17. November 2016

Rezepte zur Heiligen Elisabeth: Brot, Striezel, Kekse backen

Rezepte Heilige Elisabeth - meinefamilie.at

Die Heilige Elisabeth wird am 19. November gefeiert und ist Patronin der Bäcker. Zu ihren Ehren empfehlen wir Rezepte für Brot, süße Striezel und mürbe Kekse.

November und Dezember sind die beiden Monate im Jahr, in denen man besonders viele Heilige – ganz bewusst – feiert. Und zwar deshalb, weil sie als „Lichtbringer“ bezeichnet werden, was natürlich in der dunkleren Jahreszeit besonders wirksam ist. Wie schön, dass die Heilige Elisabeth ihren Namenstag am 19. November, also ebenfalls im Herbst feiert.

Heilige Elisabeth ist Patronin der Caritas, Witwen und Bäcker

Im Jahr 1205 wurde Elisabeth im heutigen Ungarn als Tochter des Königs Andreas II. geboren, aber schon mit 5 Jahren auf die Wartburg in Thüringen gebracht, wo sie fern von den eigenen Eltern aufwuchs. Sie wurde bereits als Kleinkind mit dem 5 Jahre älteren Ludwig von Thüringen verlobt, der ihr liebster (und einziger?) Spielgefährte wurde. Mit 16 Jahren heiratete Elisabeth ihren Ludwig und sie führten eine glückliche Ehe. Drei Kinder brachte Elisabeth bis zu ihrem 20. Geburtstag zur Welt. Die junge Frau war aber nicht das, was sich der Thüringer Hof von einer Adeligen ihres Standes erwartete: Sie liebte den Prunk und Luxus nicht, im Gegenteil, sie kümmerte sich lieber um die Menschen, die im Schatten der Wartburg in Armut lebten. Elisabeth pflegte Kranke, versorgte Arme und verschenkte einen Großteil ihres Vermögens. Weder Schwager noch Schwägerinnen fanden dieses Verhalten angemessen oder gut, nur Ludwig selbst sagte: „Wenn sie mir nur nicht die Wartburg verschenkt, bin ich’s wohl zufrieden.“ Und er ließ sie gewähren. Ihre Widersacher aber verfolgten sie, um sie ihres Fehlverhaltens zu überführen.

Als ihr einmal der Schwager am Weg ins Tal auflauerte, wohin sie mit einem Korb voll frischen Brotes unterwegs war, zerrte er das Tuch vom Korb – und siehe da: Im Korb lagen Rosen, kein Krümel Brot, das dem Tisch der Adeligen fehlen würde.

Als im Land eine Hungersnot herrschte und Elisabeth für die Armen die Kornspeicher öffnen ließ, nahm ihr Mann Ludwig sie erneut in Schutz und sagte: „Lasst sie Gutes tun und für Gott geben, was sie mag!“ Leider aber verstarb Ludwig viel zu früh und Elisabeths Gegner hatten nun freie Bahn, sich der „verschwenderischen“ Elisabeth zu entledigen. Die 20-jährige Witwe wurde völlig mittellos mit ihren Kindern von der Wartburg gejagt und lebte selbst in Armut. Erst ihr Beichtvater, der sich für sie bei den Verwandten einsetzte, erreichte, dass Elisabeth eine Art Abfindung aus dem Besitz ihres verstorbenen Mannes erhielt. Dieses Geld setzte Elisabeth für die Errichtung eines Krankenhauses in Marburg ein. Dort pflegte sie selbst die Kranken ohne Rücksicht auf ihre eigene Gesundheit. Elisabeth starb bereits mit 24 Jahren und wurde vier Jahre später bereits heiliggesprochen. Ihr Namenstag wird an dem Tag gefeiert, an dem sie begraben wurde, am 19. November.

Aufgrund des Brot-/Rosenwunders gilt Elisabeth als Patronin der Bäcker, da sie eine junge Witwe war, ist sie Schutzherrin der Witwen und ihr Einsatz für die Armen und Kranken macht sie zur Heiligen der Caritas.

