14. September 2015

Schuljause, Schultasche & Schulweg


Mit gesunder Schuljause und richtig gepackter Schultasche sind Erstschwierigkeiten zum Schulstart umgangen. Tipps zu Gesundheitsfragen zur Schulzeit.

Auch die schönsten Ferien gehen einmal zu Ende – in Österreich ist wieder Schulbeginn. Besonders aufregend ist natürlich der allererste Schultag. Wir haben Tipps rund um die wichtigsten Gesundheitsfragen zur Schulzeit.

Die innere Uhr der Kinder tickt anders

Die größte Umstellung ist für die meisten Kinder zunächst das Aufstehen am Morgen. Auch wenn schon zur Kindergartenzeit der Wecker früh morgens geläutet hat – ab dem Schulbeginn müssen strengere Zeitpläne eingehalten werden. Frühes Aufstehen ist jedoch für die meisten Kinder der reinste Horror, für die Eltern wird der morgendliche Aufweck-Stress oft zur Geduldsprobe.

Dabei liegt es gar nicht an Faulheit, dass Kinder in der Früh nicht aus den Federn kommen – sie haben einfach einen anderen biologischen Rhythmus als Erwachsene. Einerseits brauchen sie mehr Stunden Schlaf, andererseits ist ihre innere Uhr zwischen sechs und sieben Uhr morgens einfach nicht auf „Aufstehen“ gestellt.

Helfen kann es, Licht zum Wecken einzusetzen: spezielle Tageslichtwecker oder es im Kinderzimmer langsam immer heller werden zu lassen hilft, die Kinder wach zu bekommen. Denn Helligkeit wirkt aktivierend.

Zeit fürs Frühstück

Bei allem Stress am Morgen: Gerade an Schultagen sollte immer genug Zeit bleiben, um zu frühstücken. Ein paar ruhige Minuten reichen dafür schon aus. Und gerade für Kinder scheint das Frühstück besonders wichtig zu sein: Zahlreiche Studien belegen, dass Schüler, die regelmäßig ein gesundes Frühstück bekommen, tagsüber mehr Leistung erbringen und konzentrierter sind als Gleichaltrige, die nicht frühstücken.

Gesunde Schuljause

Auch auf den Inhalt der Jausenbox kommt es an. Eine ausgewogene Zwischenmahlzeit hilft, in der Schule konzentriert zu bleiben. Grundprinzipien sind dabei: die Jause soll satt machen, gesund und abwechslungsreich sein. Und das ist gar nicht so schwer, beachtet man einige grundlegende Regeln.

Greifen Sie beim Brot vorrangig nicht zu Weißmehl-, sondern zu Vollkornprodukten. Die gibt es in vielen Varianten – neben dem klassischen Vollkornbrot sind auch z.B. Pita, Fladenbrot oder Wraps in der Vollkornversion erhältlich. Bei Aufstrichen aller Art wie Butter, Margarine oder Liptauer gilt die Faustregel: dicke Scheibe, dünner Belag; das gleiche sollte bei Käse (optimalerweise in fettarmer Variante) und Schinken eingehalten werden.

Auch Obst und Gemüse darf in der Schultasche nicht fehlen: Gurkenscheiben in der Wurstsemmel, ein bisschen Salat im Brot, ein bunter Apfel-Beeren-Mix als Zwischenmahlzeit – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Kinder lieben – und brauchen – auch Milchprodukte. Buttermilch, Natur- oder Fruchtjoghurt, Trinkjoghurt, Topfencreme: Die Palette ist riesig. Und natürlich darf auch mal etwas Süßes dabei sein. Ein kleines Stück Kuchen oder ein kleiner Schokoriegel schaden nicht und machen glücklich.

Richtig trinken

Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten sind mögliche Folgen eines unausgeglichenen Flüssigkeitshaushaltes. Gerade in der Schule sollten Kinder daher immer ausreichend trinken. Ideal sind Leitungswasser, gespritzte Fruchtsäfte (zwei Teile Wasser, ein Teil Saft) oder Gemüsesäfte. Auch ungezuckerte Früchte- oder Kräutertees kommen als Durstlöscher in Frage.

Die Schultasche

Schon die Kleinsten tragen mitunter eine schwere Last auf dem Rücken. Dies kann langfristig jedoch zu Haltungsschäden wie einem Hohlkreuz oder einem Rundrücken führen. Experten empfehlen daher, dass die (gepackte!) Schultasche maximal zehn Prozent des Körpergewichtes ausmachen darf – das sind bei Volksschülern mit durchschnittlich 20 bis 40 Kilogramm also höchstens 2 bis 4 Kilogramm. Zudem sollten die Gurte unbedingt gepolstert, stufenlos verstellbar und mindestens vier Zentimeter breit sein. Die Tasche sollte außerdem auf der dem Rücken zugewandten Seite gepolstert sein.

Packen Sie die Schultasche unbedingt mit Ihrem Kind gemeinsam. Hinein kommt nur, was wirklich benötigt wird; Sammelalben, Kuscheltiere oder Spielsachen bleiben zu Hause.

Der Schulweg

Gemeinsam mit dem Kind zu üben, wie man den Schulweg sicher meistert, ist unumgänglich. Wichtig: Das richtige Verhalten auf dem Schulweg und im Straßenverkehr lässt sich lernen – es erfordert aber Zeit und muss immer wieder geübt werden. Überfordern Sie Ihr Kind nicht und geben Sie Ihm die Zeit, die es braucht. Hier einige Tipps:

  • Stellen Sie für Ihr Kind klare Regeln auf und formulieren Sie kurze, einfache Merksätze, wie z.B. „Rot bedeutet Stopp“
  • Zeigen Sie Ihrem Kind, wo mögliche Gefahrenquellen sind, wie z.B. ein Fußgängerüberweg ohne Ampel, aber machen Sie ihm keine Angst.
  • Der kürzeste Weg ist nicht immer der beste! Kleine Umwege zahlen sich unter Umständen aus, wenn sie sicherer sind.

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EIN ARTIKEL VON
  • Netdoktor

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