10. April 2015

Eine Lego-Stadt bauen und von Gott erfahren


Eine riesige Lego Stadt von ca. 2 x 10 Metern aufbauen und dabei über Gott erfahren: das Projekt Lego Stadt macht es möglich. Ein Erfahrungsbericht.

Projekt Lego-Stadt: Der andere Kindergottesdienst

Vor kurzem haben unsere beiden Großen an einem ganz besonderen Event teilgenommen: Lego-Stadt. Diese Aktion für 8-12-Jährige wird in Österreich vom Bibellesebund, in anderen Ländern auch von weiteren Veranstaltern angeboten. Es geht dabei darum, gemeinsam eine riesige Lego-Stadt von ca. 2 x 10 Metern aufzubauen und dabei Interessantes über Gott zu erfahren. „Brot und Spiele“ für unsere Kinder sozusagen: „Brot“ als geistliche, aber auch körperliche Nahrung und gemeinsames Spiel in hoher Qualität.

Die Lego-Stadt entsteht nach Bauplan

Ein ganzer Anhänger voll Lego, also insgesamt ca. 400 kg Legosteine, werden dafür in Kisten fein säuberlich sortiert bereitgestellt. Ca. 10 Mitarbeiter, die meisten davon ehrenamtlich, helfen den Kindern, in eineinhalb Tagen – von Freitagnachmittag bis Samstagabend – ihre Bauwerke in die Tat umzusetzen. So entstehen nach einem Bauplan zum Beispiel eine Kirche, ein Flughafen, eine Feuerwehr- und eine Polizeistation, eine Schule, ein Schwimmbad, ein Hafen,… Kurz: alles, was eine Stadt eben so braucht. Beim Bau von Wohn- und Hochhäusern dürfen die Kinder ihrer Phantasie freien Lauf lassen und ihre Häuserträume verwirklichen. Wunderbare Gärten auf Dächern und Balkonen und interessante Farbkombinationen zeugen von Kreativität und Lebensfreude. Die Kinder genießen es, aus dem Vollen zu schöpfen und nach dem Beispiel unseres Schöpfers mit Liebe zum Detail Neues entstehen zu lassen. Gleichzeitig erfahren sie in den Bau-Pausen bei einer kleinen Stärkung mehr über unseren Gott und seine guten Pläne für unser Leben.

Besichtigung der Lego-Stadt beim Gottesdienst

Auch im Gottesdienst am Sonntagvormittag geht es um dieses Thema. Alle Angehörigen der mitwirkenden Kinder sowie Freunde und Bekannte sind herzlich eingeladen, zur Besichtigung der Lego Stadt zu kommen und den sehr kreativ gestalteten (Wort-)Gottesdienst mitzufeiern. Zuerst werden einige flotte, ansprechende Lieder gesungen. Nach der Begrüßung durch den örtlichen Pfarrer erzählt Stefan Hüttenmeyer aus Oberösterreich, der Leiter des Projekts, so manches Wissenswerte über die Entstehung von Lego Stadt. Sehr anschaulich (mit Hilfe eines Lego-Modells) führt er den Kindern und Erwachsenen die Geschichte vom Haus auf dem Felsen (Matthäus 7,22-27) vor Augen. Es sei so wichtig, wie unser Lebensfundament aussieht, meint er. Die Bibel, das Wort Gottes, sei wie ein Bauplan für unser Leben. Wenn wir fest auf Gott gegründet sind, könne uns nichts passieren in den Stürmen des Lebens. Mit der Geschichte vom Barmherzigen Vater (Lukas 15,11-32), die auf unsere Zeit umgelegt und durch Lego-Bilder illustriert ist, klingt der Gottesdienst besinnlich-fröhlich aus. Meine Söhne sind begeistert. Ihr Resümee: „Das war der beste Gottesdienst, den wir je erlebt haben.“ Ob sie es wieder machen würden? „Auf jeden Fall!“

Die Aktion Lego-Stadt

Seit wann gibt es diese Aktion und wer hat damit begonnen? Begründet wurde das Projekt von einem engagierten Religionslehrer in den 80er-Jahren, der dafür sein eigenes Lego zur Verfügung stellte. Als er nach einigen Jahren nach Deutschland umzog, startete der Bibellesebund eine Sammelaktion, um das Projekt auch weiterhin in Österreich anbieten zu können. Stefan Hüttenmeyer meint begeistert, dass die Nachfrage, Lego-Stadt in Pfarren und Gemeinden zu bringen, sehr groß sei. An ca. 15 Wochenenden pro Jahr tourt das Team durch ganz Österreich. Da die Wartezeit ca. ein Jahr beträgt, sei es von Vorteil, sich möglichst bald anzumelden.

Lego-Stadt

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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