4. November 2016

Allerheiligenstriezel backen

Allerheiligenstriezel - meinefamilie.at

Dem Brauch nach werden zu Allerheiligen Striezel verschenkt. Mit diesem Rezept kannst du den Allerheiligenstriezel selbst backen – und auch lange nach Allerheiligen genießen!

Das geflochtene Hefegebäck wurde im 19. Jahrhundert an Arme und Bedürftige verschenkt. Der gute Brauch besteht in Österreich heute noch: Die Patenkinder bekommen an diesem Tag von ihren Paten einen Allerheiligenstriezel. Aber auch das Selberbacken macht Freude.

Allerheiligenstriezel – das Gebäck mit Tradition

Am ersten November, dem Allerheiligentag, gibt es das Striezelfrühstück, an dem das duftend-aromatische, geflochtene Hefegebäck mit frischer Butter und am besten mit selbst gemachter Marmelade vorzüglich schmeckt.

Die Zutaten für einen Allerheiligenstriezel
  • 1 kg Mehl (½ glatt, ½ griffig)
  • 1,5 Würfel Germ frisch (od. 2 Pkt. Trockenhefe)
  • 2 TL Salz
  • etwas mehr als 1/2 l Milch kalt
  • 1 Messerspitze Backpulver
  • 140 g Kristallzucker
  • 2 Packerln Vanillezucker
  • 120 g kalte, geschnittene Butterstücke
  • geriebene Zitronenschale
  • Ei zum Bestreichen, Hagelzucker zum Bestreuen, je nach Geschmack auch Rosinen
Die Zubereitung eines Sechser-Zopfs

Die Herstellung des Zopfes ist recht einfach. Schon bei der Zubereitung des Teigs können die Kinder helfen:
Die Zutaten werden vermischt. So wird ein mittelmäßig fester Germteig bereitet, der anschließend etwa vier Minuten mit der Küchenmaschine durchgeknetet wird.
Dann wird der Teig aus der Schüssel gestürzt, mit Frischhaltefolie zugedeckt und zur Ruhe an einen warmen Ort gestellt.
Jetzt den Teig einmal zusammenschlagen und kurz noch einmal durchkneten.
Sechs etwa gleichgroße Teigteile abteilen. Die Teile zu etwa gleich langen, daumendicken Rollen formen, die jeweils an ihren Enden spitz zulaufen – und jetzt wird geflochten!

Das Flechtwerk

Das Flechten des Allerheiligenstriezels wird für alle ein großer Spaß:
Dazu werden die sechs abgeteilten Stränge einfach von links nach rechts und von 1 bis 6 durchnummeriert. Im Anschluss an jeden Flechtschritt wird erneut nummeriert – ganz links ist dann wieder die 1 und rechts die 6.
Nun wird die Nummer 5 über die Nummer 1 gelegt, dann die 6 über die 4.
Auf der anderen Seite wird es genauso gemacht:
2 über 6,
1 über 3
In der Kurzversion heißt das:
5 über 1
6 über 4
2 über 6 und dann
1 über 3.

Jetzt wird gebacken

Den geflochtenen Striezel nun auf einem mit Backpapier belegten Blech platzieren. Das Flechtwerk für etwa eine halbe bis ganze Stunde an einem warmen Platz erneut aufgehen lassen. Danach den Striezel mit Ei bestrichen und mit Hagelzucker bestreuen und bei 180 Grad im vorgeheizten Backrohr über 25 bis 30 Minuten backen.

Extratipp: Zur Hälfte glattes und zur Hälfte griffiges Mehl nehmen und alle Zutaten recht kalt verarbeiten. Clever ist es, zum Ausarbeiten des Teiges Roggenmehl zu verwenden.

Ein weiteres Striezel-Rezept

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  • Gutekueche.at

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