13. April 2015

Erkältung bei Kindern: Tipps und Hilfe

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Erkältung ist eine Virusinfektion, die sich sehr leicht von Mensch zu Mensch überträgt, Kinder sind besonders anfällig. Wir haben Tipps, was zu tun ist.

Der Wechsel zwischen warmen, sonnigen Tagen und kühlem, feuchtem Regenwetter macht dem Körper jetzt zu schaffen. Schnupfen und Erkältungen sind häufig die Folge. Erkältungen sind Virusinfektionen, die sich sehr leicht von Mensch zu Mensch übertragen, Kinder sind dabei besonders anfällig. Eine verstopfte Nase, Niesanfälle, trockener Husten, Müdigkeit und erhöhte Temperatur sind die typischen Zeichen. Im Normalfall sind Erkältungen harmlos und klingen nach etwa einer Woche von selbst ab.

Gerade für Kinder sind Erkältungen vor allem eines: langweilig. Denn die wichtigsten therapeutischen Maßnahmen sind körperliche Schonung und Ruhe. Und wer Kinder hat weiß: das ist leichter gesagt als getan. Es ist einiges an Kreativität nötig, um Kindern zu Hause ausreichend Beschäftigung bieten zu können. Hier sind einige Tipps:

  • Legen Sie sich einen Vorrat an Mal- und Rätselbüchern, Stiften, Knetmasse und Bastelmaterialien zu. So sind Sie für den Fall des Falles gewappnet.
  • Beim Basteln sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Hüte aus alten Zeitungen falten, Prinzessinnen-Kronen aus Buntpapier ausschneiden oder ein Pferd aus alten Socken basteln – denken Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind etwas aus. Falls die Ideen doch einmal ausgehen sollten: im Internet finden sich unendlich viele Anregungen.
  • Spielen Sie altersgerechte Brett- und Kartenspiele oder Puzzles. Bedenken Sie sowohl beim Spielen als auch beim Basteln aber eines: Erkältete Kinder verlieren schneller die Geduld oder werden müde. Spielen Sie daher nicht gegeneinander, sondern suchen Sie z.B. Spiele aus, bei denen Sie gemeinsam eine Lösung finden müssen.
  • Lesen Sie Ihrem Kind Bücher vor, erzählen Sie Geschichten, singen Sie gemeinsam Lieder oder hören Sie zusammen ein Hörbuch. Das regt die Fantasie an, beruhigt und hilft beim Einschlafen.
  • Auch Fernsehen darf zwischendurch mal sein, aber in begrenztem Maße. Denn Kinder versuchen beim Fernsehen wach und aufmerksam zu bleiben und kommen dabei nur schlecht zur Ruhe.
  • Wenn es dem Kind gut geht, muss es nicht die ganze Zeit im Bett liegen. Achten Sie aber darauf, dass es zwischendurch immer wieder zur Ruhe kommt.

Versuchen Sie so gut es geht, das Beste aus der Situation zu machen: Betrachten Sie es als Chance, Zeit mit Ihrem Kind zu verbringen und tun Sie gemeinsam die Dinge, für die im Alltag vielleicht manchmal zu wenig Zeit bleibt.

  Was kann ich tun, um die Beschwerden der Erkältung zu lindern?

  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind ausreichend trinkt, z.B. Tee oder verdünnten Fruchtsaft. Zusätzliches Vitamin C kann helfen, Symptome zu lindern.
  • Ist die Nase stark verstopft, helfen abschwellende Nasentropfen oder –sprays, z.B. aus einer Wasser-Kochsalz-Lösung. Je nach Alter des Kindes kann auch eine Dampfinhalation helfen, die Atemwege frei zu machen.
  • Bei starkem Halskratzen oder trockenem Husten kann ein Luftbefeuchter Abhilfe schaffen, alternativ können Sie feuchte Tücher im Raum aufhängen.
  • Lüften Sie regelmäßig das Zimmer, in dem sich das Kind aufhält.

 

In den meisten Fällen ist eine Erkältung harmlos und klingt nach wenigen Tagen von selbst ab. Manchmal treten aber Komplikationen auf, wie z.B. eine Mittelohr- oder eine Halsentzündung. Die Ursache dafür kann eine bakterielle Infektion sein, die sich auf eine bestehende Virusinfektion „aufsetzt“. Wenn die Beschwerden schlimmer werden, es Ihrem Kind zunehmend schlechter geht oder das Fieber stark ansteigt (über 39 Grad), sollten Sie daher unbedingt einen Arzt aufsuchen. Bei Säuglingen unter drei Monaten sollte auf jeden Fall der Arzt aufgesucht werden, sobald Fieber auftritt.

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