28. Mai 2020

Feste fürs Leben (Teil 1)

FestefürsLebenTeil

Kennt ihr das? Erinnerungen von Familienfesten, die Jahrzehnte lang zurückliegen? Das Lied, das nur an ganz bestimmten Festen gesungen wurde, das Gefühl, man ist Teil von etwas Wunderbarem und man wünscht sich, der Moment würde ewig andauern.

Es ist ein Gefühl des Glücks, der Geborgenheit und der Verbundenheit mit sich selber, Gott und der Welt. Wenn ich mich an meine eigene Kindheit zurückerinnere, gab es das Jahr über wiederkehrende Feste mit ganz eigenen Ritualen und einem ganz eigenem Zauber. Auch wenn niemand eine perfekte Kindheit erlebt und wir auch nie fehlerlose Eltern werden, gibt es doch diese außergewöhnlichen Momente, die ein Leben lang in Erinnerung bleiben.

Meine Geburtstagspartys

Ein Beispiel aus meiner Kindheit sind meine Geburtstagspartys. Meine Freunde von damals sprechen noch heute von „meinen“ Geburtstagspartys. Sie waren – so sagen sie es  – die Lustigsten und die Besten die es gab.

Mein Geburtstag fällt in den Fasching, deshalb kamen „alle maskiert, damit`s recht lustig wird“. Diesen Spruch habe ich Jahr für Jahr auf meine Einladungskarten geschrieben. Danach gab es Spiele, Lieder, Bastelangebote und eine tolle Motivtorte mit Süßigkeiten, die es das ganze Jahr über nie gab. Meine Mutter bereitete immer kleine Geschenke für meine Gäste vor, die dann bei einem Spiel gewonnen wurden. Am späten Nachmittag kam mein Vater von der Arbeit heim – mit aufgemalter Brille natürlich – wie es sich für ein Faschingsfest gehörte und worüber wir jedes Jahr aufs Neue lachten. Zum Abschluss gab es selbstgemachte Pizzatörtchen, die das ganze Haus mit diesem herrlichen Duft von geschmolzenem Käse und Tomatensauce umhüllten.

Und ich frage mich bis heute: „Wie konnten wir nur so viele davon essen?“

Später, wenn man sich mit seinem Partner überlegt, welche Rituale und Feste man in der eigenen Familie mit seinen eigenen Kindern feiern möchte, merkt man schnell, dass jeder unterschiedliche Erlebnisse und Erinnerungen mit Festen in der Herkunftsfamilie gemacht hat. War bei dem einen das eigene Osterkörberl ein Muss, so waren bei dem anderen alle Ostereier im Garten verstreut versteckt. War es bei mir üblich, dass der Christbaum von den Eltern geschmückt wurde und er erst am Heiligen Abend betrachtet werden konnte, war es anderswo üblich, den Christbaum gemeinsam mit den Kindern zu schmücken.

Wie war es in meiner Herkunftsfamilie?

Es kann auch sein, dass in der Herkunftsfamilie kaum oder gar keine Feste gefeiert wurden. Das heißt aber nicht, dass man mit seiner eigenen Familie nicht einen ganz eigenen Festkreis entwickeln kann. Dabei ist es hilfreich, sich Ideen und Tipps von Freunden oder aus anderen Quellen zu suchen. (Ich werde euch noch Bücher vorstellen, die ich selber gerne als Inspirationsquelle verwende.)

Hilfreich ist jedenfalls, dass man sich mit seinem Partner über Wünsche und Vorstellungen austauscht, mögliche Missverständnisse aus dem Weg räumt und gemeinsame Kompromisse sucht oder neue Wege wagt.

Alles was es dazu braucht, ist eine Portion Liebe zu Festen und ein bisschen Übung!

Da ich Feste (mit Kindern) liebe und ich sie am liebsten mit meiner Familie und Freunden feiere, werde ich euch in den nächsten Beiträgen einige Tipps, Ideen und Erfahrungen mit Festen mitgeben.

Etwas, das sich bei mir bewährt hat, ist, sich im Vorhinein Gedanken über das Fest zu machen und dementsprechend Vorbereitungen zu treffen. Auch wenn das Fest nur im kleinen Rahmen stattfindet. Deshalb mache ich mir immer als erstes eine „Checkliste“. Das hilft, mit den Vorbereitungen rechtzeitig zu beginnen, nichts oder zumindest weniger zu vergessen und aus einem anstehenden Fest ein unvergessliches Erlebnis zu machen.

Checkliste

 



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