4. Dezember 2019

Heiligen Abend feiern

Heiligen Abend feiern

Viele Menschen haben eine große Sehnsucht nach einem „perfekten“ Weihnachtsfest. Um gut mit anderen feiern zu können ist es wichtig, Erwartungen und Vorstellungen zu besprechen und eine Form zu finden, an der sich alle möglichst gut beteiligen können.

Gerade bei Kindern ist auf die Dauer und die kindgerechte Gestaltung zu achten. Alle, die versuchen, Rücksicht zu nehmen, Ansprüche zu reduzieren und liebevoll auch mit Unversöhntem umzugehen, helfen zu einem gelingenden Fest.

Weniger ist da oft mehr

Ein Konzept mit der Familie den Heiligen Abend zu feiern, ist hier beschrieben. Eine gute Vorbereitung des Ablaufes trägt dazu bei, den Abend entspannt und mit viel Freude erleben zu können.

Der Beginn startet mit einem besinnlichen Text

Inmitten einer Welt voll Sehnsucht nach Licht, feiern wir Weihnachten, das Fest der Geburt von Jesus Christus. Er ist das Licht, das unsere Sehnsucht stillen kann. Er ist das große Geschenk Gottes an uns Menschen. Darüber freuen wir uns an diesem Heiligen Abend, dafür danken wir Gott. Und wir bitten Gott, dass das Licht des Mensch gewordenen Gottes allen Menschen und der ganzen Schöpfung leuchte, dass es hell wird, wo es dunkel ist in der Welt und in unserem eigenen Leben.

Entzünden der Kerzen am Adventkranz (eventuell vom Friedenslicht)

Heute ist Heiliger Abend – ein Grund sich zu freuen, zu feiern und anderen eine Freude zu machen. Denken wir auch an alle, die uns Nahe stehen, die aber heute nicht da sind: Freundinnen, Verstorbene, Anvertraute, aber auch KonfliktpartnerInnen…

Eine schöne Möglichkeit dafür ist es, die Kerzen am Christbaum in einem Ritual vom Licht der Adventkranzkerzen anzuzünden: Der Reihe nach zündet jede/r eine Kerze am Christbaum an und widmet dieses Licht einer Person, an die sie/er an diesem Abend besonders denken möchte: „Ich zünde dieses Licht an für …“

LIED: Alle Jahre wieder

Heiligen Abend feiern
(c)iStock

Das Wort Gottes hören

WEIHNACHTSEVANGELIUM

Lukas 2,1-7.

In dieser Zeit befahl Kaiser Augustus, alle Bewohner des römischen Reiches in Listen einzutragen. Eine solche Volkszählung hatte es noch nie gegeben. Sie wurde durchgeführt, als Quirinius Stadthalter in Syrien war. Jeder musste in seine Heimatstadt gehen, um sich dort eintragen zu lassen. So reiste Josef von Nazareth in Galiläa nach Bethlehem in Judäa.

Denn er war ein Nachkomme Davids und in Bethlehem geboren. Josef musste sich dort einschreiben lassen, zusammen mit seiner Verlobten Maria, die ein Kind erwartete. In Bethlehem kam für Maria die Stunde der Geburt. Sie brachte ihr erstes Kind, einen Sohn, zur Welt.

Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe im Stall, denn im Gasthaus hatten sie keinen Platz bekommen.

Dann das Jesus-Kind in die Krippe legen bzw. wenn es fest verbunden ist, das Tüchlein, mit dem es vorher verdeckt wurde, wegnehmen.

LIED: Es wird scho glei dumpa

Lukas 2,8-14

In dieser Nacht bewachten draußen auf dem Feld einige Hirten ihre Herden. Plötzlich trat ein Engel Gottes zu ihnen, und Gottes Licht umstrahlte sie. Die Hirten erschraken sehr, aber der Engel sagte: »Fürchtet euch nicht! Ich verkünde euch eine Botschaft, die das ganze Volk mit großer Freude erfüllt: Heute ist für euch in der Stadt, in der schon David geboren wurde, der lang ersehnte Retter zur Weltgekommen.

