5. Februar 2020

Gott liebt mich – Mit Schokolade und allem was dazugehört!

Gott liebt mich – Mit Schokolade und allem was dazugehört!

In meinen Blogs erwähne ich immer wieder einmal Gott, und das aus gutem Grund. Für mich ist die Beziehung zu Gott ein zentraler Bestandteil meines Lebens und meine Arbeit, meine Beziehungen, meine Entscheidungen und mein Lebensgefühl werden davon maßgeblich geprägt.

Wie wir über Gott denken und empfinden, wird stark von den Erfahrungen beeinflusst, die wir mit anderen Menschen gemacht haben. Für jemanden, der von klein auf Liebe und Geborgenheit erfahren hat, ist es leichter, an einen liebevollen Gott zu glauben als für jemanden, der es vermisst hat, dass sich jemand anderer liebevoll um ihn kümmert. Sehr leicht kommt es dann vielleicht zu dem Schluss: „Gott kümmert sich auch nicht um mich, genauso wenig wie es die anderen getan haben und er hat kein Interesse an mir.“

Das muss aber nicht so bleiben, wir können, auch wenn wir negative Erfahrungen gemacht haben, Gott als jemanden kennenlernen, der uns bedingungslos liebt, immer für uns da ist und mit uns durch dick und dünn geht.

Eine wahre Geschichte

Und heute möchte ich euch eine wahre Geschichte erzählen, die ich auch immer wieder in meinen Seminaren erzähle und die mich daran erinnert, wie sehr dieser Gott FÜR uns ist.

Eine meiner Freundinnen, Elvira, wurde zur Geburtstagsfeier ihrer Tochter eingeladen. Es war eine größere Feier geplant und sie freute sich auf das gemeinsame Fest mit der Familie ihrer Tochter, mit Schwiegersohn, Enkelkind und Freunden. Ihre kleine Enkeltochter Marie (3) hatte sich bereits einen ganz besonderen Platz in ihrem Herzen erobert und ich würde sagen, diese Liebe beruhte durchaus auf Gegenseitigkeit.

Anlässlich dieses Fests besorgte sich Elvira ein neues, weißes Sommerkleid. An dem Tag, an welchem die Feier stattfand, machte sie sich um einiges früher auf den Weg zum Haus ihrer Tochter um dieser noch bei den Vorbereitungen helfen zu können.

Bei ihrer Tochter angekommen, betrat sie die Küche und konnte gerade noch sehen, dass Marie mit dem Rücken zu ihr am Küchentisch saß und mit einer großen Schüssel schwer beschäftigt war. Als die Kleine ihre Oma hörte, sprang sie vom Sessel, drehte sich um –  genau das war der Moment, in dem Elvira klar wurde, womit Marie gerade beschäftigt gewesen war. Sie war gerade dabei gewesen, die Schüssel von den letzten Resten der Schokoladeglasur auszuschlecken und genau so sah die Kleine auch aus:  Hände, Arme, Mund und Gewand voller Schokolade.

Marie sprang vom Sessel, stieß einen Freudenschrei aus, „die Oma“ breitete ihre kleinen Ärmchen aus und rannte begeistert auf ihre Oma zu. Elvira hatte vielleicht zwei Sekunden Zeit zu entscheiden, was in diesem Moment wichtiger war, das weiße Kleid oder die offenen Arme und das freudestrahlende Gesicht ihrer Enkeltochter.

Sie wählte Marie und schloss die Kleine in die Arme, genau so wie sie in diesem Moment war – mit Schokolade!

Mich berührt diese Begebenheit jedes Mal aufs Neue und ich glaube Gott ist genau SO zu uns.

Dieser Gott will nicht zuerst unsere Leistung, Erfolge, gutes Benehmen, gewaschene Hände, perfektes Leben usw. Er will einfach nur uns. Uns in die Arme nehmen, so wie wir sind! Mit Schokolade und allem, was da sonst noch ist!

 


Ähnliche Artikel

EIN ARTIKEL VON
  • Karin Roth

    Mein Name ist Karin Roth, ich bin Mutter von vier erwachsenen Kindern und habe fast fünf Enkelkinder und einen Hund. Wir leben in einem Haus mit drei Generationen, ein turbulentes und spannendes Leben – mein geringstes Problem ist Langeweile. Beruflich leite ich die Ombudsstelle der Erzdiözese Salzburg für sexuellen Missbrauch und Gewalt, habe eine Praxis für Lebens- und Sozialberatung und halte Seminare und Trainings.


Jetzt kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

meinefamilie.at ✰