4. Juli 2019

Medienzeit – Digitale Welten 4.0


Fernseher, Computer, Mobiltelefon und Tablet sind präsent und anziehend zugleich. Eine Bereicherung oder doch eine Qual? Es ist wie mit vielen Dingen – die Dosis macht das Gift.

Medienkompetenz erwerben und Medienzeit vereinbaren

Der Umgang mit Medien will gelernt sein. Viele Eltern stellen sich die Frage „Wie oft darf mein Kind fernsehen oder Zeit mit diesen Medien verbringen?“. Gezielt und gut eingesetzt kann es mein Kind positiv beeinflussen. Eine Richtlinie der Medienzeit ist hier sehr wertvoll.

Alles hat seine Zeit

In meiner Ausbildung zur EKI-Gruppenleiterin gab es einen Vortrag zum Thema Medien, bzw. Medienkompetenz, Medienzeit und deren Umgang. Als pädagogisch wertvoll gelten hier folgende Regeln:

(c) iStock

0 – 3 Jahre: keine Medienzeit (eventuell Selbstaufnahmen aufgrund der langsamen Bildabfolge)

3 – 6 Jahre: 1/2h pro Tag

6 – 10 Jahre: 1h pro Tag

10 – 14 Jahre: 1 1/2 h pro Tag

Ein Tag in der Woche: Medienfrei.

Diese Richtlinie hat mir persönlich im Umgang mit den Medien sehr geholfen. Ich habe einen Plan aufgestellt mit dem Namen und der erlaubten Medienzeit meiner Kinder. Die Kinder dürfen sich die Medienzeit frei einteilen, Voraussetzung ist, dass die Hausaufgaben der Schulkinder erledigt sind. Auf dem Plan haben die Kinder die Übersicht der vorhandenen Medienzeit und somit gibt es zu meiner Erleichterung keine Diskussionen mehr, wenn es um das Fernsehschauen oder ähnliche Aktivitäten geht.

Natürlich gibt es aber auch Ausnahmen, wie z.B. an Wochenenden, wenn wir uns als Familie einen gemütlichen Fernsehabend machen oder die Kinder sich einen Film ansehen.

Alles hat seinen Platz

Weiters ist es hilfreich, den Handys bzw. Tablets einen bestimmten Platz im Haus zu geben. Dadurch lässt sich verhindern, dass sie ständig im Blickpunkt sind.

Wann gebe ich Medien weder Platz noch Zeit?

Es gibt auch Zeiten, in denen Handys oder andere elektronischen Geräte nicht erlaubt sind. Das ist z.B. beim gemeinsamen Essen. Hier werden nicht nur Mahlzeiten geteilt, sondern auch Zuneigung, Aufmerksamkeit und Erzählungen, wie es uns auch Papst Franziskus nahelegt.

Ein guter Umgang mit Medien will gelernt sein. Geregelte Medienzeit verringert Stress in der Eltern-Kind-Beziehung, schafft Vereinbarung und erhält uns die Freude an den neuen Technologien der heutigen Zeit.



EIN ARTIKEL VON
  • Kerstin Cerne

    Kindererziehung hat für mich eine große Bedeutung. So wie wir unsere Kinder ins Leben begleiten, werden sie später im Leben stehen. Als Mutter von 3 Kindern kann ich mich dieser Aufgabe so richtig stellen. Nebenbei arbeite ich leidenschaftlich als Eltern-Kind-Gruppenleiterin.


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