5. April 2018

FamilienZeit

familienzeit - meinefamilie.at

Viele Familien verbringen die Osterzeit auch bei ihren eigenen Kernfamilien. Das ist eine sehr schöne, aber auch intensive Zeit. Unterschiedliche Charaktere, Erziehungsstile, Erfahrungsschätze und Rollenbilder stoßen aufeinander. Wenn man sich drauf einlässt und alles nicht allzu ernst nimmt, kann daraus eine wunderbare Zeit werden. Es wird gespielt, gelacht, gegessen, getratscht,…alles miteinander. Gemeinsame Erlebnisse stärken das Familienleben. Von den spannenden Seiten dieser Zeit brauche ich euch wohl nicht berichten, die kennt ein jeder.

Wie kann so ein Familientreffen gelingen?

Das frage ich mich auch manchmal…

Also ich packe für alle möglichen Erlebnisse etwas ein, vom Gatschgewand über bequeme Kleidung, aber auch Schuhe, die schmutzig werden dürfen, Gummistiefel…  Es kann ja plötzlich die Idee entstehen, dass wir Wandern gehen, im Garten herum graben oder ein Abenteuer gestartet wird…mit Sack und Pack in eine Klamm…. hatten wir schon mal. Und da wären so einige froh gewesen, wenn die Kinder ein Paar Wechselschuhe mit gehabt hätten.

Was ich noch einpacke?

Hauptsächlich Humor, Verständnis, Geduld und ein Spiel, das für den Großteil der Familie interessant sein könnte. Und so entsteht oft ein gemütlicher Tag.

Spielen macht Spaß. Spielen steckt an. Spielen verbindet.

Im Alltag entsteht auch oft eine FamilienZeit. Zeit mit Oma und Opa. Wenn ihr wie wir das Glück habt, dass alle Großeltern schon in Pension daheim sind, ergibt sich das von alleine. Das kommt aber heutzutage selten vor, das ist mir klar. Trotz alledem spielen in den meisten Familien Oma und Opa eine große Rolle. Ob es den Eltern immer Recht ist, ist eine andere Frage. Es gibt auch wie bei Eltern die unterschiedlichsten Typen von Großeltern. Eine gute Freundin von mir hält zum Thema Großeltern Workshops. Eine tolle Sache. Sie hat mir zu den Typen verraten, dass es beispielsweise eine Feuerwehr-Oma gibt, die immer kommt wenn es „brennt“. Davon gibt es glaub ich einige.

Die Relevanz von Großeltern

Großeltern geben unseren Kindern so viel mit. Sie nehmen sich Zeit für unsere Kinder. Manchmal, um uns zu entlasten, manchmal, um uns helfen, manchmal, um Zeit mit ihren Enkeln zu verbringen. Ich erlebe die Großeltern meiner Tochter, aus diesen Erfahrungen heraus schreibe ich auch. Es wird so viel mit ihr gesprochen, gesungen, ihr immer wieder alles erklärt. Bei Oma schmeckt das Essen gleich umso leckerer und bei Opi wird die Banane verspeist, die zu Hause des öfteren auf Ablehnung stoßt.

Erlebnis Alltag

Alltägliche Dinge wie Blumen gießen, Vögel füttern, Einkaufen gehen usw. werden zum Erlebnis. Das ist so schön zu beobachten. Klare und nachvollziehbare Grenzen werden gesetzt und gleich im nächsten Moment werden diese Regeln wieder verändert oder aufgehoben. Das ist gut so, denn bei Oma und Opa herrschen andere Sitten. In meinen Kindheitserinnerungen war das auch immer so, liebend gerne war ich bei meiner Oma, da durfte ich viele Dinge, die zu Hause nicht erlaubt waren. Und das habe ich ganz genau gewusst. Kinder können sich in bis zu zehn verschiedenen Wertesystemen zu Recht finden. Dieser Gedanke beruhigt mich als Mutter enorm und erklärt meine Erfahrungen als Kind.

Regeln für Zuhause

Damit die Kinder nicht außer Rand und Band wieder nach Hause kommen, gibt es Regeln die da und dort gelten. Diese gilt es als Eltern klar zu kommunizieren. Es sollten Regeln sein, bei denen sich die Großeltern nicht künstlich verbiegen müssen. Meist geht es um einfache Dinge wie Ernährung, Medienkonsum, die Sprache untereinander. Sind da klare Richtlinien gesteckt, steht einer FamilienZeit nichts mehr im Wege.

Praktische Tipps

  • Verbrauchsgegenstände wie Windeln und Co bei Oma und Opa lagern sowie Reservekleidung für alle Fälle
  • Bei Übernachtungen alles kurz besprechen, Vertrauen haben und wissen, dass sie es anders aber gut machen.
  • Kuscheltiere und Puppen dürfen auch bei Übernachtungen nicht fehlen, sie geben den Kindern Sicherheit!
  • Themen die Konflikte hervorrufen könnten, wie Ernährung und Co vorher besprechen
  • Kindgerechtes Mobilar erleichtert auch den Alltag bei den Großeltern – ein Flohmarktbesuch lohnt sich da oft!
  • Spielmöglichkeiten für draußen wie Schaukeln, Sandkisten sind auch bei Oma und Opa der Hit! Bei uns hat das dieses Jahr der Osterhase übernommen…

FamilienZeit ist etwas, was man mit Geld nicht kaufen kann….in diesem Sinne danke an alle, sei es Omas und Opas, Tanten und Onkeln…für die Zeit, die sie mit unserer Tochter und uns verbringen.

 

 

 

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EIN ARTIKEL VON
  • Barbara Hirner

    Lebe, liebe, lache – das ist mein Lebensgedanke und so genieße ich das Leben mit meinem Mann, meiner eineinhalbjährigen Tochter, meinen zwei Großfamilien und meinen unentbehrlichen Freunden. Alle machen den Alltag bunt und lebenswert. Durch meine pädagogische Ausbildung habe ich ein Potpourri aus Erfahrungen der Arbeitswelt und als Mama.


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