10. März 2015

Müsli selber mischen


Gekauftes Müsli enthält zu viel Zucker, daher mischt sich bei uns jedes Kind sein eigenes Müsli. Das geht ganz einfach und macht Spaß!

Unsere Kinder sind keine Morgenmenschen. Außer am Sonntag, unserem „lange-schlafen-und-Nutella-Tag“, ist es deshalb schwer, sie zum Frühstücken zu bewegen. Wenn sie endlich nach mehrmaligen Aufweck-Versuchen am Esstisch sitzen, braucht es also etwas, das leicht „runterwandert“. Das klassische Marmeladebrot funktioniert da nicht.

Müsli ist voll Energie

Deshalb gibt es bei uns Müsli. Das enthält viele Kohlenhydrate, die Energie, Ballast- und Nährstoffe liefern. Vermischt mit Milch, Joghurt oder auch Fruchtsaft ist Flüssigkeit gleich dabei und ein eigenes Frühstücksgetränk nicht mehr unbedingt nötig. Außerdem kann Müsli kalt oder warm gegessen werden. Leider haben die meisten Müslis, selbst wenn sie von vermeintlichen „Gesundheitsmarken“ sind oder in Biosupermärkten verkauft werden, einen sehr hohen Zuckergehalt, teilweise bis zu 40% (!).

Mischen macht Spaß

Zucker ist zwar nicht schlecht, zu viel Zucker aber schon. Deshalb mischen wir seit einiger Zeit unser Frühstücksmüsli selbst. Das geht ganz einfach und macht Spaß! Da die Geschmäcker bei uns sehr verschieden sind (Rosinen, die der eine nicht ausstehen kann, werden vom anderen heiß begehrt, der Schokotiger mag keine Himbeeren, der Beerenfreund keine Nüsse…), darf sich jeder sein eigenes Müsli zusammenstellen. Und während bei allen anderen Mahlzeiten gilt, „die Mama ist kein Gasthaus“ – ich also nur ein Gericht für alle koche – ist so das Frühstück die Mahlzeit, bei der es etwas individueller zugeht und jeder seine Vorlieben haben darf.

Und so geht’s

Basiszutaten:

  • Getreideflocken, z.B. Hafer und Dinkel (gibt es grob und fein, Kinder bevorzugen meist feine Flocken)
  • Flakes, ungesüßt, sind knusprig und knacksen lustig beim Reinbeißen, z.B. Mais (Cornflakes) oder Dinkel
  • gepuffte, ungesüßte Körner, (z.B. Amaranth, Reis, Quinoa), haben einen leichten, angenehmen Röstgeschmack

Zum individuellen „Aufpeppen“:

  • getrocknete Früchte: Rosinen, Marillen, Apfelstücke, Himbeeren, Erdbeeren, Gojibeeren, Cranberries,…
  • Nüsse (für Kinder unter 3 Jahren nur in kleinen Stücken oder gerieben, nicht im Ganzen!)
  • Schokostückchen
  • Kokosraspeln
  • Crunchys
  • Flakes oder gepufftes Getreide gesüßt
  • Kerne (z.B. Sonnenblumen oder Kürbis)

Die meisten Zutaten bekommt man in Drogeriemärkten oder großen Supermärkten. Spezielle Zutaten (wie z.B. gefriergetrocknete Beeren) gibt‘s in Bioläden oder auf Märkten.

Jedem Kind sein persönliches Müsli

Ich fülle die einzelnen Zutaten in Schüsseln und lasse die Kinder von allem kosten. So merken sie, wie die jeweiligen Zutaten für sich alleine schmecken – das öffnet den Geschmackshorizont der Kinder. Dabei lernen sie auch, dass es verschiedene Getreidesorten und (für alle, die es ganz genau nehmen) Pseudogetreidearten gibt. Jedes Kind darf dann in einer großen Schüssel sein eigenes Müsli zusammenstellen (dabei schaue ich nur darauf, dass es nicht zu viele der süßen Zutaten nimmt, sonst halte ich mich ganz raus). Gut mischen und dann wird das Müsli in ein Rexglas oder großes Marmeladeglas (zur Not tut es auch ein Tiefkühlsackerl) gefüllt und – ganz wichtig – beschriftet. Fertig. Und aus lauter Vorfreude auf das eigene Müsli ist, zumindest am nächsten Tag, das Aufstehen ganz einfach.

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EIN ARTIKEL VON
  • Katharina Thonhauser

    Ich habe Lebensmittel- und Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur in Wien studiert und bin Mutter von fünf Kindern. Ich koche leidenschaftlich gerne und beschäftige mich sich seit Jahren mit Fragen zum Thema "richtige" Ernährung. Mit meiner Familie lebe ich in Wien.


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