17. Februar 2020

Grippezeit ist Ingwer-Latte-Zeit!

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Taschentücher, Inhalieren, Nureflex, Salbeitee – diese Dinge sind in dieser Jahreszeit vielen von uns ein Begriff. Ob es das eigene Kind ist, der Ehepartner, die Eltern oder man selbst davon betroffen ist, wenn eine Grippe im Anmarsch ist, geht es vor allem um eines – rasch zu handeln.

Meine Schwester hat vergangenes Jahr, als ich ihr während eines Telefonats meine Befürchtung krank zu werden geschildert hatte, gemeint: „Mach dir einfach einen Ingwer-Kurkuma-Latte und du wirst sehen, morgen ist alles gut.“

Also habe ich mich frierend und mit müden und schmerzenden Gliedern nochmal aus dem Bett gerafft, den Kühlschrank nach dem gefragten Stück Ingwer durchforstet und die restlichen Zutaten verarbeitet. Dann bin ich ins Bett gegangen und erstaunlicherweise – war am nächsten Tag tatsächlich alles gut. Seitdem habe ich dieses Getränk immer wieder bei meiner Familie und Freunde im Gebrauch und dabei die verschiedensten Variationen getestet. Denn so angenehm die Schärfe für uns Erwachsene sein kann, mögen Kinder es meist ein bisschen milder. Und dann heißt es sogar: „Hmm  – was ist da drinnen? Ist das Vanille?“

Ingwer – Gut für die Gesundheit

Die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung des Ingwers ist vielerlei bekannt. Er regt die Durchblutung an und hat neben anderen gesunden Inhaltsstoffen viel Vitamin C. Achtung ist allerdings während der Schwangerschaft geboten, denn kann Ingwer zwar die morgendliche Übelkeit verringern, jedoch wirken größere Mengen wehenfördernd und sollten somit mit Vorsicht eingenommen werden.

Noch nicht so bekannt ist die südostasiatische Kurkuma oder umgangssprachlich „Gelbwurz“. Sie gehört ebenfalls zu den Ingwergewächsen und wir in Indien schon seit über 4000 Jahren verwendet. Die ebenfalls entzündungshemmende Knolle kann pulverisiert oder als Ganze verwendet werden. Zu finden gibt es bereits alle im Supermarkt.

Hier das Rezept zum Selbermachen:

Zutaten (für 1 Liter Tee):

  • 2-3 cm dickes Stück Ingwerwurzel
  • 2 TL Kurkumapulver oder 2 cm dicke Kurkumaknolle
  • 1 L Wasser
  • Eine Messerspitze Pfeffer
  • Honig und Milch nach Belieben
  • Oder stattdessen Zitronen/Orangensaft

So wird`s gemacht:

  • Zuerst schneidet man den Ingwer (und die Kurkuma) in dünne Scheiben, nimmt einen großen Topf mit Wasser und bringt ihn zum Kochen.
  • Dann gibt man den Ingwer, Kurkuma und Pfeffer dazu und lässt das Ganze eine halbe Stunde leicht köcheln. (Der Pfeffer dient dazu, dass die Wirkung des Kurkumas besser aufgenommen werden kann)
  • Wenn der Tee fertig gekocht wurde, werden der Ingwer und gegebenenfalls die Kurkumawurzel abgeseiht. Wenn man Kurkumapulver verwendet, kann das einfach im Wasser bleiben und mitgetrunken werden. Zum Schluss wird das Ganze nur noch nach Geschmack und Belieben mit Honig und Milch verfeinert.

Eine weitere Variante ist, statt Milch,  Zitronen/Orangensaft zu verwenden. Dabei verfärbt sich der Tee vom dunkelorange ins Gelbe, das für Kinder ein spaßiger Nebeneffekt sein kann. Statt Kuhmilch kann man natürlich auch Kokosmilch, Mandelmlich o.ä. verwenden. Außerdem kann man Zimt, Kardomon, Sternanis oder Nelken dazugeben – so findet man immer wieder neue Geschmacksnuancen, bis der eigene Favorit gefunden worden ist.

Theresa von Avila hat es einmal so ausgedrückt: „Tu deinem Leib des öfteren etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.“  Und dazu brauchen wir wohl Zeiten, in denen wir Innhalten, zur Ruhe kommen, alles „müssen“ beiseite legen und einfach mal da sind.

Damit sich also Körper und Seele erholen können, ist es empfehlenswert, den Ingwer-Kurkuma-Latte nicht nur einfach zu sich zu nehmen. Sondern ihn mit einem guten Buch zu genießen, ihn gemütlich auf der Couch mit seinen Lieben zu trinken oder sich wieder einmal auf ein Gespräch mit Gott einzulassen. Und ehe man sich versieht, wird aus dem Krankenstand eine wertvolle Zeit für sich selber, seine Familie und Gott. 😉

In diesem Sinne – Gute Besserung oder Bleiben Sie gesund!



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