14. November 2014

Entspanntes Weihnachten


Mit dem Weihnachtsfahrplan entspannt durch die Feiertage.

Weihnachten! Auch ich kenne genug Menschen, bei denen dieses Wort vor allem eines auslöst: Stress. Das Bild der “heilen Welt” aus Fernsehen, Zeitungen, Magazinen und Prospekten,voll perfekt dekorierter Wohnräume, die Kinder (wenn überhaupt) nur festlich gekleidet und brav am wunderschön gedeckten Tisch zeigen… Es mag sein, dass es irgendwo auch solche Familien gibt, aber zumindest bei uns geht es wesentlich lebendiger zu.

Die Realität ist, dass wir schon in der Vorweihnachtszeit voll im Einsatz sind. Der Nikolaus kommt, Geschenke wollen besorgt werden, Schul- und Kindergartenfeste finden statt und auch im Familienkreis jagt ein Termin den anderen. Dazu kommen noch Firmenfeiern, ein wenig Dekoration wollen wir dann doch auch zu Hause haben und die Kekse sollen auch noch selbst gebacken sein. Nicht zu vergessen, dass das Wetter meist schon kälter ist, es früh dunkel wird und die Kinder beschäftigt werden wollen.

Je näher Weihnachten dann kommt, desto überdrehter werden die Kinder. Am 24.12. stehen sie zumindest bei uns spätestens um 6 Uhr Früh vor dem elterlichen Bett und wollen “Weihnachten”. Für uns Eltern heißt das, innerhalb eines Tages den Baum aufzustellen, zu schmücken, ein Festmahl zuzubereiten und nebenbei die Kinder im Zaum zu halten. Am Ende sind alle erschöpft, die Kinder “auf Zucker” und Konflikte vorprogrammiert.

Das wollte ich ändern! So gibt es für meine Familie einen “Weihnachtsfahrplan”, der jedes Jahr neu diskutiert und überdacht wird.

Weihnachten rechtzeitig vorbereiten

Dafür stellen wir uns die Frage: Was bedeutet Weihnachten für uns und was erwarten wir uns? Aus dieser Bestandsaufnahme machen wir einen persönlichen “Weihnachtsfahrplan”. Dieser beinhaltet natürlich auch die Adventszeit. So hat beispielsweise meine Schwägerin mit ihrer Familie beschlossen, dass es von nun an am 24.12. Schinkenfleckerl geben wird. Das ist wenig Aufwand, die Kinder lieben es und es ist fast schon zu einer Familientradition geworden.

Teil des “Weihnachtsfahrplans” ist es auch, Traditionen zu überdenken. Welche Traditionen sind sinnvoll und möchten wir gerne an unsere Kinder weitergeben, welche passen einfach nicht mehr? Wollen die Kinder wirklich noch selbst mit Kekse backen? Oder sind sie davon genervt und es reicht ihnen völlig, Kekse zu essen? Muss neue Dekoration gebastelt werden oder erzeugt das nur Widerstand bei den Kindern?

Was mache ich, wenn ein Kind krank wird? Habe ich ein Ersatzprogramm?

Wann und wie beginne ich die Planung für das Fest? DAS ist sicher in jeder Familie unterschiedlich, aber ich kann nur empfehlen, sich Ende Oktober das erste Mal ernsthaft Gedanken zu machen.

Der Weihnachtsfahrplan

Alles was Sie dafür brauchen, ist ein dünnes Heft oder einen Schnellhefter.

Darin enthalten sind dann:

  • Ein Kalender der Weihnachtszeit
  • Die Mitschrift über das Gespräch mit der Familie
  • Informationen über die Weihnachtsferien von Schule, Kindergarten, Arbeit
  • Rezepte fürs Weihnachtsessen
  • To-Do Listen mit Zeitplan
  • Geschenkelisten
  • Dekorationsvorschläge
  • Budget Übersicht
  • Bastelanleitungen

Das alles ist nicht viel Aufwand und früh genug begonnen kommt man entspannter in Weihnachtsstimmung, als wenn man auf den letzten Drücker alles organisieren will.

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EIN ARTIKEL VON
  • Antonia Indrak-Rabl

    Als Mutter von zwei Kindern kenne ich den Familienalltag gut. Es freut mich, meine persönlichen Erfahrungen hier teilen zu können – auch wenn es „nur“ das Gefühl ist, „dass es woanders genauso zugeht“. Meine Leidenschaft für Familie setze ich als Geschäftsführerin des Katholischen Familienverbandes Wien auch beruflich um.


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