19. Januar 2015

Kochen mit Kindern – Gemüsekekse stanzen


Kochen mit Kindern mal ganz anders – Gemüsekekse stanzen, eine nette Beschäftigung. So kommt man auf eine gesunde Extraportion Gemüse und hat außerdem was zu Lachen.

Irgendwie schade, dass Weihnachten vorbei ist mit dem geschäftigen Treiben davor. Auch wenn manchmal die Geschäftigkeit in Stress ausartet, so genieße ich es doch immer sehr, wenn alle emsig an irgendwas arbeiten und basteln. Das Keksebacken hat heuer ausschließlich unser Sohn Benedikt erledigt, teilweise mit Hilfe seiner Schwester und seiner Taufpatin. Wir waren sehr zufrieden und haben mittlerweile auch schon alles aufgegessen.

Als wir die gewaschenen Keksformen wieder wegräumen wollten, kam mir nun vor kurzem die Idee, sie doch noch mal zu verwenden. Ab und zu, wenn ich viel Zeit und Muße habe, mache ich nämlich selbst auch Kekse. Keine gebackenen, denn das Backen ist nicht so meins, aber sehr hübsche und obendrein gesunde – aus Gemüse!

Kochen mit Kindern mal ganz anders

Ich hab das einmal bei einem kalten Büffet gesehen und zu Hause gleich umgesetzt: Herzen, Sterne und andere Formen in orange und grün, die sich wunderbar zum Garnieren verwenden lassen! Zuerst versuchte ich, die kleinen Sternchen mit dem Messer auszuschneiden, aber das war mir dann doch zu kompliziert. Also kaufte ich mir ein spezielles Set besonders kleiner Ausstechformen, das ich für solche Zwecke verwende. Klingt fast ein wenig nach Haubenküche…. Ist es auch…Haute Cuisine, die hohe Kunst, aus etwas ganz Normalem etwas Besonderes zu machen. Beim Kochen mit Kindern spürt man förmlich die Liebe, wenn einem vom Suppenteller her Herzen und Sternchen entgegenlachen! Oder sogar Smileys aus Karotten! Das bedeutet für mich, das Leben zu feiern!

Und außerdem macht schon die Produktion dieser netten Teilchen eine Menge Spaß, besonders wenn man kleine Kinder als Assistenten hat. Als ich Sara und Gregor fragte, ob sie Gemüsekekse machen wollen, waren sie sofort Feuer und Flamme. Eifrig holten sie ihre Kochschürzen und zwei Bretter und suchten kleine und mittelgroße Keksformen aus. Auf die Plätze, fertig, Los!!!

Und so geht’s

Da ich ja solche „Spielereien“ liebe und gerne mal im Alltag das Kochen mit Kindern einplane, habe ich beim letzten Einkauf daran gedacht und extra große, dicke Karotten und gelbe Möhren besorgt. Pastinaken und Gurken hatte ich noch zu Hause. Mittlerweile wissen wir nämlich schon, welche Gemüsesorten sich dazu am besten eignen: Für rohe Kekse sind Gurken und Karotten ideal, die man am besten zuerst mit der Brotschneidemaschine in Scheiben schneidet, ca. 3-5 mm dick. Als Suppeneinlage (für klare Suppe) eignen sich Karotten, gelbe Möhren und Pastinaken, ebenfalls in Scheiben geschnitten. Da die Karotten sehr hart sein können, haben wir dabei einen Trick: wir legen die Gemüsescheiben auf ein Brett, setzen die Keksform darauf und schlagen dann vorsichtig mit dem Spielzeughammer einige Male fest zu. Achtung auf die Finger! Kleine Kinder sollten das immer unter Aufsicht machen, damit sie die Keksform nicht verkehrt herum mit der scharfen Kante nach oben verwenden und sich damit verletzen.
[one_half last=“no“ class=““ id=““]Die fertig ausgestanzten Kekse kamen nun auf einen Extrateller, der Rest in eine Schüssel. Man kann damit wunderbar eine pürierte Gemüsecremesuppe machen. Gregor hatte noch eine andere Idee: er nahm die Gemüsescheiben mit Loch und fädelte sie alle feinsäuberlich auf seinen Hammerstiel! Damit spazierte er dann im Haus herum und bot den anderen frische Gurken- und Karottenringe an…
Wie clever, der Kleine! So kamen wir alle auf eine gesunde Extraportion Gemüse und hatten außerdem was zu lachen.



EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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