tropfen Thymianöl (aus der Apotheke) auf die nassen Tücher und hängt die im Kinderzimmer auf. Thymian soll antibakteriell, entzündungshemmend und schleimlösend wirken.

Salzwasser-Nasenspray erleichtert das Atmen

Was meinem Kleinen auch schon in ganz jungen Jahren geholfen hat, ist ein Salzwasser-Nasenspray aus der Apotheke. Der Spray verdünnt den Schleim in der Nase, lässt ihn besser abfließen und erleichtert so das Atmen. Außerdem wird die Nasenschleimhaut befeuchtet, was die Kinder meist als sehr angenehm empfinden.

Hühnersuppe gegen Erkältung

„Jüdisches Penicillin“ wird die Hühnersuppe manchmal auch genannt. Sie gilt tatsächlich als eines der ältesten und bewährtesten Hausmittel gegen Erkältung. Nebenbei schmeckt sie auch noch hervorragend. Diese Suppe gehört zu den wenigen Dingen, die mein Sohn selbst dann isst, wenn ihm so gar nicht richtig nach essen ist.

Dafür, wie sie am besten schmeckt, hat wohl jeder sein eigenes „Geheimrezept“. Ich nehme für etwa 2 Liter Suppe: 1,5 kg Hühnerklein, 2 Bund Wurzelgemüse, 1 große Zwiebel, 2 große Kartoffeln und 1 Lorbeerblatt. Das Hühnerklein kalt abwaschen, das Gemüse putzen und klein schneiden. Alles zusammen mit 2 Litern Wasser in einen großen Topf geben und zum Kochen bringen. Dann Hitze reduzieren und die Suppe bei geschlossenem Deckel etwa 2 Stunden ganz langsam köcheln lassen. Abschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Und wenn es mal nicht um Schnupfen, Husten, Heiserkeit geht?

Welches Hausmittel hilft bei Durchfall?

Von meiner Mama habe ich das schon bekommen und ich kann nur sagen, es wirkt: einen Apfel reiben, eine Banane mit der Gabel zerdrücken und beides zusammenmischen. Das schmeckt den meisten Kindern gut…und stopft!

Was außerdem hilft: Karottencremesuppe. Einfach ein paar Karotten weich kochen, pürieren und nicht zu stark würzen. In jedem Fall aber auf jegliche Form von Schlagobers oder Crème Fraîche verzichten…das wirkt nämlich genau in die entgegengesetzte Richtung!

Oder auch: Heidelbeertee. Ein paar Teelöffel getrocknete Heidelbeeren (am besten Waldheidelbeeren) mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Fertig! Aber bitte nur getrocknete Heidelbeeren verwenden – frische verstärken den Durchfall.

Und welches Hausmittel bei Brechreiz?

Traubenzucker! Traubenzucker eignet sich hervorragend, wenn das Kind Brechreiz hat und sich über Stunden nicht und nicht erholen kann. Einfach 1-2 Teelöffel Traubenzucker in ein Glas Wasser oder eine Tasse Tee rühren und dem Kind löffelweise geben.

Siehe auch unser Rezept für amerikanische Hühnersuppe

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EIN ARTIKEL VON
  • Andrea Harringer

    „Meine Mami schreibt das auf, was ihr andere Leute erzählen.“ Das sagte mein Sohn, als man ihn fragte, was seine Mama beruflich mache. Seit 2001 bin ich Redakteurin in der Erzdiözese Wien, schreibe für den „Sonntag“ und versuche, Themen wie Familie, Kinder und Erziehung auch aus einem christlichen Blickwinkel zu beleuchten.


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