6. Dezember 2017

Mamas Job: Management der Weihnachtsgeschenke

Weihnachtsgeschenkemanagement - meinefamilie.at

Was sollen wir wem schenken? Eine mehrköpfige Familie und Geschenksanfragen aus der ganzen Familie machen die Sache mit den Weihnachtsgeschenken zur Management-Aufgabe.

Es ist Jahr für Jahr gleich: Im September fällt mir das eine oder andere passende Weihnachtsgeschenk ein. Ich notiere mir die Idee, und bin stolz, schon so früh dran zu sein. Dieses Jahr, denke ich, werde ich schon Wochen, ja Monate vor dem Heiligen Abend alle Geschenke besorgt haben. Sollen doch andere am 23. Dezember gestresst auf der Suche nach Geschenken durch Shoppingcenter und Fußgängerzonen laufen, ich nicht.

Und dann ist der Advent plötzlich doch schneller da als gedacht. Weihnachten rückt näher und näher und schließlich hetze ich über die Mariahilferstraße und kaufe ein. Oder ich bestelle im Internet und zittere, ob die Bestellung auch zeitgerecht ankommt, um am Heiligen Abend unterm Christbaum zu liegen.

Schenken – prinzipiell schön, aber…

Prinzipiell finde ich die Idee mit dem Beschenken an Weihnachten toll.

Was gibt es Schöneres, als seinen Lieben mit den passenden Geschenken eine Freude zu machen? Mein Problem ist: Gerade für die, die mir am nächsten stehen, fällt mir oft nichts ein.

Ich kenne meinen Mann gut, was ich ihm zu Weihnachten schenken soll, weiß ich trotzdem (noch) nicht.

Nur bei meinen Eltern ist die Sache einfach: Wir laden sie wie die vergangenen Jahre zusammen mit der Familie meiner Schwester auf ein Wochenende an einem schönen Ort in Österreich ein. Drei Tage spielen, wandern, essen mit Kindern und Enkelkindern – eine größere Freude kann man ihnen gar nicht machen.

Wer wünscht sich was?

Und dann sind da ja unsere vier Kinder, die glückbeseelt unterm Christbaum Packerl für Packerl aufreißen werden. Die Herausforderung, die ich „das große Weihnachtsgeschenkemanagement“ nennen könnte, ist folgende: Ende November häufen sich die Anfragen von Großeltern, Tanten, Onkel, Urgroßeltern und Paten, was sich die Kinder denn wünschen würden. Ich habe nachgerechnet: Weil die schenkfreudige Verwandtschaft recht groß ist, bekommt jedes unserer Kinder etwa zehn Geschenke. Bei vier Kindern sind das fast vierzig Geschenke – und die Ideen dafür sollten alle von mir kommen! (Warum fragt eigentlich niemand meinen Mann nach Geschenketipps für die Kinder?)

Ich zermartere mir also den Kopf, entwerfe komplizierte Raster und durchforste das Internet. Ich frage mich: Womit hätten die Kinder wirklich eine Freude?

Welche immateriellen Alternativen, wie zum Beispiel einen Besuch im Zoo, gibt es, um die Spielzeugflut zumindest etwas einzudämmen?

Das Kind in der Krippe

Fest steht, es wird eine Überfülle an Packerl und viel Geschenkpapier geben. Es liegt dann an uns Eltern, zu schauen, dass unter diesem Riesenhaufen Papier keines der Geschenke (und keines der Kinder) irrtümlich verloren geht. Und dass bei all dem Geschenkewahnsinn immer der Blick auf das allergrößte Geschenk, das kleine Kind in der Krippe, gerichtet bleibt.

Danke an den SONNTAG für die Bereitstellung des Beitrages.

  • War dieser Artikel für dich hilfreich/interessant?
  • Ja   Nein


EIN ARTIKEL VON
  • Sandra Lobnig

    Seit ich Kinder habe, ist mein Leben schöner, erfüllter, spannender geworden. Und wahrscheinlich auch anstrengender. Ich bin Theologin und lese und schreibe über Ehe-, Erziehungs- und Glaubensthemen. Mit meinem Ehemann und unseren vier kleinen Kindern lebe ich in Wien.


Jetzt kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

meinefamilie.at