5. Oktober 2015

Vitamine gegen Schnupfen, Husten & Co.

Vitaminreich durch den Herbst - meinefamilie.at

Damit wir bei sinkenden Temperaturen nicht krank im Bett landen, ist es wichtig, auf einen gesunden Lebensstil zu achten und Vitamine zu essen. Tipps dazu.

Auch wenn wir es vielleicht nicht so ganz wahrhaben wollen: Der Sommer ist nun offiziell vorbei und der Herbst hat uns wieder. Neben all den schönen Dingen, die diese Jahreszeit mit sich bringt, ist sie leider oft auch Schnupfen-, Husten- und Erkältungszeit. Die Temperaturen sinken langsam und um uns herum tummeln sich unzählige Viren und andere Krankheitserreger. Damit wir dennoch nicht gleich für einige Tage im Bett landen, ist es gerade jetzt besonders wichtig, auf einen gesunden Lebensstil zu achten.

Vitamine, Vitamine und nochmal Vitamine

Für ein gut funktionierendes Immunsystem braucht der Körper ausreichend Nährstoffe und Vitamine. Denn Vitamine erfüllen im Körper zahlreiche lebenswichtige Aufgaben: Sie sind am Ablauf von komplexen Abwehr- und Immunreaktionen beteiligt, unterstützen den Gewebeaufbau und die Energiegewinnung von Körperzellen, verhindern die Bildung freier Radikale, die für die Entstehung vieler Krankheiten verantwortlich sind – und haben damit insgesamt einen großen Einfluss auf die Infektanfälligkeit. Zusätzlich erfüllt jedes Vitamin noch ganz spezifische Aufgaben. Wir müssen Vitamine mit der Nahrung zu uns nehmen, weil unser Körper sie nicht bzw. nicht in ausreichenden Mengen selbst produzieren kann. Daher spricht man auch von essentiellen Nahrungsbestandteilen.

Aber welche Vitamine sind nun eigentlich besonders wichtig? In erster Linie kommt es auf die Vielfalt an: Buntgemischte Kost ist für unser Abwehrsystem weit besser, als sich z.B. auf so genannte Superfoods zu verlassen. Denn so gesund Chiasamen und Co. auch sein mögen – kein einziges Nahrungsmittel enthält alleine sämtliche Nährstoffe, die wir brauchen.

Die wichtigsten Vitaminquellen sind für uns Obst und Gemüse, aber auch pflanzliche Öle, Vollkornprodukte oder Nüsse. Auch tierische Produkte, wie Milch, Eier oder Fleisch, liefern uns Vitamine. Diese wurden entweder vom Tier über pflanzliche Nahrung aufgenommen oder in deren Darmflora durch spezielle Mikroorganismen produziert.

Herbstliches für das Immunsystem

Auch im Herbst haben viele Obst- und Gemüsesorten in Österreich Saison und sind frisch aus der Region erhältlich. Dazu zählen unter anderem folgende Vitaminbomben:

  • Brokkoli (Juli bis Oktober)
  • Karfiol (Juli bis Oktober)
  • Fisolen (Juli bis September)
  • Tomaten (Juni bis Oktober)
  • Kürbis (August bis Oktober)
  • Paprika (September bis November)
  • Vogerlsalat (September bis Mai)
  • Karotten (ganzjährig erhältlich, frisch von Juni bis Oktober)
  • Kartoffel (ganzjährig erhältlich, frisch von Juli bis Oktober)
  • Zwiebel (ganzjährig erhältlich, frisch von Mai bis Oktober)
  • Sellerie (ganzjährig erhältlich, frisch von Juli bis Oktober)
  • Rote Rübe (ganzjährig erhältlich, frisch von Juli bis Oktober
  • Äpfel und Birnen (ganzjährig erhältlich, frisch von Juli bis November)
  • Weintrauben (August bis September)

Für alle Lebensmittel gilt: Auf die Lagerung und die Zubereitung kommt es an!

Zu viel Hitze oder Licht, zu frühes Einfrieren oder zu langes Kochen kann die Struktur der Vitamine zerstören. Ein Dampfgarer ist zum Beispiel eine gute Möglichkeit, Gemüse schonend zuzubereiten.

Ab in die Sonne!

Im Herbst und im Winter müssen wir besonders darauf achten, genügend Sonnenstrahlen abzubekommen. Das ist nicht nur wichtig für unser Wohlbefinden, wir brauchen das Sonnenlicht auch, um Vitamin D zu produzieren. Dieses Vitamin spielt eine wichtige Rolle im Knochenstoffwechsel, bei der Zahnentwicklung sowie im Immunsystem.

Je weniger Zeit wir im Freien verbringen, umso größer ist also die Gefahr eines Vitamin-D-Mangels. Daher müssen wir gerade in den dünkleren Herbst- und Wintermonaten darauf achten, so viele Sonnenstunden wie möglich auszunutzen und gleichzeitig ausreichend Vitamin D über die Nahrung aufzunehmen. Pilze (vor allem Steinpilze, Champignons), Eier, Butter und Fisch wie Thunfisch oder Forelle sind wichtige Vitamin-D-Lieferanten.

Wie bemerke ich einen Vitaminmangel?

Vitaminmangelzustände sind generell eher schwer zu erkennen, da sie zunächst nur sehr allgemeine Symptome verursachen, wie etwa Müdigkeit, depressive Verstimmung oder Konzentrationsschwäche sowie eine erhöhte Infektanfälligkeit und Immunschwäche.

Schwere Mangelzustände oder das vollständige Fehlen eines Vitamins über einen längeren Zeitraum können jedoch schwerwiegende Folgen haben. So kann es etwa bei einem Mangel an Vitaminen des B-Komplex zu einer Blutarmut (Anämie) kommen, ein Mangel an Vitamin D kann zu einer Knochenerweichung (Osteomalazie) führen und ein Mangel an Vitamin A zu Sehstörungen. Meist müssen zuerst sämtlich andere Ursachen ausgeschlossen werden, bevor ein Vitaminmangel sicher festgestellt werden kann.

Bewegung gegen Erkältung

Um unser Immunsystem zu stärken und uns auch in der kälteren Jahreszeit fit zu halten, ist jedoch eine gesunde Ernährung alleine nicht ausreichend. Auch Bewegung und Sport gehören dazu. Aber dazu nächstes Mal mehr….

Mehr zum Thema Vitamine

Wir empfehlen auch: Eintopf-Rezepte für die kalte Jahreszeit

 

  • War dieser Artikel für dich hilfreich/interessant?
  • Ja   Nein


EIN ARTIKEL VON
  • Netdoktor

    netdoktor.at ist Österreichs größtes Gesundheitsportal im Internet. Wir, die Redaktion, sind ein eingespieltes Team aus Journalisten, Medizinern und Ernährungswissenschaftern. Besonders am Herzen liegen uns sämtliche Themen rund um Schwangerschaft, Kinder und Familie. Auch mit gesunder Ernährung beschäftigen wir uns gerne.


Jetzt kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

meinefamilie.at