20. November 2014

Mit Kindern in die Kirche?


Oft denken Eltern, sie könnten mit kleinen Kindern nicht in die Sonntagsmesse gehen, weil die Kleinen in der Kirche nicht ruhig sitzen oder weil sie „doch nichts davon haben“.

Gehen Sie entspannt mit Ihren Kindern in die Kirche

Oft denken Eltern, sie könnten mit kleinen Kindern nicht in die Sonntagsmesse gehen, weil die Kleinen in der Kirche nicht ruhig sitzen oder weil sie „doch nichts davon haben“. Je früher man aber damit beginnt, ihnen die Messe als „sonntägliches Ritual“ zu präsentieren, umso lieber wird es ihnen werden. Natürlich können Sie auch zunächst 10 Minuten mitfeiern oder am nächsten Sonntag 15 Minuten und den nächsten immer ein bisschen länger: Bleiben Sie am Anfang bis zu den Kyrierufen, dann bis zum Glorialied, später bis zur 1. Lesung usw. So kann sich Ihr Nachwuchs langsam an die Dauer und den Ablauf der Messe gewöhnen. In manchen Kirchen ist es sogar „erlaubt“, dass die kleinsten Messbesucher frei herumkrabbeln oder gehen.

Vorbereitung abseits der Messe

Besonders kleinen Kindern wird die Heilige Messe vor allem dann gefallen, wenn sie bereits zu Hause darauf vorbereitet worden sind und in etwa wissen, was sie erwartet: Bilderbücher, in denen jedem Teil der Messe eine Seite gewidmet ist, stellen eine perfekte Hinführung für die Kleinen dar. Dieses wird dann in die Messe mitgenommen und den Kleinen gezeigt: „Schau, da sind wir gerade!“ Auch ein Besuch abseits der Heiligen Messe in die Kirche hilft den Kindern, sich bereits auf diesen neuen Raum einzustellen. Zeigen Sie bei einer kleinen Führung Ihrem Kind die Bilder, Statuen, Blumen, Kerzen usw. Erklären Sie Ihrem Kind nicht zu viel – lassen Sie es das Gesehene einfach aufnehmen und auf es wirken, die Fragen kommen ganz von allein, wenn Ihr Kind so weit ist.

Informieren Sie sich auch in Ihrer Heimatpfarre, ob und wann es Kinderwortgottesdienste, Kinder- oder Familienmessen gibt. Sollte Ihre eigene Pfarre keine solchen anbieten, weichen Sie einfach auf eine Nachbarpfarre aus!



EIN ARTIKEL VON
  • Gabriela Paul

    Ich bin Mutter von drei Kindern. Nach meinem Germanistikstudium arbeitete ich jahrelang im Marketing. Dann entschied ich mich zu einer 180°-Wende und wurde römisch-katholische Religionslehrerin. Jetzt unterrichte ich Religion und Deutsch für Kinder mit Migrationshintergrund.


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