4. Dezember 2015

Die richtigen Weihnachtsgeschenke für Kinder finden


Wir möchten, dass unsere Kinder sich individuell beschenkt fühlen, aber nicht mit Unmengen unnötiger Weihnachstgeschenke überhäuft werden: Wie wir es lösen.

Das liebe Thema Weihnachtsgeschenke ist ein Thema, das Jahr für Jahr ab Ende Oktober am Horizont auftaucht und mehr oder weniger Stress zu verbreiten beginnt. Das Schenken an sich finde ich ja etwas Schönes. Ich schenke gern und werde auch gerne beschenkt. Nur auf Druck zu einem bestimmten Zeitpunkt Geschenke für mehrere Menschen finden zu müssen, kann ganz schön an einem zehren.

Weihnachtsgeschenke für Kinder: Herzenswünsche ergründen

Deshalb habe ich begonnen, das ganze Jahr hindurch unsere Kinder zu beobachten und zu versuchen, ihre Herzenswünsche zu ergründen. Diese Ideen und Eindrücke halte ich in einer Liste fest. Wenn sich dann das große Fest nähert, habe ich schon etwas, worauf ich aufbauen kann. Mein Mann und ich beten auch darüber, was wir ihnen schenken sollen. Da kommen uns oft sehr interessante Ideen. Manchmal sind es ja symbolische Dinge, die dann direkt im Herzen landen. Klar fragen wir die Kinder auch nach ihren drei größten Wünschen. Aber meist sind die Kinder fast etwas überfordert, wenn sie ein paar Wochen vor Weihnachten alles aufschreiben sollen, was sie sich wünschen.

Und wir sagen auch immer dazu, dass das keine Bestellung ist. Ein Geschenk ist keine eingeforderte Ware. Es gibt auch kein Muss und keine Garantie, dass sie etwas Bestimmtes bekommen.

Wir möchten, dass unsere Kinder sich individuell beschenkt fühlen, aber nicht mit Unmengen an Unnötigem überhäuft werden. Deshalb versuchen wir auch in der Verwandtschaft diesbezüglich zu kommunizieren.

Finanzielles Limit der Weihnachtsgeschenke ist den Kindern bewusst

Außerdem gibt es bei uns ein genaues finanzielles Limit. Um es konkret zu sagen: Jedes Kind bekommt von uns ein Geschenk im Wert von 30 Euro. Das wissen sie auch. Mit diesem Betrag versuchen wir allerdings, wirklich Herzenswünsche zu erfüllen und nicht einen neuen Pulli zu kaufen, weil gerade einer gebraucht wird. Wenn die Kinder größere Wünsche haben, geben wir diese in der Verwandtschaft weiter. Dann zahlen eben Omi und Tante und Onkel gemeinsam zusammen.

Wir wissen von anderen Familien, die wesentlich mehr Geld für Geschenke ausgeben. Das kann ja jeder handhaben, wie er möchte. Wir persönlich haben gute Erfahrungen gemacht mit diesem Weg. Es geht uns bei diesem Fest eben in erster Linie um das Miteinanderfeiern, die Atmosphäre, das Genießen unserer Familie. Die Vorbereitungen allein sind schon ein Höhepunkt des Jahres. Wir stellen den Baum gemeinsam auf, schmücken ihn gemeinsam, decken den Tisch gemeinsam. Die Kinder dürfen überall mitmachen und mitbestimmen. Auch die Speisenauswahl treffen wir gemeinsam in einer Vorweihnachts-Familiensitzung. Das erfordert zwar so manchen Kompromiss, doch das Schöne daran ist, dass sich jeder ernst genommen fühlt. Die Harmonie und der Friede, die wir dann zu Weihnachten fühlen, sind echt. Jeder hat seinen Platz und jeder ist wichtig. Die Geschenke sind auch wichtig, deshalb machen wir uns ja ausgiebig Gedanken darüber. Aber im Endeffekt sind ja Geschenke Ausdruck einer gelebten Beziehung und nicht ein Ersatz dafür.

Wenn die Beziehung stimmt, ist das Geschenk ein wunderschöner, goldener i-Punkt – mehr aber nicht. Diese Grundhaltung versuchen wir unseren Kindern zu vermitteln. Wir beschenken einander, weil wir einander mögen. Aber die Geschenke sind niemals Ersatz für die Zeit miteinander und das Wir-Gefühl, das zu Weihnachten aufkommt.

Lies auch: 5 Anregungen für das Beschenken der Kinder

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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