Rezepte zur Heiligen Elisabeth - meinefamilie.atIn Erinnerung an Elisabeth von Thüringen: backen

Verschiedene Möglichkeiten gibt es, um an die Heilige zu denken. Für Kinder ist es besonders lustig, selbst etwas zu backen und damit an das Rosenwunder zu erinnern. Kinder lieben es, Brot, Striezel, Kekse zu backen – hier ein paar einfache Rezepte:

Einfaches Brotrezept

  • 500 g Vollkorndinkelmehl
  • 500 ml dunkles Bier ODER
  • 500 ml Buttermilch
  • Salz und/oder Brotgewürz
  • Gehackte Nüsse, Sonnenblumenkerne, Sesam oder Leinsamen zum Bestreuen

Buttermilch oder Bier mit dem Mehl und etwas Salz und/oder Brotgewürz verrühren – mit dem Mixer mit Knethaken. Dann kleine Kugeln formen und auf das Backblech setzen, mit der Hand flach drücken. Wenn der Teig zu sehr klebt, die Hände ordentlich mit Mehl bestäuben, dann geht es einfacher. Die kleinen Weckerl mit Körnern oder Nüssen bestreuen.

Das Blech ins vorgeheizte Backrohr schieben und ca. 20 Minuten bei 200 °C bei Ober- und Unterhitze backen. Herausholen, auskühlen lassen, genießen.

Rezepte zur Heiligen Elisabeth - meinefamilie.atStriezel, Zöpfe, süße Brezeln

  • 500 g Mehl
  • 1 Packung Germ
  • 75 g Zucker
  • 3 Esslöffel Öl
  • 2 Dotter
  • Vanillezucker
  • Prise Salz
  • 320 ml lauwarme Milch

Rezepte zur Heiligen Elisabeth - meinefamilie.atAlle Zutaten vermischen, rühren, 45 Minuten an einem warmen Ort rasten lassen. Dann kneten und zu Striezeln, Brezeln oder Nestern formen. Eventuell mit Hagelzucker bestreuen. Aufs Backblech setzen, mit Milch bestreichen. 15 Minuten bei 200 °C backen, 6 Minuten bei 180 °C backen, 20 Minuten bei 150 °C backen, bis die Striezel goldbraun sind.

Mürbe Kekse

  • 3 Teile Mehl (z.B. 240 g)
  • 2 Teile Butter (z.B. 160 g)
  • 1 Teil Zucker (z.B. 80 g)
  • 2 Dotter
  • Eventuell Zitronenschale oder Zimt

Mehl und Butter „abbröseln“ – also das Mehl und die würfelig geschnittene Butter mit der Hand verkneten: Das dauert, ist aber ein sehr angenehmes Gefühl auf den Händen – das samtige Weich des Mehls und das Fett der Butter – probier es aus! (Und nicht die Küchenmaschine nehmen …) Die restlichen Zutaten dazu geben und zu einem glatten Teig verkneten. Eine große Kugel formen und in Frischhaltefolie wickeln. Im Kühlschrank mindestens eine Stunde rasten lassen.

Rezepte zur Heiligen Elisabeth - meinefamilie.atDen Teig herausholen, kneten und auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, mit Keksausstechern Kekse ausstechen, auf das Backblech legen und mit verquirltem Ei bestreichen. Bei 170 °C backen – bis sie goldbraun sind (ca. 8-10 Minuten). Diese Kekse können auch mit Zuckerglasur o.ä. verziert werden.

In den Spuren Elisabeths

Wenn du nun wirklich in die Fußstapfen der Heiligen Elisabeth treten möchtest, nimmst du das selbst Gebackene und bringst es jemandem, dem es nicht so gut geht wie dir: dem Bettler, der einsamen Nachbarin, dem kranken Nachbarn, dem Flüchtlingskind etc.

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EIN ARTIKEL VON
  • Gabriela Paul

    Ich bin Mutter von drei Kindern. Nach meinem Germanistikstudium arbeitete ich jahrelang im Marketing. Dann entschied ich mich zu einer 180°-Wende und wurde römisch-katholische Religionslehrerin. Jetzt unterrichte ich Religion und Deutsch für Kinder mit Migrationshintergrund.


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