26. Juni 2019

Wie werden Kinder schlau?


Wer wünscht sich nicht, dass das eigene Kind einmal schlau, intelligent und gut in der Schule ist? Es gibt zahlreiche Studien darüber, welche Faktoren dazu beitragen, dass unsere Kinder besonders intelligent werden. Und eigentlich klingt das alles recht simpel.

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Untersucht werden bei wissenschaftlichen Studien die Intelligenzquotienten der Kinder. Dabei ist es natürlich besonders interessant zu hinterfragen, was Kinder schlau macht und somit den IQ erhöht. In der New York University wurden zu diesem Thema über 70 Studien veröffentlicht. Dabei wurden Kinder in den ersten fünf Lebensjahren untersucht. Der Schwerpunkt lag ausschließlich bei den kognitiven Fähigkeiten der Kinder. Sowohl die emotionale als auch die soziale Intelligenz wurden dabei gar nicht berücksichtigt. Ebenfalls nicht berücksichtigt wurden bei den Studien der Einfluss der Umwelt bzw. der Eltern. Das Ergebnis der Studien: Drei Faktoren sind ausschlaggebend.

Schlau durch Ernährung

Die meisten Mamis werden sich erinnern, während der Schwangerschaft irgendwelche „Vitamintabletten“ zu sich genommen zu haben. Diese enthalten neben Folsäure und anderen wichtigen Nährstoffen für Mutter und Baby meist auch Omega-3-Fettsäuren. Und gerade diese sind ausschlaggebend für die Intelligenz der Kinder. Auch in den ersten Lebensjahren sollte noch darauf geachtet werden, dass die Kinder genug Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen. Unter anderem sind sie in Walnüssen, Fisch, Chia-Samen, verschiedenen Ölen, Avocados, usw. enthaltenen.

Komm, lass uns spielen!

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Der Kontakt zu anderen (gleichaltrigen) Kindern wirkt sich positiv auf den Intelligenzquotienten der Kleinen aus. Bei den wissenschaftlichen Untersuchungen machte der Besuch eines Kindergartens einen deutlichen Unterschied. Besonders bei Kindern, die zu Hause eher wenig Anreize und Anregungen durch die Eltern bekamen, waren die Unterschiede sehr deutlich. Bis zu sieben IQ-Punkte mehr können Kinder erzielen, wenn sie regelmäßigen Kontakt (Kindergarten, Tageseltern,…) zu Gleichaltrigen pflegen. Dabei ist es laut Studien unabhängig vom Alter der Kinder. Kinder im letzten Jahr vor Schuleintritt profitieren genauso, wie noch ganz junge Kinder, die erst im Krabbelalter sind. Einen Vorteil haben die Kinder, wenn die Einrichtung, die sie besuchen, besonderen Wert auf die Sprachentwicklung und deren Förderung legt.

Ich lese dir noch eine Geschichte vor

Kinder denen in den ersten Lebensjahren häufig gemeinsam vorgelesen wird, können ihren Intelligenzquotienten um bis zu sechs Punkte steigern. Von diesem Effekt waren sogar die Wissenschaftler selbst überrascht. Dabei gilt noch zu betonen, dass der Effekt umso größer ist, je früher mit dem interaktiven Lesen begonnen wird. Und so ganz nebenbei stärkt man durch die gemeinsame Zeit auch noch die Bindung zwischen Lesendem und Zuhörer. Und selbst wenn der IQ dadurch nicht steigen sollte, hat man zumindest ganz wertvolle gemeinsame Zeit mit seinem Kind verbracht.



EIN ARTIKEL VON
  • Bettina Fauler

    Ich lebe mit meinem Partner und unserem Sohn in Tirol. Hauptberuflich bin ich Mama, auch wenn ich Teilzeit als Sonderkindergartenpädagogin, Elternbildnerin und Trainerin arbeite. Ich erlebe einen abwechslungsreichen (Erziehungs-)Alltag, den ich gerne mit anderen teile.


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