9. Februar 2015

Vollwertkost leicht gemacht


Vollwertkost lässt sich selbst sehr einfach und schnell zubereiten und bietet eine abwechslungsreiche sowie ausgewogene Ernährung für die ganze Familie.

Volles Korn für den Familientisch

Vollwertkost ist im Trend. Heutzutage wird großer Werbeaufwand mit Vollkornprodukten betrieben, aber diese lassen sich auch selbst sehr einfach und schnell zubereiten und bieten damit eine abwechslungsreiche sowie ausgewogene Kost für die ganze Familie.

Vollwertkost schon als Kind

Ich erinnere mich noch genau an den Tag (vor ungefähr dreißig Jahren), an dem meine Mutter in eine Getreidemühle investierte, um die Familie künftig gesünder zu ernähren. Regelmäßige Ausflüge zu umliegenden Biobauern folgten, um säckeweise Getreide wie Weizen, Dinkel, Roggen und Hafer direkt von der Quelle zu beziehen und diese bei uns einzulagern. Meine Mutter befasste sich von nun an eingehend mit der Vielfalt der Vollwertküche und ging von diesem Tag an in die eigene Broterzeugung. Von den selbst hergestellten Vollkornprodukten waren natürlich Kuchen und Hauptmahlzeiten nicht ausgenommen.

Als Kind wusste ich dieses neuartige Ernährungsbewusstsein meiner Mutter natürlich nicht immer in ausreichendem Maße zu schätzen, noch dazu in einer Zeit, in der diese Art, sich gesund zu ernähren, noch nicht so weit verbreitet war wie sie es heute ist. Andererseits kam ich in den ständigen Genuss ofenfrischen Brotes, was mir noch heute in guter Erinnerung ist.

Selbst Getreide mahlen

Seither sind etwa dreißig Jahre vergangen und nach einer langjährigen, vorwiegend Weißmehl-lastigen Kost im eigenen Haushalt mache nun auch ich mir Gedanken, wie ich meine Tochter am besten gesund ernähre. Seit ihrer Geburt wurden plötzlich Zucker & Co. zu einer Art Feindbild und auch reine Weißmehlprodukte versuche ich einzuschränken. Zunächst allerdings nur bedingt erfolgreich.

Zu meinem letzten Geburtstag erhielt ich daher von meinen Eltern: eine Getreidemühle! Und ich muss sagen, sie leistet seither gute Dienste. Natürlich habe ich nicht ausschließlich auf Vollkorn umgestellt, das möchte ich auch gar nicht (abgesehen davon ist es eine Frage der Zeit, ob man im Laufe einer Woche zwei- bis drei Mal Brot backen kann). Aber ich setze die Mühle regelmäßig ein, wenn in der Küche Mehl im Spiel ist.

Meine Dreijährige liebt z.B. Palatschinken: 1 Ei, 200 ml Milch, 100 g Mehl. Da lässt es sich wunderbar zur Hälfte mischen, sei es mit frisch gemahlenem Buchweizen, Dinkel oder etwas Hirse. Für mein Kind macht es keinen Unterschied, aber wenn ich ihr zusehe, wie sie Stück für Stück einer ihrer Lieblingsspeisen verschlingt, sehe ich zugleich vor meinem inneren Auge viele bunte Vitamine und Mineralstoffe fröhlich in ihren Magen purzeln.

Buchweizen und Hirse wie Reis zubereiten

Dies soll kein Aufruf zum allgemeinen Getreidemühlen-Kaufen sein, auch so lässt sich Vollkornkost gut in den Alltag integrieren. Heutzutage wird es uns viel leichter gemacht, im normalen Handel an Getreide heranzukommen – das man übrigens auch als ganzes Korn kochen kann. Buchweizen und Hirse lassen sich wie Reis zubereiten und sind zugleich eine angenehme Abwechslung, wenn mir einmal die Ideen für den wöchentlichen Speiseplan ausgehen. Mit buntem Gemüse und etwas Feta oder Mozzarella garniert ergeben sie eine interessante „Gemischte Pfanne“, die noch dazu schnell zubereitet ist.

Auch wenn das alles den Eindruck danach erwecken kann, wird sich in meiner Küche künftig nicht alles um das volle Korn drehen. Es soll kein panisches Nur-darauf-Achten-gesund-zu-leben sein, sondern abwechslungsreich, bunt, vielfältig – und vor allem schmecken. Mit einer guten Mischung sollte das zu schaffen sein, und wenn man ein zusätzliches Küchengerät zur Hilfe hat – umso besser. Dieselbe Getreidemühle meiner Mutter existiert übrigens noch immer und ist auch heute noch fast täglich in Verwendung…

Lies auch den Rezepttipp für Amerikanische Hühnersuppe

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EIN ARTIKEL VON
  • Sabine Láng

    Immer schon von der französischen Sprache fasziniert, nützte ich mein Studium der Theaterwissenschaft, um neben Wien auch in Paris zu studieren. Heute kann ich Französisch beruflich nützen. Mein Mann und ich haben die schöne Aufgabe, unsere 3-jährige Tochter an die Musik heranzuführen!


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