29. Juni 2016

Stock-Brot backen

Stock-Brot backen - meinefamilie.at

Stock-Brot zu backen ist nicht nur praktisch und lecker, es ist vor allem ein Erlebnis. Am Lagerfeuer die ideale Sommer-Aktivität.

Seit mein Sohn (3) auf der Welt ist, wage ich mich schrittweise auch an die Kunst des Brotbackens. Das Schöne daran ist, dass Brot-Teige einfach zuzubereiten sind. „Schwierige“ Schritte wie Mixen oder Eier-Trennen fallen weg, wodurch diese Art des Backens auch schon gut mit ganz kleinen Kindern funktioniert. Außerdem ist beim Brot-Backen Abwechslung garantiert, da es beinah unendlich viele Varianten gibt. Eine sommerliche Variante möchte ich heute ganz besonders ans Herz legen: das Stock-Brot! Kinderleicht, tierisch gut, urzeitlich abenteuerlich.

Sommergefühle und Kindheitserinnerungen

Sobald die Temperaturen und Wetterverhältnisse es heuer zuließen, starteten wir die Mission „Stock-Brot backen“. Zu Ostern bereiteten wir unser erstes Stockbrot auf unserem kleinen Camping-Griller zu. In der Zwischenzeit haben wir in unserem Garten eine Feuerstelle errichtet. Kaum erschaffen, schon eingeweiht: natürlich mit Stock-Brot. Dass das Brot lecker schmeckt, ist eigentlich nur ein angenehmer Nebeneffekt.

Das wirklich Schöne daran ist das Feuer-Entzünden, das Wärme-Spüren, das Knistern-Erleben, das Gemeinsam-am-Feuer-Sitzen, das Plaudern und Singen.

Wir haben jetzt schon einige Male das Brot-Backen auf diese Weise zelebriert. Mein Sohn war jedes Mal mit Feuereifer dabei. Kein Zweifel: Sommer bedeutet für ihn im Moment Stockbrot und Lagerfeuer. Ich hoffe, dass sich solche und ähnliche Erlebnisse in sein Gedächtnis legen und dort für lange Zeit als positive Erinnerungen abgespeichert sind. Denn aus solch archaischen Momenten – so mein Gefühl – setzt sich die Kindheit zusammen und nährt sich die Kinderseele. Denke ich an die (leider seltenen) Grill-, Feuer- und Campingerlebnisse meiner Kindheit, dann kribbelt’s immer noch. Heutzutage ist es für Kinder allerdings gar nicht mehr so einfach und selbstverständlich, zu derartigen Erlebnissen Zugang zu haben. Ich sehe es als eine meiner Aufgaben als Mutter, dieses Feeling von Natürlichkeit, Verbundenheit, Erdung und Abenteuer in unseren Alltag zu bringen. Das lässt nicht nur das urzeitliche Herz meines Sohnes höher schlagen, sondern auch meines!

Zutaten für ca. 6 Portionen

  • Ca. 6 Portionen
  • ½ kg Mehl
  • 1 TL Salz
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • Brotgewürze wie Thymian oder Oregano
  • Ca. ¼ l Wasser
  • 6 Stöcke (am besten Haselnuss-Stöcke, weil ungiftig)
  • Ein offenes Feuer

So macht ihr das Stock-Brot

Alle Zutaten miteinander vermengen. Nur so viel Wasser hinzugeben, dass der Teig eine elastische Konsistenz hat. Zudecken und gehen lassen.

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Würste aus dem Teig formen und spiralförmig um die Spitzen der Stöcke (an einem Ende des Stockes etwa 30 cm von der Rinde entfernen) wickeln. Dabei die Enden gut andrücken, damit sie beim Rösten nicht aufgehen.

In der Zwischenzeit das Feuer anzünden, dann das Stock-Brot über die Glut halten, bis der Teig gebacken ist. Dann Gitarre holen und genießen!

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