2. März 2015

Warum ich glaube


Warum ich glaube – Geschenke von Gott. Man glaubt man verstünde und kennt schon alles und dann: ein Wort, ein Satz, eine Geste – und man versteht ganz neu.

Geschenke von Gott  – warum ich glaube

Ich liebe Geschichten – und deswegen liebe ich neben Märchen auch Hollywoodfilme. Selbst die Actionkracher, die mein Mann vor allem so gerne sieht. Und neulich passierte etwas Merkwürdiges: Ich dachte, weil ich diesen Film schon einige Male gesehen hatte, würde ich ihn gut kennen, da nahm ich eine Szene plötzlich in einem ganz neuen Licht wahr – und verstand! Erst in diesem Moment erschloss ich das Thema des Films richtig! Es war so offensichtlich, dass mich diese profane Erkenntnis noch tagelang beschäftigte.

Geschenke von Gott

Ich erinnere mich, dass ich schon ähnlich prägende Erlebnisse hatte, z.B. in der Heiligen Messe. Da geht man, seit man sich erinnert, in die Heilige Messe und glaubt, man verstünde alles, man kennt schon alles, und dann: ein Wort, ein Satz, eine Geste – und man versteht ganz neu. Die inneren Augen des Herzens haben sich ein Stück weiter geöffnet und man fragt sich: Wieso habe ich nicht schon viel früher begriffen, worum es hier eigentlich geht?

Das sind Geschenke, die man von Gott erhält, einfach so, aus Liebe zu uns. Er möchte, dass wir sehen, nicht, dass wir blind folgen. Was wir jedoch tun müssen, ist Gott in unser Herz einzuladen, es seinem Herzen ähnlicher zu machen. Hui, das ist natürlich kein leichter Wunsch, gerade heute: Unsere Welt ist hart, oberflächlich, ungerecht, brutal, unmoralisch. Und ich soll mir jetzt wünschen, barmherzig, tiefsinnig, gerecht, geduldig und rein zu sein? Muss ich da nicht automatisch scheitern?

Als Vorbild Jesus

Ich glaube ja. Auch Jesus ist „gescheitert“. Er wurde ermordet. Aber er blieb bei der Wahrheit, er war/ist sogar die Wahrheit. Und stand wieder auf. Ich glaube, genau das ist es, was Jesus von uns erwartet: Sei wahrhaftig, entscheide dich stets für das Gute, das auch das Wahre und das Schöne ist.

Ein hohes Ziel in unserer relativistischen Gesellschaft, in der es offenbar nicht mehr „das“ Wahre, „das“ Gute und „das“ Schöne gibt. Aber ein Ziel, ein Vorbild ist für alle Menschen wichtig, damit wir uns daran orientieren können. Ich habe mich dazu entschieden, nicht weniger als die Wahrheit, also Jesus, zum Vorbild zu haben. Damit ecke ich nicht selten an, aber das gibt mir auch Profil. Denn meinen Glauben habe ich geschenkt bekommen und darf ihn annehmen, ich brauche mich nicht dafür zu schämen oder zu rechtfertigen, im Gegenteil.

Ich glaube an Gott, ich vertraue ihm

Der Glaube ist aber auch ein Geschenk, das man „verdienen“ kann, mit Vertrauen und Geduld. Aufrechnen kann ich allerdings nicht, denn Gott verhandelt nicht, er liebt einfach nur, und wenn er der Meinung ist, ich muss jetzt leiden, dann hat auch das einen bestimmt Grund. Ich muss Vertrauen haben, muss lernen, Vertrauen zu haben und immer wieder neu damit beginnen. Schaue ich auf die Jahre, die hinter mir liegen, erschließen sich manche Begebenheiten nur im Nachhinein, vor allen bei den Dingen, die ich im Vertrauen angenommen habe, ohne sie „supertoll“ gefunden zu haben. Irgendwann kommt der Tag, an dem ich dann das Ganze verstehe – und dann haben sich die Geduld und das Vertrauen gelohnt!

Mein innerer Kompass zeigt mit seiner Nadel immer zu Gott, egal in welche Richtung ich mich wende, egal was ich tue. Das gibt mir die Sicherheit, „das Richtige“ zu tun.

Mein Glaube ist mir so wichtig geworden, dass er den 1. Platz in meinem Leben, noch vor meinem Mann, erklommen hat. Ein Schelm, wer da Eifersucht vermutet – aber das ist eine andere Geschichte.

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EIN ARTIKEL VON
  • Jeanette Karbig

    Bereit für die dritte Lebensphase zu sein bedeutet einen gereiften Blick zu erwerben auf alles, was das Leben so mitgebracht hat und noch bringen wird. Kinder, 2 erwachsene Söhne, aus den Haus und die Eltern im Haus als Wohngemeinschaft. Engagiert in der Ehearbeit LiebeLeben.com, brennt für Neuevangelisierung.


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