9. April 2018

Gute Nachrichten: Die Osterzeit ist noch nicht vorbei!

Gute Nachrichten: Die Osterzeit ist noch nicht vorbei! - meinefamilie.at

Vor einer Woche war Ostersonntag und ich habe jetzt sieben Tage lang – jeden Tag aufs Neue – mit verschiedenen Familien Ostern gefeiert. Auf meine Frage, ob wir denn jetzt schon zu spät dran seinen, antworteten die Kinder zumeist mit: „Ja“. Doch das stimmt nicht. Es gibt gute Neuigkeiten: Die Osterzeit hat gerade erst begonnen!

Klar, die Kinder haben Osternester gesucht, Ostergeschenke erhalten und die Oma besucht. Die Paten kamen zu Besuch, manche waren in der Kirche und alle haben besondere Speisen gegessen. Ich höre immer wieder: „Die Osterzeit ist vorbei“ und ernte erstaunte Blicke, wenn ich dies vehement verneine! „Nein, gar nicht, noch lange nicht! Es hat eben erst begonnen.

50 Tage Osterzeit

Zähl doch einmal mit, wie lange die Osterzeit dauert“ und dabei strecke ich meine zehn Finger fünf Mal langsam nach vorne und ziehe sie dazwischen wieder zurück – die Kinder zählen laut mit: 10-20-30-40-50.

Was? 50 Tage dauert die Osterzeit?

Das ist auch den meisten Erwachsenen wenig bewusst, zumindest trifft es nicht ihr Empfinden, weil gerade die Tage VOR Ostern – sicher auch bedingt durch die Ferien – sehr konzentriert auf Ostern hinweisen und deshalb als „Osterzeit“ empfunden werden. Am Strauch hängen schon wochenlang die Ostereier und werden bald nach Ostern wieder abgenommen. Ostern ist im Erleben der Menschen das Osterwochenende, je nach Region auch noch der „Goden-Sonntag“, also jener Sonntag, wo Paten oder Verwandte einen nachträglichen Osterbesuch erhalten und ihre

Ostergeschenke verteilen können. Das war es dann aber schon mit der Osterzeit.

Osterfestkreis = Aschermittwoch + Ostersonntag + Pfingsten

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Dabei bildet der Ostersonntag die Mitte des Osterfestkreises, der mit dem Aschermittwoch beginnt und mit Pfingsten endet. Gerade die Woche nach dem Ostersonntag ist eine besondere christliche Festzeit, eine Oktav, also – dem Begriff nach – eine Festzeit von acht Tagen. Sie hat ihr Vorbild im jüdischen Passah oder Pessach, an dem Juden bis heute – zeitgleich zu unserem Osterfest – den Auszug aus der ägyptischen Sklaverei feiern. Interessant finde ich auch, dass selbst die Bezeichnungen der beiden Feste inhaltlich zusammenhängt – Ostern (=Osten = Mörgenröte). Sowohl beim Auszug aus Ägypten als auch für unsere Auferstehungsfeier gilt: – Niemand soll in dieser Nacht schlafen, sondern wach bleiben bis zur Morgenröte.

Mit dem Osterfest zieht rasch der Frühling ein und so freue ich mich schon auf die Spiele und Lieder, die wir diese Woche in der Jahresfestkreisgruppe spielen und singen werden. Hier eine kleine Hörprobe von „Wenn die Frühlingssonne lacht“, daran haben schon die ganz Kleinen Spaß – ob allein mit der Mama/dem Papa oder in einer Gruppe.

 

 

 

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Und weil Ostern das Fest der Verwandlung ist, spielen wir gerne auch Spiele zur Raupe, beobachten sie im Glas und fühlen ihre Beinchen.

Mehr Spiele und Lieder gibt es in:

Kinder ins Leben begleiten. Lieder, Finger- und Bewegungs- Spiele für Eltern und Kinder. So ein Spaß!

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EIN ARTIKEL VON
  • Anita Nussmüller

    Ich lebe in einer 4-Generationenfamilie - ideal für meine Arbeit als Referentin der Fachstelle Beziehung-Ehe-Familie. Es ist nicht einfach, meine eigenen Familien-Menschen mit meiner Begeisterung anzustecken – deshalb lebe ich meine Werte vor, hinterfrage mich selbst und erkläre warum ich tue was ich tue.


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