4. Dezember 2017

Unsere Adventbräuche in der Familie

Adventbräuche in der Familie - meinefamilie.at

Sich gegenseitig Zeit schenken, zuhause Adventfeiern gestalten und andere Familien mit dem Herbergsbild besuchen: Die Adventzeit können wir in der Familie mit besonderen Bräuchen zelebrieren.

Advent ist die stillste Zeit im Jahr … leider oft überschattet durch Einkäufe und Stress.

Vor vielen Jahren haben wir überlegt, dass wir diese Zeit im Advent anders erleben möchten. Mit den Kindern haben wir begonnen, einen besonderen Adventkalender zu füllen. Und zwar beschenken wir uns gegenseitig mit Zeit. Jeder schenkt jedem etwas in der Adventzeit, z.B. „Ich backe dir einen Kuchen, den wir dann gemeinsam essen“, „Wir gehen auf den Christkindlmarkt“, „Ich spiele mit dir dein Lieblingsspiel“, „Ich mache uns einen Kakao/Kaffee“, „Wir basteln etwas“, „Ich bringe dir ein Frühstück ans Bett“,… Es sind manchmal nur Kleinigkeiten, die den Tag verschönern und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Die Kinder haben immer ganz genau überlegt, wie sie uns Eltern oder auch dem Bruder bzw. der Schwester eine Freude machen können. Die große Schwester liest dann dem kleinen Bruder ein Buch vor, weil er noch nicht lesen kann. Oder die kleine Schwester opfert sich für eine Runde Risiko mit dem Bruder, der das Spiel so sehr liebt.

Zeit zu zweit im Adventkalender schenken

Wir Eltern haben den Kindern immer eine besondere Aktivität geschenkt (Kasperltheater, Schwimmen gehen, Burger essen, Punsch trinken, …) und ganz bewusst mit jedem Kind eine besondere Zeit – eine qualitative Zeit zu zweit verbracht.

Die Kinder sind voller Vorfreude auf diese Zeit und drängen schon von selbst, wann der Adventkalender endlich befüllt wird. Heuer muss mein Mann sehr viel arbeiten (ein Projekt muss Ende des Jahres fertig werden) und es wird echt schwer, uns gegenseitig für die Aktivitäten mit den Kindern freizuschaufeln. Sollen wir also auf unseren Adventkalender verzichten? Auf gar keinen Fall! Wir Eltern schenken den Kindern heuer Gutscheine fürs neue Jahr. In jedem Monat ist ein anderes Kind dran, das mit einem Elternteil etwas Besonderes unternimmt. Wir hängen die Gutscheine sichtbar im Wohnzimmer auf – dadurch ist die Vorfreude auf die gemeinsame Zeit noch größer!

Herbergssuche und Adventfeier zuhause

Ein weiterer liebgewonnener Brauch in unserem Haus ist die Herbergssuche. In der Pfarre wird eine Statue der Heiligen Familie – Maria ist schwanger und wird von Josef umarmt – auf Reise geschickt, jeden Tag zu einer anderen Familie.

Wir freuen uns über diesen hohen Besuch und nehmen das zum Anlass, Freunde und Nachbarn einzuladen und eine kleine Adventfeier zu veranstalten – quasi als Einstimmung auf Weihnachten.

Die Kinder dürfen sich verkleiden und wir singen gemeinsam das „Klopf-Lied“ (Wer klopfet an?), wir beten für jene, denen es nicht so gut geht und danken für das Schöne in unserem Leben. Danach wird gemeinsam gegessen und geplaudert bzw. spielen die Kinder miteinander. Und die Hl. Familie steht mitten bei uns im Wohnzimmer. Den Kindern macht es viel Spaß und wir wollen diese Feier im Advent nicht missen. Am nächsten Tag dürfen wir dann die Statue einer anderen Familie weiterbringen und dort eine kleine Adventfeier miterleben. Es ist auch immer spannend, wem wir die Hl. Familie bringen dürfen – manchmal sind es ganz unbekannte Pfarrmitglieder, die wir erst kennenlernen und manchmal treffen wir alte Bekannte. Beides ist sehr schön und wir genießen diese Auszeiten in der Adventzeit als Familie sehr.

Als Familientrainerin habe ich mir heuer auch noch einen besonderen Adventkalender für alle Eltern überlegt. Jeden Tag poste ich auf meinem Facebook-Account eine Idee, wie ich mich selbst, meine Beziehung oder meine Kinder im hektischen Alltag stärken kann.

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EIN ARTIKEL VON
  • Claudia Umschaden

    Als Mutter stehe ich – trotz meiner pädagogischen Ausbildung – immer wieder vor neuen Herausforderungen. Ich habe fünf Kinder im Alter von 14, 13, 8, 4 und 2 Jahren und jedes ist anders. Als Familientrainerin möchte ich meine Erfahrungen teilen und Wege aufzeigen, wie es möglich ist, mit noch mehr Freude Familie zu leben!


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