Es ist Christus, der Herr. Und daran werdet ihr ihn erkennen: Das Kind liegt, in Windeln gewickelt, in einer Futterkrippe!« „Auf einmal waren sie von unzähligen Engeln umgeben, die Gott lobten: Ehre sei Gott im Himmel! Denn er bringt der Welt Frieden und wendet sich den Menschen in Liebe zu.

LIED: Engel singen Jubellieder

Lukas 2,15-20

Nachdem die Engel in den Himmel zurückgekehrt waren, beschlossen die Hirten: »Kommt, wir gehen nach Bethlehem. Wir wollen sehen, was dort geschehen ist und was der Herr uns verkünden“ Sie machten sich sofort auf den Weg und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Futterkrippe lag. “ Als sie es sahen, erzählten die Hirten, was ihnen der Engel über das Kind gesagt hatte. „Und alle, die ihren Bericht hörten, waren darüber sehr erstaunt.

„Maria aber merkte sich jedes Wort und dachte immer wieder darüber nach.“

„Schließlich kehrten die Hirten zu ihren Herden zurück. Sie lobten und dankten Gott für das, was sie in dieser Nacht erlebt hatten. Es war alles so gewesen, wie der Engel es ihnen gesagt hatte.

 Mit kleineren Kindern kann man das Weihnachtsevangelium etwas verkürzen, indem man mit freien Worten die Geschichte nacherzählt und mit den Krippenfiguren mitspielt.

Sehr nett ist es für Kinder auch, wenn man das Weihnachtsevangelium mit Matthäus 2, 9-11 abschließt: Entzünden eines Sternspritzers und hinführen zum Stall

Aus der Ferne kamen auch Sterndeuter nach Bethlehem. Der Stern, den sie im Osten gesehen hatten, führte sie. Er blieb über dem Haus stehen, in dem das Kind war.

Da kannte ihre Freude keine Grenzen. Sie gingen in das Haus, wo sie das Kind mit seiner Mutter Maria fanden, knieten vor ihm nieder und ehrten es wie einen König. Dann packten sie ihre Schätze aus und beschenkten das Kind mit Gold, Weihrauch und Myrrhe.

LIED: Stille Nacht, heilige Nacht

Beten (vor der Krippe)

  • Ritual: Jede/r zündet ein Teelicht an und stellt es als Zeichen der Verbindung zur Krippe.
  • Danke Gott für deinen Sohn Jesus Christus, den du uns gesandt hast – der uns den Weg frei gemacht hat, damit wir zu dir kommen können.
  • Um die Weihnachtsgeschichte gut verständlich zu machen, eignet sich folgendes Lied im Anschluss an das Evangelium.
  • Die Weihnachtsfreude, die pustet keiner aus…

Heilig abend feiern

Vaterunser

Liedvorschläge

  • O du fröhliche
  • Ihr Kinder herkommet
  • Jauchzet, ihr Himmel

Einander beschenken

Aus Freude über die Geburt Jesu wünschen wir einander frohe und gesegnete Weihnachten und verteilen unsere Geschenke. Ein besonderes Weihnachtsgeschenk ist das Zusammensein an diesem Abend.

Lieder, Geschichten und Musik, das gemeinsame Essen, vielleicht auch ein Spaziergang bis hin zur gemeinsamen Mitfeier der Christmette sind Möglichkeiten für das Zusammensein.

Essen und trinken

Kann auch am Beginn der Feier sein.

 

Tischgebet

(auch für den Christtag):

Guter Gott, jeden Tag schenkst du uns, was wir zum Leben brauchen, Speise und Freude. Dein größtes Geschenk an uns ist dein Sohn Jesus Christus, dessen Geburt wir heute feiern. Er sei Gast an unserem Tisch und segne unsere Gemeinschaft.

Amen.

Anmerkung:

Den Ablauf über die Gestaltung habe ich aus dem Liturgiereferat und Behelfsdienst des Pastoralamtes Linz entnommen. Auflage 2009

 

 



EIN ARTIKEL VON
  • Kerstin Cerne

    Kindererziehung hat für mich eine große Bedeutung. So wie wir unsere Kinder ins Leben begleiten, werden sie später im Leben stehen. Als Mutter von 3 Kindern kann ich mich dieser Aufgabe so richtig stellen. Nebenbei arbeite ich leidenschaftlich als Eltern-Kind-Gruppenleiterin.


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