26. November 2019

Das eigene Herz auf Weihnachten vorbereiten

Das eigene Herz auf Weihnachten vorbereiten

Ob es wohl jemanden gibt, der in der Adventszeit nicht zumindest einmal den Ohrwurm von „Wir sagen euch an den lieben Advent“ hat? Ein Klassiker schlechthin. Und gleich in der ersten Strophe enthält dieses Lied eine Zusammenfassung dessen, worum es im Advent eigentlich geht.

Die Adventszeit ist eine Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten. Und zwar nicht in Hinblick auf Geschenke,  das am schönsten dekorierte Haus oder solch eine Menge an Keksen, dass sie mindestens bis Ostern reicht, sondern in Hinblick auf Christus.

Es sollte eines Königs würdig sein

„Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.“ (Mt 2,2) Die Sterndeuter haben das Wesen Jesu erkannt: Er ist König. Er ist der König, dessen Geburt wir an Weihnachten feiern.

Wenn ich mir vorstelle, dass ich einen König (oder ganz einfach einen Menschen für den ich voll Respekt und Liebe bin) zu mir nach Hause einlade und dieser sogar sein Kommen zusagt, dann setze ich alles daran, mein Daheim so schön und einladend wie möglich zu gestalten. Es sollte eines Königs würdig sein.

Es geht darum, das eigene Herz für das Eintreten Jesu bereit zu machen.

Wenn Sie den König schlechthin, Christus, in Ihr Herz, Ihr Leben, einladen, dann sagt er ohne zu Zögern „Ja“ dazu. Er klopft sogar von sich aus an, um Einlass zu bekommen. (vgl. Offb 3,20) Der nächste logische Schritt auf die Zusage des Kommens Jesu, auf seine Bitte bei Ihnen eintreten zu dürfen, ist den Ort, in den er einkehren wird, besonders schön und einladend herzurichten: Ihr Inneres, Ihr eigenes Herz.

Doch oft ist die Adventszeit eine der stressigsten Zeiten des Jahres

Einkaufslisten werden abgearbeitet, Geschenke verpackt und vor den Kindern versteckt, Freundschaften wollen auf Adventmärkten gepflegt werden, Familienfeiern stehen vor der Tür, man fragt sich, was man an den Weihnachtstagen servieren soll, und noch vieles weitere lässt die angeblich besinnlichste Zeit des Jahres zur stressigsten Zeit des Jahres werden.

Wie soll man da zur Ruhe kommen?

Ein ganz praktischer Tipp, der hilft den Stress zu minimieren: Holen Sie Ihren Kalender hervor und legen Sie einen bestimmten Tag fest, an dem beispielsweise die Geschenke gekauft werden oder das Haus dekoriert wird. Nehmen Sie sich ein bewusstes Zeitfenster, das Adventmärkten und Freunden gewidmet ist. Machen Sie sich mit Ihren Kindern einen Nachmittag aus, der nur zum Kekse backen da ist.

Feste Termine helfen Chaos und Stress zu minimieren. Wenn im Alltagsleben Ordnung herrscht, ist man im Inneren auch offener und weniger abgelenkt, um sich bewusst dem zu widmen, worum es im Advent geht.

Wie bereitet man sein Herz für den König vor?

Das wunderbare ist, dass die Katholische Kirche uns hierfür Hilfsmittel zur Verfügung stellt: Beispielsweise das Sakrament der Beichte, mithilfe dessen sich das innere Zuhause aufräumen lässt, oder Roratemessen.

Nutzen Sie die Adventszeit, um sich mit Ihrer Familie oder Freunden rund um den Adventskranz zu versammeln, beten und singen Sie gemeinsam. Das stärkt nicht nur die Gemeinschaft, sondern hilft auch den Blick auf Jesus zu bewahren und nicht in den weihnachtlichen Erledigungen unterzugehen.

 

 

 



EIN ARTIKEL VON
  • Magdalena Preineder

    Gott, mein Ehemann und das Schreiben sind die drei großen Lieben meines Lebens. Wenn ich nicht gerade etwas für mein Theologiestudium erarbeite, findet man mich an der Gitarre, auf Pferderücken oder irgendwo zwischen Nonstop-Lachen und Deep-Talks führen mit Freunden. Seit kurzem blogge ich zudem auf meiner eigenen Website www.herzvoll.com.


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