1. Dezember 2016

Vorweihnachtlicher Großputz: Weg aus dem Geschenke-Überfluss

Wege aus dem Geschenke-Überfluss - meinefamilie.at

Wie eine Familie mit dem weihnachtlichen Geschenke-Überfluss umgeht, wie Herzenswünsche der Kinder erfüllt und gleichzeitig Ressourcen geschont werden.

Wie in vielen Familien erfüllt auch bei uns das „Christkind“ Herzenswünsche meiner Kinder. Ich bin zwar redlich bemüht, die Geschenkeflut von Verwandten einzudämmen, aber ich habe trotzdem das Gefühl, dass es oft zu viel ist, was wir haben.

So haben wir es uns angewöhnt, im Advent einen Großputz zu veranstalten, bei dem meine Kinder eine Menge mitzureden haben. Gemeinsam sehen wir die Spielsachen und Bilderbücher durch und überlegen, ob diese noch interessant sind. Ausgewählte Stücke „vererbt“ meine Tochter an ihren jüngeren Bruder, aber viele Dinge sind einfach nicht mehr passend und wir geben sie weg. So erhalten wir Platz für neue Dinge.

Aber was machen wir mit den ausrangierten Gegenständen? Diese spenden (z.B. letztes Jahr haben wir zahlreiche Spielsache in die Flüchtlingsunterkünfte gebracht) oder verschenken wir. Sehr gut erhaltene Stücke verkaufe ich auch im Internet zu einem günstigen Preis.

Wege aus dem Geschenke-Überfluss - meinefamilie.atGeschenke der Verwandten kann ich nicht steuern

Leider kann ich die Geschenke unserer Verwandten trotz „Wunschlisten“ nicht immer steuern. Daher nehmen wir Eltern uns beim Kauf von Spielsachen zurück. Sehr oft greife ich auch auf abgelegte Spielsachen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis zurück, welches uns überlassen wurde. Auch das Internet ist für gebrauchte Spielsachen eine gute Quelle.

Hier habe ich schon oft qualitativ hochwertiges Spielzeug zu einem sehr guten Preis erstanden. Dies ist ressourcenschonender als ein Neukauf und bei einer persönlichen Übergabe lernt man sehr interessante Menschen kennen, mit denen man ins Gespräch kommt und vielleicht auch in Kontakt bleibt.

Alternative: Geschenke selbst machen

Wege aus dem Geschenke-Überfluss - meinefamilie.atDa ich begeistert nähe und häkle, mache ich auch viel selbst.

Heuer wird mein Sohn ein selbstgenähtes Steckenpferd bekommen.

Es wird auch die Puppenküche mit gehäkelten Lebensmitteln erweitert und die Stofftiere und Puppen erhalten neue Anziehsachen. Im letzten Jahr kam eine sehr einfache Sache z.B. für die Puppenküche sehr gut an: Ich kaufte Bastelfilz in Gelb, Rosa und Weiß. Aus dem rosa Filz schnitt ich Kreise aus – dies sind Wursträder.

Aus dem gelben Filz schnitt ich Rechtecke, die ich wiederum mit Löchern versah – und schon hatten wir Käsescheiben. Aus dem weißen Filz machte ich zusammen mit gelben Kreisen Spiegeleier (Tipp: mit Textilkleber spart man sich das Nähen) und auch Nudeln schnitt ich aus dem gelben Filz. Meine Kinder spielen immer noch mit großer Freude damit. Für mich ist dies eine schöne Beschäftigung und ich kann sehr gut Stoff- und Wollreste verwerten, die sonst im Müll gelandet wären.

Aktionswoche “Weniger ist mehr”

Das Hinterfragen des Konsums und die Reduktion des eigenen Besitzes sind Themen der kommenden Aktionswoche „Weniger ist mehr“ beim Projekt „Gutes Leben“ vom Katholischen Familienverband Wien. Registrierte Familien erhalten vom 5. bis 11. Dezember 2016 Informationen per Mail mit Herausforderungen, Impulsen zur Konsumreduktion, Tipps für ein einfacheres Leben und Anregungen für das Weihnachtsfest im Familienkreis. Das Programm ist kostenlos.

Anmeldungen zu diesem Projekt sind per Mail an familienverband@edw.or.at möglich. Schauen Sie auch auf unserer Gutes-Leben-Facebookseite vorbei!

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EIN ARTIKEL VON
  • Antonia Indrak-Rabl

    Als Mutter von zwei Kindern kenne ich den Familienalltag gut. Es freut mich, meine persönlichen Erfahrungen hier teilen zu können – auch wenn es „nur“ das Gefühl ist, „dass es woanders genauso zugeht“. Meine Leidenschaft für Familie setze ich als Geschäftsführerin des Katholischen Familienverbandes Wien auch beruflich um.


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