26. Dezember 2014

Nach Weihnachten droht Entlastungsdepression


Entlastungsdepression wird das emotionale Tief nach Weihnachten genannt. Um dem Durchhänger vorzubeugen und ihn zu vermeiden haben wir 4 Ratschläge parat.

Dieses Phänomen kenne ich persönlich und ich war froh, darüber auch im Internet zu lesen. Im englischsprachigen Raum unter dem Begriff “Post-Christmas-Blues” bekannt, spricht man hierzulande oft von einer Entlastungsdepression. Viele Menschen, die in der Vorweihnachtszeit das Fest intensiv mit Backen, Dekorieren, Basteln,… vorbereitet haben, fallen nach den Feiertagen in ein emotionales Loch. Der Stress der Weihnachtszeit, die sehr emotionalen Erwartungshaltungen, eventuell gepaart mit Konflikten, führt bei vielen Menschen zu Erschöpfung. Nach den Feiertagen fühlt man sich leer, ausgebrannt, aber auch traurig. Andererseits “fehlt” einem die Beschäftigung: das kreative Arbeiten, Backen und die Vorfreude auf Weihnachten sind nicht mehr vorhanden.

Dazu kommt noch die Jahreszeit: Es ist kalt, in den Niederungen nebelig, es wird abends rasch dunkel und der Frühling lässt noch auf sich warten.

Was kann man also tun, um einer solchen Entlastungsdepression entgegenzuwirken oder sie erst gar nicht entstehen zu lassen?

Akzeptieren Sie es

Es ist, das gebe ich zu, schwer und auch nicht unbedingt lustig, aber akzeptieren Sie diese Tage des “Blues”. Sehen Sie sich als gefühlvolle Person, die sich eben nicht nur sehr freuen kann (wie über Weihnachten) sondern eben auch Gefühle in die andere Richtung entwickeln kann. Ist es nicht schön, ein gefühlvoller Mensch zu sein?

Gehen Sie den Ursachen auf den Grund

Überlegen Sie, was für Sie persönlich das Weihnachtsfest zu dem macht, was es für Sie bedeutet. Ist es die Lust am kreativen Arbeiten, das sonst (zum Beispiel aus Zeitmangel) unter dem Jahr nicht (oder kaum) stattfindet? Ist es die Freude am Backen und Kochen? Ist es das schöne Gefühl, die Familie um sich zu haben und gemeinsam Zeit zu verbringen?

Genau hier sollten Sie ansetzen! Es spricht nichts dagegen, Ihre Interessen auch unter dem Jahr fortzuführen. Wenn Sie die Zeit dafür in der Vorweihnachtszeit gefunden haben, weshalb dann nicht auch unter dem Jahr?

Wenn Sie es genossen haben, mit Ihrer Familie und Verwandtschaft Weihnachten zu feiern, wieso planen Sie nicht einfach mehr gemeinsame Aktivitäten unter dem Jahr ein?

So können Sie bereits jetzt über ein Familienpicknick im Sommer nachdenken. Auch Kochen, Backen oder das kreative Arbeiten können weitergeführt werden.

Bewahren Sie sich ein wenig Weihnachten

Wenn Sie Weihnachtsdekoration so sehr lieben, dann lassen Sie sie doch noch ein wenig länger hängen. Eine kleine Lichterkette oder eine hübsche Kerze können auch noch im Jänner oder Februar mit ihrer Helligkeit erfreuen. Ich habe sogar von Leuten gelesen, die einen kleinen Weihnachtsbaum aus Kunststoff das ganze Jahr über zu Hause stehen haben.

Und vergessen Sie nicht – Weihnachten ist mit dem 24.12. nicht zu Ende – im Gegenteil – Weihnachten fängt am 24. Dezember erst an!

Die Weihnachtszeit geht noch bis 6. Jänner und auch Anfang Februar gehören liturgisch gesehen noch einige Tage zum Weihnachtsfestkreis. Das sollten Sie nutzen!

Leben Sie mit den Jahreszeiten und Festen

Bei genauerer Betrachtung bieten sich auch unter dem Jahr viele Möglichkeiten zu dekorieren und zu feiern. So kann nach Weihnachten eine kleine Winter-Dekoration die Wartezeit bis zur Fastenzeit verkürzen. Und wer sagt, dass Ostern nur ein “Kinderfest” ist? Auch ein schön gedeckter Tisch beispielsweise zum Valentinstag kann Freude bringen. Auch die Kirche bietet eine Vielzahl an Festtagen, die gerade im städtischen Bereich wenig Beachtung finden. Pfingsten, Fronleichnam oder Christi Himmelfahrt können ein jährlicher Fixpunkt werden.

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EIN ARTIKEL VON
  • Antonia Indrak-Rabl

    Als Mutter von zwei Kindern kenne ich den Familienalltag gut. Es freut mich, meine persönlichen Erfahrungen hier teilen zu können – auch wenn es „nur“ das Gefühl ist, „dass es woanders genauso zugeht“. Meine Leidenschaft für Familie setze ich als Geschäftsführerin des Katholischen Familienverbandes Wien auch beruflich um.


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