21. Dezember 2016

So gelingt der Heilige Abend bestimmt (nicht)

So gelingt der Heilige Abend bestimmt (nicht) - meinefamilie.at

Wenn ich am 24. Dezember unglücklich werden will, halte ich mich an diese fünf Punkte.

Wie alle, die Weihnachten feiern, wünsche auch ich mir, dass wir den Heiligen Abend friedlich, harmonisch, festlich und besinnlich begehen. Allerdings säumen zahlreiche Fallen, in die ich nur allzu gerne tappe, den Weg zur Krippe.

Das sind meine persönlichen Unglücks-Fallen:

#Hauptsache brav

Ich will, dass meine Kinder am 24. Dezember brav sind, nicht bockig werden und auf keinen Fall miteinander streiten. Wenigstens einmal im Jahr, gerade an diesem besonderen Tag, darf ich mir das von den Kindern doch erwarten, oder?

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#Schön friedlich

Ich will, dass auch mein Mann an diesem Tag brav ist, nicht bockig wird und dass wir beide auf keinen Fall miteinander streiten. Gibt es dennoch Konflikte zwischen uns, ärgere ich mich maßlos. Weihnachten ist doch das Fest des Friedens!

#Aufwändig und köstlich

Ich wähle ein höchst aufwändiges, kulinarisch-erlesenes Menü für’s Essen am Heiligen Abend. Die Vorbereitungen dafür werden mich viele Stunden in Anspruch nehmen. Wenn die Kinder – wie sie das fast immer tun, wenn ich koche – in regelmäßigen Abständen in die Küche kommen, um mir zu „helfen“ oder weil sie mit mir etwas spielen wollen, schnauze ich sie genervt an. Schließlich stehe ich den lieben langen Tag in der Küche, um für sie dieses ganz besondere Essen zu kochen.

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#Zauberhaft wie früher

Ich erwarte mir, dass der Heilige Abend genauso zauberhaft wird wie in meiner eigenen Kindheit. Damals war die Welt noch in Ordnung! Wenn ich dann merke, dass Lebkuchenduft und Glöckchengeläut nicht mehr dieselben warmen Gefühle in mir auslösen wie früher, bin ich enttäuscht. Noch mehr enttäuscht mich, dass der Christbaum meiner Kindheit in meiner Erinnerung viel größer und prachtvoller war.

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#Schnell wieder sauber

Ich nehme mir keine Zeit, um ganz still vor dem Kind in der Krippe zu sitzen und es anzuschauen. Denn nach dem Geschenke-Auspacken und dem Essen müssen die Berge an Geschenkpapier weggeräumt, der Geschirrspüler gefüllt und die Keksbrösel vom Boden gesaugt werden. Und dann falle ich erschöpft auf die Couch und schaue einen seichten Film, in dem der Weihnachtsmann die Welt rettet.

Wie sehr hoffe ich, dass ich diesen Fallen ausweiche! Noch mehr hoffe ich, dass ich  mich nicht allzu viel ärgere, wenn ich hineintappe. In diesem Sinne: frohe Weihnachten!

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EIN ARTIKEL VON
  • Sandra Lobnig

    Seit ich Kinder habe, ist mein Leben schöner, erfüllter, spannender geworden. Und wahrscheinlich auch anstrengender. Ich bin Theologin und lese und schreibe über Ehe-, Erziehungs- und Glaubensthemen. Mit meinem Ehemann und unseren vier kleinen Kindern lebe ich in Wien.


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