22. April 2015

Beten zu Hause: Ideen von Soulspace


Beten mit Plastilin, Pflasterstreifen, Luftballons, Metallketten und mehr: Das Schulgebetsprojekt Soulspace bringt auch Anregungen für das Beten zu Hause.

„Wow – es gibt dich ja doch“, „Cool“, „Ich konnte Gott spüren“, „Sollte es öfter geben“, so lauten viele Einträge in unserem Soulspace-Gästebuch. Seit 2 Jahren darf ich mit dem Schulgebetsprojekt soulspace.at durch Schulen unserer Diözese touren. Für einige Tage bis zu einer Schulwoche bauen wir einen Raum der Schule in einen „Soulspace“ um – einen Raum für die Seele, einen Ort, an dem die SchülerInnen ihre Spiritualität und ihren Glauben selbst entdecken und ausdrücken können: kreativ, interaktiv und in einem geschützten Rahmen.

Es tut den Schülerinnen und Schülern gut

Dieser Raum enthält, je nach Platz, 10-14 Stationen, wo die Schülerinnen und Schüler auf kreativste Weise über Gott, sich selbst und über die Mitwelt reflektieren und ins Gespräch mit Gott kommen können. Hier wird mit Plastilin, Pflasterstreifen, Sand und Brausetabletten ebenso gebetet wie mit Post-its, Luftballons, Zeitungen, Metallketten, Schatzkisten und Landkarten. Und die Erfahrung zeigt: Soulspace ist einfach, berührend und kreativ. Es tut den Schülerinnen und Schülern gut.

Einen eigenen Zugang finden

Den jungen Menschen, von der 1. Klasse Volksschule bis zur 8. Klasse Gymnasium, wird durch Soulspace ermöglicht, das Christentum, ihren eigenen Zugang zum Glauben und jenen anderer Menschen kennenzulernen. Der Raum bietet die Möglichkeit, die großen Lebensfragen stellen zu können, der eigenen Identität und dem ganz persönlichen Inneren näher zu kommen. Schülerinnen und Schüler setzen sich in dieser Zeit mit der immateriellen Wirklichkeit des menschlichen Lebens auseinander. Soulspace schöpft aus der reichen Erfahrung christlicher, katholischer Spiritualität, ermöglicht zugleich aber die Freiheit, eigene Antworten geben zu können. Nicht die Glaubens- und Wissensvermittlung, sondern Erfahrung und selbstständiges Entdecken wird ermöglicht.

Beten zu Hause – Soulspace gibt Ideen

Was in der Schule funktioniert, kann doch auch für das Beten zu Hause eine gute Anregung sein. Wäre es nicht schön, daheim einen Soulspace für die ganze Familie zu haben? Dazu braucht es weder viel Platz noch viel Aufwand. Es reicht eine kleine Ecke in der Wohnung mit zwei bis drei Gebetsstationen. Diese können alle paar Tage gewechselt werden. So bleibt das Familiengebet, das Beten zu Hause, spannend und abwechslungsreich.

10-14 Stationen – finde das Richtige für das Beten zu Hause

In meinen kommenden Blogbeiträgen werde ich die einzelnen Stationen beschreiben – als Anregung zum gemeinsamen Beten in der Familie, zum Beten zu Hause.

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EIN ARTIKEL VON
  • Michael Scharf

    Als Priester durfte ich den Großteil meines Lebens Familien, Kinder und Jugendliche begleiten. Ich habe viel von Kindern und Jugendlichen gelernt: im Kindergarten, in der Schule, in Gruppenstunden, auf Wallfahrten und Lagern. Derzeit darf ich Jugendseelsorger der Erzdiözese Wien sein.


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